Schlamm­schlacht

Trump: Ich kann noch viel fie­ser sein als Cl­in­ton

Der Sonntag (Mittelbaden) - - AKTUELL - AFP

Der re­pu­bli­ka­ni­sche Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat Do­nald Trump will die au­ßer­ehe­li­chen Af­fä­ren von Ex-Prä­si­dent Bill Cl­in­ton zum Wahl­kampf­the­ma ma­chen. „Sie ist fies, aber ich kann noch fie­ser sein, als sie es je­mals sein kann“, sag­te Trump der „New York Times“über sei­ne de­mo­kra­ti­sche Ri­va­lin Hil­la­ry Cl­in­ton. Die­se ha­be die Sex­skan­da­le ih­res Man­nes ge­deckt. In ak­tu­el­len Um­fra­gen bau­te Cl­in­ton der­weil ih­ren Vor­sprung auf Trump aus. Hil­la­ry Cl­in­ton sei mit „dem schlimms­ten Miss­brauch­stä­ter“in der Ge­schich­te der Po­li­tik ver­hei­ra­tet, sag­te Trump in dem In­ter­view. Zu­dem ha­be sie die mut­maß­li­chen Op­fer spä­ter at­ta­ckiert. „Ich den­ke, das ist ein erns­tes Pro­blem für sie und ich er­wä­ge, in na­her Zu­kunft aus­führ­li­cher dar­über zu spre­chen“, kün­dig­te der Im­mo­bi­li­en­un­ter­neh­mer an. Da­durch wol­le er Cl­in­tons Rück­halt bei weib­li­chen Wäh­lern schwä­chen. Trump hat­te be­reits nach dem ers­ten Fern­seh­du­ell mit Cl­in­ton, bei dem er nach über­dienst wie­gen­der Ein­schät­zung schlech­ter ab­schnitt als sei­ne de­mo­kra­ti­sche Kon­tra­hen­tin, An­fang der Wo­che mit ei­ner här­te­ren Gan­gart ge­droht. Als ihm Cl­in­ton Frau­en­feind­lich­keit vor­ge­wor­fen ha­be, ha­be er die Af­fä­ren ih­res Ehe­man­nes an­spre­chen wol­len, sag­te er nach der De­bat­te. Er ha­be dies aber ge­las­sen, da sich die Cl­in­ton-Toch­ter Chel­sea wäh­rend des TV-Du­ells im Saal be­fun­den ha­be. Cl­in­tons Wahl­kampf­team re­agier­te um­ge­hend auf den jüngs­ten An­griff Trumps und ver­öf­fent­lich­te ei­ne Au­dio­bot­schaft, in der sich Bill Cl­in­ton nach­denk­lich über sei­ne Ehe äu­ßert. Sei­ne Frau ha­be sich zeit­le­bens mit Kum­mer, Ent­täu­schun­gen und ei­ner „un­fai­ren Be­hand­lung“aus­ein­an­der­set­zen müs­sen, sag­te der Ex-Prä­si­dent. Die de­mo­kra­ti­sche Kan­di­da­tin ver­ur­teil­te un­ter­des­sen Trumps Feld­zug ge­gen die frü­he­re Schön­heits­kö­ni­gin Ali­cia Macha­do, die er be­reits in der TV-De­bat­te be­lei­digt hat­te. In ei­ner Se­rie von Bot­schaf­ten im In­ter­net- Twit­ter setz­te Trump sei­ne Atta­cken ge­gen die aus Ve­ne­zue­la stam­men­de ExMiss-Uni­ver­se am Frei­tag fort und be­schimpf­te sie als „wi­der­lich“. Die­se Ti­ra­den sei­en selbst für Trumps Ver­hält­nis­se „ver­rückt“, sag­te Cl­in­ton bei ei­nem Wahl­kampf­auf­tritt in Flo­ri­da. Trumps Ent­rüs­tung über ein an­geb­li­ches Sexvi­deo, in dem Macha­do zu se­hen sei, könn­te sich zu­dem als Ei­gen­tor er­wei­sen. Das On­li­ne-Por­tal Buz­zfeed ver­öf­fent­lich­te ei­nen Aus­schnitt aus ei­nem Soft­por­no, in dem Trump ei­nen Kurz­auf­tritt hat. In dem „Play­boy“-Vi­de­os aus dem Jahr 2000 emp­fängt der Un­ter­neh­mer Mo­dels in New York und spritzt Cham­pa­gner auf das „Playo­boy“Lo­go auf ei­ner Li­mou­si­ne. Es wer­de der­zeit viel über Sexvi­de­os ge­spro­che­nen, er­klär­te Cl­in­tons Spre­cher Nick Mer­rill mit Blick auf die von Trump an­ge­sto­ße­ne De­bat­te. Doch nun tau­che aus­ge­rech­net der Re­pu­bli­ka­ner selbst in ei­nem Er­wach­se­nen­film auf.

Fo­to: avs

Ge­küns­tel­te Herz­lich­keit: Der Ton zwi­schen Do­nald Trump und Hil­la­ry Cl­in­ton wird im­mer schär­fer. Der re­pu­bli­ka­ni­sche Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat hat jetzt an­ge­kün­digt, die au­ßer­ehe­li­chen Af­fä­ren von Ex-Prä­si­dent Bill Cl­in­ton zum Wahl­kampf­the­ma zu ma­chen.

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