Er­höh­te Vor­sicht ist ge­fragt

WIT­TE­RUNG: Fuß­gän­ger soll­ten gut sicht­ba­re Klei­dung wäh­len

Der Sonntag (Mittelbaden) - - AUTO-HERBST -

Frü­her ein­set­zen­de Däm­me­rung und schlech­te Sicht­ver­hält­nis­se durch Ne­bel, Re­gen oder Schnee er­for­dern be­son­de­re Auf­merk­sam­keit von al­len Ver­kehrs­teil­neh­mern. Die tech­ni­sche Aus­rüs­tung und der Zu­stand von Au­to, Mo­tor­rad oder Fahr­rad soll­ten recht­zei­tig ge­prüft und der Jah­res­zeit an­ge­passt wer­den. Der Deut­sche Ver­kehrs­si­cher­heits­rat (DVR) ruft al­le Ver­kehrs­teil­neh­mer zu er­höh­ter Vor- und Rück­sicht in den Herbst- und Win­ter­mo­na­ten auf. Be­son­ders Fuß­gän­ger sind bei Dun­kel­heit oder wid­ri­ger Sicht ge­fähr­det: Wäh­rend der Win­ter­mo­na­te No­vem­ber bis Fe­bru­ar er­eig­nen sich im Schnitt 10,6 Pro­zent mehr Un­fäl­le mit Fuß­gän­ger­be­tei­li­gung als im Jah­res­mit­tel.

Der DVR emp­fiehlt Fuß­gän­gern je­den Al­ters, et­wa durch hel­le Klei­dung mit re­flek­tie­ren­den Ele­men­ten, für gu­te Sicht­bar­keit zu sor­gen. Wich­tig ist au­ßer­dem ein dem Wet­ter ent­spre­chen­des Schuh­werk mit pro­fi­lier­ten und rutsch­fes­ten Soh­len. Dies bie­tet nicht nur beim Ge­hen si­che­ren Halt, son­dern auch beim Ein- und Aus­stei­gen in Bus und Bahn oder auf Trep­pen an Fuß­gän­ger­un­ter­füh­run­gen.

Auch Rad­fah­rer er­hö­hen ih­re Sicht­bar­keit durch hel­le Klei­dung und re­tro­re­flek­tie­ren­de Ele­men­te. Be­leuch­tung und Re­flek­to­ren am Fahr­rad soll­ten auf ord­nungs­ge­mä­ße Funk­ti­on über­prüft und Schalt- und Brems­zü­ge vor­sorg­lich ge­schmiert wer­den.

Au­to­fah­rer soll­ten vor Fahrt­an­tritt für ei­ne gu­te Rund­um­sicht sor­gen und be­schla­ge­ne oder ver­eis­te Fens­ter­schei­ben voll­stän­dig freik­rat­zen. Ein gro­ßes Blick­feld schafft Über­sicht und senkt in Kur­ven das Ri­si­ko des „to­ten Win­kels“. Eben­falls wich­tig sind ei­ne funk­tio­nie­ren­de Schei­ben­wasch­an­la­ge, Wi­scher, die kei­ne Schlie­ren hin­ter­las­sen, so­wie aus­rei­chend Frost­schutz­mit­tel. Schein­wer­fer und Tag­fahr­licht, so­fern vor­han­den, müs­sen schmutz­frei sein und ein­wand­frei funk­tio­nie­ren. Das Ab­blend­licht soll­te bei schlech­ter Sicht auch tags­über ein­ge­schal­tet wer­den. Ne­bel­schein­wer­fer dür­fen stets bei Sicht­be­hin­de­run­gen, al­so ne­ben Ne­bel auch bei Stark­re­gen oder Schnee­fall, leuch­ten. An­ders bei der Ne­bel­schluss­leuch­te: Sie darf aus­schließ­lich bei durch Ne­bel be­ding­ten Sicht­wei­ten un­ter 50 Me­tern ein­ge­schal­tet wer­den. Al­so nie­mals bei Re­gen und Schnee­fall und auch nicht bei Ne­bel mit Sicht­wei­ten über 50 Me­tern. Zu­dem gilt: Wer die Ne­bel­schluss­leuch­te ein­schal­tet, darf ma­xi­mal Tem­po 50 fah­ren – auch auf der Au­to­bahn.

Grund­sätz­lich sind für Au­to­und Mo­tor­rad­fah­rer auf­grund der schlech­te­ren Sicht­ver­hält­nis­se ein grö­ße­rer Ab­stand zum vor­aus­fah­ren­den Fahr­zeug so­wie an­ge­pass­te Ge­schwin­dig­keit wich­tig. Be­son­ders un­ter Brü­cken be­steht in den frü­hen Mor­gen­stun­den er­höh­te Glät­te­ge­fahr durch Nacht­frost.

Fo­to: DVR

Re­flek­tor­strei­fen an der Klei­dung kön­nen von Au­to­fah­rern frü­her er­kannt wer­den – als Fuß­gän­ger ist man so si­che­rer un­ter­wegs im Stra­ßen­ver­kehr.

Fo­to: Rai­ner Sturm/Pi­xelio.de

Di­cke Sup­pe: Im Herbst wer­den Ver­kehrs­teil­neh­mer hin und wie­der von Ne­bel über­rascht.

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