Kroa­ti­en und Ko­so­vo dro­hen Stra­fen

Fifa plant an­geb­lich Sank­tio­nen ge­gen bei­de Ver­bän­de / In Kra­kau droht heu­te neu­er Är­ger

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Avs

We­gen ex­tre­mis­ti­scher Sprech­chö­re ih­rer An­hän­ger wäh­rend ei­nes Qua­li­fi­ka­ti­ons­spiels für die Fuß­bal­lWM 2018, könn­ten die Na­tio­nal­mann­schaf­ten von Kroa­ti­en und Ko­so­vo Me­dien­be­rich­ten zu­fol­ge zur Kas­se ge­be­ten wer­den. Wäh­rend der Par­tie am Don­ners­tag im al­ba­ni­schen Sh­ko­dra, die Kroa­ti­en mit 6:0 ge­wann, sol­len die Fans bei­der Sei­ten dem­nach an­ti­ser­bi­sche Slo­gans ge­sun­gen ha­ben. „So­wohl dem ko­so­va­ri­schen als auch dem kroa­ti­schen Fuß­ball­ver­band dro­hen jetzt Fifa-Stra­fen“, be­rich­te­te die kroa­ti­sche Ta­ges­zei­tung „24Sa­ta“. Das Spiel fand in Al­ba­ni­en statt, weil Ko­so­vo kei­ne Sta­di­en hat, die den Fi­faStan­dards ge­nü­gen. Die ge­gen­sei­ti­ge Ab­nei­gung der ehe­ma­li­gen ju­go­sla­wi­schen Re­pu­bli­ken äu­ßert sich im­mer wie­der auch im Fuß­ball­sta­di­on. Die be­trof­fe­nen Fuß­ball­ver­bän­de des Ko­so­vo, Kroa­ti­ens und Ser­bi­ens ha­ben sich aber bis­her nicht of­fi­zi­ell zu dem Vor­fall am Don­ners­tag ge­äu­ßert. Der ser­bi­sche Fuß­ball­ver­band geht so­gar vor dem In­ter­na­tio­na­len Sport­ge­richts­hof CAS ge­gen die Auf­nah­me des Ko­so­vo in die Uefa vor. Ko­so­vo sei kein ei­ge­ner Staat, ge­hö­re auch nicht der UNO an und dür­fe da­her kein Mit­glied der Eu­ro­päi­schen Fuß­ball-Uni­on sein, ar­gu­men­tie­ren die Ser­ben. Noch mehr Är­ger mit den Fans er­war­tet die An­ti-Ras­sis­mus-Or­ga­ni­sa­ti­on Fa­re für das heu­ti­ge Spiel zwi­schen der Ukrai­ne und Ko­so­vo im pol­ni­schen Kra­kau. Es be­ste­he „ein sehr ho­hes Ri­si­ko“, dass in der Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de „ag­gres­si­ver Na­tio­na­lis­mus“zum Aus­druck kom­me, sag­te Fa­re-Chef Pi­a­ra Po­war. In die­sem Spiel ist ei­gent­lich die Ukrai­ne Gast­ge­ber. Die Ko­so­voPar­tie fin­det aber in Kra­kau statt, weil auch die ukrai­ni­sche Re­gie­rung Ko­so­vo nicht als un­ab­hän­gi­gen Staat an­er­kennt.

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