Meis­ter­fei­er in DTM ver­tagt

DTM: Ti­te­l­ent­schei­dung im letz­ten Sai­son­ren­nen

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - Andre­as Asen

Trotz feh­ler­frei­er Leis­tung hat BMW-Pi­lot Mar­co Witt­mann die vor­zei­ti­ge Ent­schei­dung beim Fi­na­le der Deut­schen Tou­ren­wa­gen Meis­ter­schaft (DTM) auf dem Ho­cken­heim­ring ver­passt. Der 26-Jäh­ri­ge si­cher­te sich im vor­letz­ten Sai­son­ren­nen Rang zwei und bau­te sei­nen Vor­sprung auf sei­nen ein­zi­gen ver­blie­be­nen Kon­kur­ren­ten Edo­ar­do Mort­a­ra (Au­di) aber auf 17 Punk­te aus. Der Ita­lie­ner wur­de ges­tern nach ei­ner star­ken Auf­hol­jagd Drit­ter und wahr­te da­mit sei­ne klei­ne Chan­ce auf die Meis­ter­schaft, die heu­te im letz­ten Ren­nen ent­schie­den wird. Den Sieg schnapp­te sich der Spa­nier Mi­guel Mo­li­na (Au­di) vor den bei­den Ri­va­len Witt­mann und Mort­a­ra.

Meis­ter­fei­er ver­tagt: Trotz ei­ner feh­ler­frei­en Leis­tung hat BMW-Pi­lot Mar­co Witt­mann (Markt Erl­bach) die vor­zei­ti­ge Ent­schei­dung beim DTM-Fi­na­le auf dem Ho­cken­heim­ring ver­passt. Der 26Jäh­ri­ge si­cher­te sich im vor­letz­ten Sai­son­ren­nen den zwei­ten Rang und bau­te den Vor­sprung auf sei­nen ein­zi­gen ver­blie­be­nen Kon­kur­ren­ten Edo­ar­do Mort­a­ra (Au­di) auf 17 Punk­te aus. Der Ita­lie­ner wur­de nach ei­ner star­ken Auf­hol­jagd Drit­ter, hat so ei­ne Ti­te­l­ent­schei­dung im letz­ten Sai­son­lauf er­zwun­gen und die zwei­te Meis­ter­schaft von Witt­mann – bis da­hin zu­min­dest – ver­hin­dert. Ja­mie Gre­en da­ge­gen hat nun auch rech­ne­risch kei­ne Chan­ce mehr. Heu­te auf dem Ho­cken­heim­ring (15.18 Uhr/ ARD) heißt es: Witt­mann ge­gen Mort­a­ra – der sich in sei­nem wohl letz­ten DTM-Ren­nen für Au­di mit dem Ti­tel ver­ab­schie­den könn­te. Denn, so war zu hö­ren, nächs­te Sai­son sitzt der Ita­lie­ner in ei­nem Mer­ce­des-Cock­pit. „Er ist na­tür­lich ein gu­tes Ren­nen ge­fah­ren – von acht auf drei. Aber ef­fek­tiv ha­ben wir den Punk­te­vor­sprung aus­ge­baut, was po­si­tiv ist. Wir ha­ben mehr Punk­te ge­holt, das ist ganz wich­tig für das Ren­nen am Sonn­tag“, sag­te Mar­co Witt­mann in der ARD: „Wie­so soll­te ich ner­vös wer­den? Wir sind Zwei­ter ge­wor­den. Jetzt müs­sen wir schau­en, dass wir das noch ein­mal ab­lie­fern.“Witt­mann ge­nügt heu­te ein fünf­ter Rang, um Meis­ter zu wer­den. Ge­winnt je­doch Mort­a­ra, und Witt­mann wür­de nur Sechs­ter, hät­ten bei­de 202 Punk­te und Mort­a­ra auf­grund der Mehr­zahl an Er­fol­gen den Ti­tel si­cher. Den Sieg ges­tern schnapp­te sich der Spa­nier Mi­guel Mo­li­na (Au­di) vor den bei­den Ri­va­len Witt­mann und Mort­a­ra, der sich – schein­bar be­flü­gelt von der Chan­ce auf sei­nen ers­ten DTM-Meis­ter­ti­tel – stark durchs Feld ar­bei­te­te. „Wir müs­sen im­mer ein biss­chen im­pro­vi­sie­ren. Vor mir ha­ben al­le viel DRS (Drag Re­duc­tion Sys­tem, das zur kurz­zei­ti­gen Er­hö­hung des Top-Speeds führt, d. Red.) ge­nutzt. Ich wuss­te al­so, dass ich zum En­de mei­ne Chan­cen be­kom­men wür­de“, sag­te Mort­a­ra – und die­se Mög­lich­kei­ten nutz­te er. Ob­wohl sich der Au­di-Pi­lot lan­ge Zeit die Zäh­ne am BMW-Fah­rer Ti­mo Glock aus­biss, be­hielt der Ita­lie­ner die Ner­ven, brems­te den am Li­mit agie­ren­den Ex-For­mel-1-Pi­lo­ten aus und ver­bes­ser­te sich Schritt für Schritt. Un­mit­tel­bar vor dem En­de schnapp­te er sich auch noch An­to­nio Fe­lix da Cos­ta (Por­tu­gal/BMW) und rück­te aufs Po­di­um vor. Das letz­te Qua­li­fy­ing der Sai­son heu­te Mit­tag hat da­mit be­reits vor­ent­schei­den­den Cha­rak­ter im Du­ell Witt­mann (BMW) ge­gen Mort­a­ra (Au­di). „Das ist Wer­bung für die DTM, Mo­tor­sport, wie wir ihn se­hen wol­len“, sag­te ARD-Ex­per­te Nor­bert Haug: „Bei­de hät­ten den Ti­tel ab­so­lut ver­dient.“

Witt­mann feh­ler­frei, Mort­a­ra bra­vou­rös

Hält al­le Trümp­fe in der Hand: BMW-Pi­lot Mar­co Witt­mann bau­te sei­nen Vor­sprung in der Deut­schen Tou­ren­wa­gen Meis­ter­schaft (DTM) vor dem Fi­nal­lauf in Ho­cken­heim auf 17 Punk­te vor Au­di-Kon­kur­rent Edo­ar­do Mort­a­ra aus. Heu­te kann sich der 26-Jäh­ri­ge sei­nen zwei­ten Ti­tel nach 2014 schnap­pen. Fo­to: dtm-Me­dia

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