Schwan­ger und rund­um chic

Zei­gen statt ver­ste­cken: Der Ba­by­bauch darf sich heut­zu­ta­ge ru­hig ab­zeich­nen

Der Sonntag (Mittelbaden) - - MODE & STIL - Mag

Den Ba­by­bauch stolz zei­gen? War­um nicht. Wal­len­de, wei­te Klei­der und sack­för­mi­ge T-Shirts ge­hö­ren der Ver­gan­gen­heit an. „Frü­her ziel­te die Um­stands­klei­dung eher dar­auf ab zu ver­tu­schen. Der Trend zur fi­gur­be­ton­ten Schwan­ger­schafts­mo­de ist nun schon et­was län­ger da, wird aber im­mer deut­li­cher – bis da­hin, dass man zu­min­dest im Som­mer so­gar stück­wei­se nack­ten Bauch zeigt“, sagt Ma­ra Mi­chel, Ge­schäfts­füh­re­rin vom VDMD Netz­werk deut­scher Mo­de- und Tex­til-De­si­gner. „Schwan­ger­schafts­klei­dung trägt zum Wohl­füh­len in die­ser Zeit bei“, be­tont sie. Aber was brau­chen wer­den­de Ma­mas wirk­lich? Und ab wann soll­ten sie Um­stands­mo­de tra­gen? Wenn der Ho­sen­bund zwickt oder das T-Shirt spannt, ist es Zeit auf spe­zi­el­le Klei­dung für Schwan­ge­re um­zu­stei­gen – in der Re­gel kön­nen Frau­en bis in den sechs­ten Schwan­ger­schafts­mo­nat hin­ein aber ganz nor­ma­le Klei­dung tra­gen. Für Schwan­ge­re set­zen die Her­stel­ler auf dehn­ba­res Ma­te­ri­al – et­wa auf Strick und Jer­sey-Stof­fe. Der Bauch wird im Schnitt der Klei­der mitt­ler­wei­le rich­tig ein­ge­ar­bei­tet. Statt A-för­mig sind tren­di­ge Schwan­ger­schafts­pul­lis ak­tu­ell V-för­mig. Zum Ober­schen­kel hin lie­gen sie al­so wie­der schmal an. An­sons­ten un­ter­schei­det sich die Mo­de für Schwan­ge­re kaum von an­de­rer Da­men­be­klei­dung. „Das, was für die schlan­ke oder auch nicht ganz so schlan­ke Frau an Trends und Far­ben gilt, gilt ge­nau­so für Schwan­ge­re auch“, sagt Mi­chel, die selbst drei­mal schwan­ger war. Far­ben wie Rot, küh­les Eis­blau und Grün­tö­ne sind an­ge­sagt. „Häu­fig sieht man auch den Über­gang von Blau zu Grün, al­so vie­le Tür­ki­stö­ne“, sagt die Fach­frau. Ins­ge­samt loh­ne es sich, bei Um­stands­mo­de auf Qua­li­tät zu ach­ten und hoch­wer­ti­ge, elas­ti­sche Ma­te­ria­li­en zu kau­fen. „Gut sind Ho­sen und Rö­cke mit ei­nem brei­ten Stretch-Ein­satz, die den Ba­by­bauch be­quem um­hül­len und mit­wach­sen“, emp­fiehlt Chris­ti­na Got­zen von der Mar­ke Vert­bau­det für Ba­by-, Kin­der- und Um­stands­mo­de. So kön­nen et­wa Um­stand­s­ho­sen mit Gum­mi­zug und Knöp­fen an den grö­ßer wer­den­den Bauch an­ge­passt wer­den. Der Vor­teil: Schwan­ge­re müs­sen dann nicht stän­dig neue Ho­sen kau­fen oder die ge­sam­te Gar­de­ro­be aus­tau­schen. Es rei­chen ins­ge­samt we­ni­ge Klei­dungs­stü­cke. „Je­de Schwan­ge­re hat zum Bei­spiel ei­ne Lieb­lings­jeans, die bei­na­he im Dau­er­ein­satz ist. Gu­te Um­stands­mo­de ist wan­del­bar und lässt sich ein­fach kom­bi­nie­ren“, sagt Bir­git Balk vom Ver­sand­haus Ba­by-Walz. Ha­ben die Ba­sics ei­ne gu­te Qua­li­tät, kann man sie auch nach der Ge­burt noch

Her­stel­ler set­zen auf Strick- und Jer­sey­stof­fe „Gu­te Um­stands­mo­de ist wan­del­bar“

wei­ter­tra­gen. Für die Gr­und­aus­stat­tung rät Mi­chel: Zwei Klei­der, Blu­sen und Pull­over und zwei mit­wach­sen­de Ho­sen zum Wech­seln – un­ter Um­stän­den Legg­ins oder Strumpf­ho­sen. Au­ßer­dem ist ein spe­zi­el­ler BH sinn­voll. „Ein gu­ter Schwan­ger­schafts­BH liegt auch auf sen­si­bler Haut an­ge­nehm und gleicht die Schwan­kun­gen der Brust gut aus“, er­läu­tert Balk. Er­gän­zend zu den Ba­sics ist je nach Be­darf schi­cke Klei­dung sinn­voll – et­wa für das Bü­ro oder fest­li­che An­läs­se.

Fo­to: Ma­ma­li­cious

Fo­to: bel­ly­but­ton

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