Ha­mil­ton vor Ros­berg

For­mel-1-Ti­tel­ver­tei­di­ger Ha­mil­ton de­klas­siert WM-Spit­zen­rei­ter Ros­berg

Der Sonntag (Mittelbaden) - - ERSTE SEITE - Chris­ti­an Holl­mann

Welt­meis­ter Le­wis Ha­mil­ton star­tet nach ei­ner ein­drucks­vol­len Qua­li-Vor­stel­lung von der Po­le Po­si­ti­on in den heu­ti­gen Gro­ßen Preis der For­mel 1 in Ma­lay­sia. Sein Mer­ce­des-Team­kol­le­ge Ni­co Ros­berg so­wie das Red-Bull-Duo Max Ver­stap­pen und Da­ni­el Ric­ci­ar­do ste­hen auf den Start­plät­zen zwei bis vier.

Nach sei­ner Traum­run­de zur Po­le Po­si­ti­on in Ma­lay­sia ver­setz­te Le­wis Ha­mil­ton sei­nem For­mel-1-Ti­tel­ri­va­len und Mer­ce­des-Team­kol­le­gen Ni­co Ros­berg noch ei­nen Ver­bal­hieb. „Ich hät­te noch schnel­ler sein kön­nen“, ließ der Welt­meis­ter den ne­ben ihm sit­zen­den WM-Spit­zen­rei­ter nach dem ein­sei­ti­gen Qua­li­fi­ka­ti­ons­du­ell in Se­pang wis­sen. Ros­berg, der sich am En­de mit deut­li­chem Rück­stand ge­ra­de noch auf Rang zwei ge­ret­tet hat­te, war zu­min­dest ne­ben der Stre­cke um ei­nen Kon­ter nicht ver­le­gen. „So gro­ße Be­deu­tung hat der Start­platz nicht mehr in die­sem Jahr. Von Platz zwei ist noch al­les mög­lich“, sag­te Ros­berg. Ha­mil­tons Über­le­gen­heit muss dem Deut­schen für das heu­ti­ge 16. von 21 Sai­son­ren- (9 Uhr MESZ/RTL) je­doch zu den­ken ge­ben. Auf dem schwülhei­ßen Se­pang In­ter­na­tio­nal Cir­cuit könn­te sein knap­per Vor­sprung von acht Punk­ten in der Ge­samt­wer­tung auf nur noch ei­nen Zäh­ler schmel­zen, wenn Ros­berg nicht am Bri­ten vor­bei­kommt. Zu­dem lau­ert da­hin­ter das Re­dBull-Duo Max Ver­stap­pen und Da­ni­el Ric­ci­ar­do, das sich eben­so Chan­cen auf ei­ne Über­ra­schung aus­rech­net wie die Fer­ra­ri. Vor­jah­res­sie­ger Se­bas­ti­an Vet­tel, der in Ma- lay­sia schon vier­mal ge­won­nen hat, qua­li­fi­zier­te sich als Fünf­ter vor sei­nem Scu­de­ri­aKol­le­gen Ki­mi Räik­kö­nen. „Ich hat­te ge­dacht, es ist ein biss­chen en­ger um Platz drei, letzt­lich hat ein Zehn­tel ge­fehlt. Es ist scha­de, dass wir das Zehn­tel hin­ten­dran wa­ren“, sag­te Vet­tel. Auch Ros­berg ha­der­te mit sich und der Zei­ten­ta­bel­le. „Lei­der ha­be ich die letz­te Kur­ve nicht rich­tig er­wischt und ein paar Zehn­tel ver­lo­ren“, er­klär­te der 31-Jäh­ri­ge den Rück­stand von mehr als 0,4 Se­kun­den auf Ha­mil­ton. Nach zu­letzt drei Sie­gen seit der Som­mer­pau­se hat­te der ge­bür­ti­ge Wies­ba­de­ner ver­mut­lich ge­hofft, sei­nen Dau­er­ri­va­len aus dem Gleich­ge­wicht ge­bracht zu ha­ben. Doch Ha­mil­ton zeig­te Ner­ven­stär­ke, statt­nen des­sen wa­ckel­te Ros­berg. „Wenn der an­de­re so ein Le­vel vor­legt, und das war in Sin­ga­pur um­ge­kehrt, dann macht man Feh­ler“, sag­te Mer­ce­des-Mo­tor­sport­chef To­to Wolff. In Sin­ga­pur hat­te Ros­berg noch das Wo­che­n­en­de klar do­mi­niert. Dies­mal wirkt Ha­mil­ton un­an­tast­bar. „Er hat es un­ter Kon­trol­le. Er ist un­heim­lich kon­zen­triert und fo­kus­siert“, lob­te Wolff den Ti­tel­ver­tei­di­ger. Für Ha­mil­ton ist es die ach­te Po­le Po­si­ti­on in die­sem Jahr und be­reits die 57. sei­ner Kar­rie­re. „Ich ha­be die Run­de wirk­lich ge­nos­sen“, schwärm­te der drei­ma­li­ge Cham­pi­on. Al­ler­dings hat­te der 31-Jäh­ri­ge in die­ser Sai­son mehr­fach beim Renn-Start Schwä­chen ge­zeigt, die Ros­berg aus­nut­zen konn­te.

GP von Ma­lay­sia: Vet­tel steht auf Start­platz fünf

Kei­ne Män­ner­freund­schaft: Mit zu­letzt drei Sie­gen in Se­rie hat­te Sil­ber­pfeil-Pi­lot Ni­co Ros­berg (rechts) den For­mel-1-Ti­tel­ver­tei­di­ger Le­wis Ha­mil­ton (links) ge­reizt. Doch der Bri­te zeig­te Ner­ven­stär­ke, schlug bei der Qua­li­fi­ka­ti­on von Ma­lay­sia zu­rück. Er de­klas­sier­te Ros­berg, ei­nen Ver­bal­hieb Rich­tung Ros­berg gab’s oben­drauf („Ich hät­te noch schnel­ler sein kön­nen“). Ros­berg zeig­te ihm die kal­te Schul­ter – und will im Ren­nen kon­tern. Fo­to: avs

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