Gu­tes Be­neh­men im Au­to

Mit­fahr­ge­le­gen­heit: Eti­ket­te-Tipps – da­mit die Rei­se kein Hor­ror­trip wird

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Modil & Stil - Mag

Net­te Men­schen tref­fen und da­bei noch Geld spa­ren: Wer per Mit­fahr­ge­le­gen­heit reist, hat gu­te Chan­cen, dass ge­nau das klappt. Aber es be­steht das Ri­si­ko, dass die Rei­se zum Hor­ror­trip wird. Wie man das mi­ni­miert, weiß Eti­ket­te-Trai­ne­rin Lis Dros­te: „Die Kom­mu­ni­ka­ti­on ist ent­schei­dend.“Doch es gibt noch mehr zu be­ach­ten:

Ei­gent­lich ist es selbst­ver­ständ­lich, sich an ver­ab­re­de­te Zei­ten zu hal­ten. Wenn doch et­was da­zwi­schen­kommt, soll­te man un­be­dingt recht­zei­tig Be­scheid sa­gen, an­ru­fen oder ei­ne SMS schrei­ben.

Knob­lauch­hal­ti­ges ge­hört kurz vor der Fahrt nicht auf den Tel­ler. Wer die Nacht vor­her ge­fei­ert hat, soll­te eben­falls auf­pas­sen. „Ei­ne Al­ko­hol­fah­ne ist für die an­de­ren im Au­to un­an­ge­nehm“, fin­det Dros­te. Rau­chen ge­hört sich auch nicht.

Im Au­to das vor­ge­koch­te, war­me Es­sen aus­zu­brei­ten, ist ein No-go. Es be­steht schließ­lich das Ri­si­ko, da­mit zu kle­ckern. „Und mit den Res­ten oder der Ver­pa­ckung das Au­to zu­müllen – das macht man nicht“, sag­te Dros­te.

Wer sagt, dass er mit Hand­ge­päck reist, soll­te nicht mit zwei Kof­fern am Treff­punkt er­schei­nen. Au­ßer­dem soll­ten Rei­sen­de das Ge­päck grund­sätz­lich so klein wie mög­lich hal­ten.

Dros­te fin­det, dass Schla­fen im Au­to kein Pro­blem ist – wenn man dem Fah­rer vor­her Be­scheid gibt. „Ich hab’ schon ei­ne lan­ge Rei­se hin­ter mir und bin mü­de“, könn­ten Mit­fah­rer zum Bei­spiel sa­gen.

Mi­t­rei­sen­de soll­ten nur über den Kopf­hö­rer Mu­sik hö­ren. Der Fah­rer hin­ge­gen be­schallt eben­falls nicht ein­fach al­le an­de­ren mit sei­ner Mu­sik, son­dern fragt lie­ber vor­her, rät Dros­te.

Wer mit Frem­den un­ter­wegs ist, kann span­nen­de Ge­schich­te zu hö­ren be­kom­men. Zu per­sön­lich soll­ten die Fra­gen al­ler­dings nicht wer­den. „Das Rei­se­ziel ist ein gu­ter Ge­sprächs­ein­stieg.“

Ein­fach so du­zen? Da­von hält Dros­te nichts. „Es sind ja erst mal im­mer noch Frem­de“, sagt sie. Klar, wenn nur Stu­den­ten mit­ein­an­der rei­sen, ist das was an­de­res.

Ist nur ein Mi­t­rei­sen­der da­bei, ge­hört es sich, sich auf den Bei­fah­rer­sitz zu set­zen. Wer schla­fen möch­te oder kei­ne Lust auf Ge­sprä­che hat, kann sich nach hin­ten set­zen. „Doch auch das soll­te man vor­her kurz kom­mu­ni­zie­ren.“

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