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Der Sonntag (Mittelbaden) - - TIPPS & THEMEN - FS

Glanz für ein al­tes Gen­re? Der Swing-Croo­ner Alex­an­der Ste­wart aus Man­ches­ter schafft dies mit sei­nem Al­bum „I Thought About You“. Der 28-jäh­ri­ge Jazz­sän­ger mit Vor­lie­be für hand­ge­mach­te Mu­sik trans­por­tiert nebst fa­bel­haf­tem Swin­gFee­ling, sehr gu­tem Ti­ming und rei­chen, klang­li­chen Stimm­far­ben ei­ne Men­ge an Pop-Ap­peal. Dass all dies zu vol­ler Blü­te ge­langt, ver­dankt er dem vol­len Sound ei­ner Big­band. Durch­weg do­mi­nie­ren zeit­lo­se Songs, opu­len­te Klang­fül­le und über­bor­den­de Emo­tio­nen. Das neue Al­bum lebt von fei­ner Son­g­aus­wahl, die­se reicht von Ja­ckie Wil­sons „The Sweetest Fee­ling“über Dus­ty Spring­fiel­ds „The Look Of Love“bis hin zur Up-Tem­po-In­ter­pre­ta­ti­on von Et­ta Ja­mes’ „I Just Want To Ma­ke Love to You“oder Stevie Won­ders „Part Ti­me Lo­ver“in Form ei­nes sin­fo­ni­schen Mam­bos. Hin­zu kommt die kom­plett neue In­ter­pre­ta­ti­on des Klas­si­kers „I Thought About You“. Ste­wart bringt sich zu­dem mit vier Ei­gen­kom­po­si­tio­nen ein, dar­un­ter „Speed of Dar­kness“mit sei­nem lang­jäh­ri­gen Co-Au­tor Alex Webb. Über all den Songs, die teils schon fast 80 Jah­re alt sind, liegt ei­ne er­staun­lich ju­gend­li­che Fri­sche. Ste­warts Re­spekt vor all die­sen Lie­dern ist spür­bar – den­noch be­sitzt er ei­nen in­stink­ti­ven und na­tür­li­chen Zu­gang zu den Ori­gi­na­len.

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