„Drei oder vier Punk­te zu we­nig“

KSC-Coach Oral sieht trotz­dem Fort­schrit­te

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Ha­rald Lin­der

Gut ein Vier­tel der neu­en Sai­son ist ge­spielt und der Karls­ru­her SC, mit acht Punk­ten nach acht Spie­len auf Platz zwölf der Ta­bel­le, hat noch ei­ni­ges an Luft nach oben. At­trak­tiv und of­fen­siv woll­te man zu Wer­ke ge­hen, aber ein Of­fen­siv­feu­er­werk brann­te die Mann­schaft bis­lang eben­so we­nig ab, wie sie ih­re Zu­schau­er zu Be­geis­te­rungs­tür­men hin­rei­ßen konn­te. Nur Ta­bel­len­schluss­licht Kai­sers­lau­tern (vier To­re) hat we­ni­ger Tref­fer er­zielt als der KSC (fünf) und den­noch sieht Chef­trai­ner To­mas Oral Ver­bes­se­run­gen im An­griffs­spiel sei­ner Mann­schaft, was sich in Düsseldorf zeig­te, als nur ein star­ker Micha­el Ren­sing im Tor der Fortu­na den ers­ten Aus­wärts­sieg des KSC in die­ser Sai­son ver­hin­der­te.

Den Test ge­gen Ra­c­ing Straß­burg 0:2 ver­lo­ren

Den­noch sei­en die bis­her er­ziel­ten acht Zäh­ler un­term Strich „drei oder vier Punk­te zu we­nig“, wie Oral sagt. „In ei­ni­gen en­gen Par­ti­en wie im Heim­spiel ge­gen 1860 Mün­chen war mehr drin als nur ein Un­ent­schie­den. Aber wir sind lei­der nicht so ge­star­tet, dass wir da­nach ei­ne ge­wis­se Ei­gen­dy­na­mik ent­wi­ckeln konn­ten“, so Oral, der nach wie vor in dem „gro­ßen Um­bruch, den wir hat­ten“, ei­nen der Grün­de sieht, war­um es noch nicht so läuft, wie ge­wünscht. „Da­zu ka­men Spie­ler, die erst sehr spät zur Mann­schaft ge­sto­ßen sind. Bjar­ne Tho­el­ke hat­te in der Vor­be­rei­tung sehr mit Ver­let­zun­gen zu kämp­fen und Gri­scha Prö­mel fehl­te we­gen sei­ner Teil­nah­me an den Olym­pi­schen Spie­len in Rio. All dies hat auch die Her­aus­bil­dung ei­ner kla­ren Hier­ar­chie er­schwert, was aber für ei­ne Mann­schaft mit vie­len jun­gen Spie­lern wich­tig ist. Dass die­se Leis­tungs­schwan­kun­gen un­ter­lie­gen, ist nor­mal und des­halb braucht es ein fes­tes Ge­fü­ge, da­mit sie hin­ein­wach­sen kön­nen. Mitt­ler­wei­le bil­det sich ein sol­ches Ge­rüst her­aus. Auch Franck Kom, der bis­lang nur in Tu­ne­si­en ge­spielt hat und dar­über hin­aus nach sei­nem Um­zug in ei­nem völ­lig neu­en Um­feld vie­le per­sön­li­che Din­ge zu re­geln hat­te, fin­det sich zu­neh­mend bes­ser zu­recht und wird uns noch rich­tig gut­tun“, sagt Oral, der si­cher ist, „dass auch un­se­re Leis­tun­gen sta­bi­ler wer­den“. Das ha­be man schon in den letz­ten bei­den Spie­len ge­gen Aue und in Düsseldorf ge­se­hen, „zu­mal wir – sieht man ein­mal von dem Spiel in Ber­lin ab – in der De­fen­si­ve ei­gent­lich ganz gut ste­hen, auch wenn da noch nicht al­les so läuft, wie ich es mir wün­sche“. Lau­fen tut es in die­sem Be­reich vor al­lem noch nicht bei Jor­di Fi­gueras, der sich bis­lang nicht als die Ver­stär­kung er­wies, die man sich von die­sem „Last-Mi­nu­te-Trans­fer“er­hofft hat­te. Aber auch bei Fi­gueras ist Oral op­ti­mis­tisch, ihn in die Ver­fas­sung zu brin­gen, dass „er uns wei­ter­hilft“, zu­mal sich der spa­ni­sche Rou­ti­nier im Trai­ning rich­tig rein­hängt. Dort fehl­ten in die­ser Wo­che die fünf Spie­ler, die für ih­re Na­tio­nal­teams un­ter­wegs wa­ren (sie­he KSC-Te­le­gramm). Au­ßer­dem stan­den Den­nis Kem­pe (Knö­chel) und Hi­ro­ki Ya­ma­da (Wa­den­pro­ble­me) im Trai­ning nicht zur Ver­fü­gung und konn­ten auch am Frei­tag in Bell­heim, wo der KSC ein Test­spiel ge­gen Ra­c­ing Straß­burg be­stritt, nicht mit­wir­ken. KSCTrai­ner Oral setz­te et­li­che Nach­wuchs­spie­ler ge­gen den fran­zö­si­schen Zweit­li­gis­ten ein. Das Spiel vor rund 600 Zu­schau­ern en­de­te mit ei­ner 0:2 (0:1)-Nie­der­la­ge des KSC. Die Straß­bur­ger To­re er­ziel­ten Di­mi­tri Li­enard und Hicham Ben­kaid.

Die ho­hen Er­war­tun­gen konn­te Neu­zu­gang Jor­di Fi­gueras bis­her noch nicht er­fül­len. Er ist noch nicht der sou­ve­rä­ne Ab­wehr­sta­bi­li­sa­tor, als den man ihn ei­gent­lich ver­pflich­tet hat­te. Fo­to: GES/Eif­ried

Or­lis­hau­sen – Ba­der, Kin­som­bi (69. Klei­nert), Fi­gueras (69. She­ron), Sal­lahi (59. Ra­dau) – Va­len­ti­ni (69. Fos­si) – Tor­res (46. Meh­lem), Rolim (59. Fah­ren­holz), Stop­pel­kamp (46. Hoff­mann), Mavri­as,(46. Bar­ry) – Hof­fer (46. Lui­brand)

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