Mö­gen Sie Tat­toos und Pier­cings?

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Aktuell - Er/Fo­tos: Fa­b­ry

„Ich hal­te gar nichts von Tat­toos und Pier­cings“, meint Chris­toph Si­mon (40), Jour­na­list aus Köln (zu Be­such in Ba­den-Ba­den). „Der Zeit­geist än­dert sich, und auch das ei­ge­ne Emp­fin­den tut es meist. Ein Tat­too aber bleibt. Auch Pier­cings hin­ter­las­sen Spu­ren am Kör­per, die nach dem Ent­fer­nen sicht­bar sind.“ „Das po­la­ri­siert na­tür­lich – und ich kann bei­de Sei­ten ver­ste­hen“, er­klärt Grit Wer­ner (30), Pro­dukt­de­si­gnStu­den­tin aus Karls­ru­he. „Ich bin der Mei­nung, dass es die Ent­schei­dung des Ein­zel­nen ist, ob man sich tä­to­wie­ren oder pier­cen lässt. Zu sa­gen, das ist rich­tig oder falsch, steht mir da­her nicht zu.“ „Ich ha­be grund­sätz­lich kein Pro­blem da­mit“, be­tont Andre­as Koch (32), Bu­si­nes­sCoach aus Stutt­gart. „Mich per­sön­lich hat das nie ge­reizt, aber ich bin of­fen, was das The­ma be­trifft. Mitt­ler­wei­le sind Tat­toos und Pier­cings nor­mal. Es gibt al­so kei­nen Grund mehr für al­te Kli­schees und Vor­ur­tei­le.“ „Ja, ich fin­de das gut“, sagt Ky­ra Bau­er (49), Sach­be­ar­bei­te­rin aus Phil­ipps­burg. „Ich ha­be drei Tat­toos, un­ter an­de­rem mein Stern­zei­chen Skor­pi­on. Ein wei­te­res ist der­zeit in Pla­nung. Als ich mir die ers­ten Tat­toos ha­be ste­chen las­sen, war das noch al­les an­de­re als nor­mal. Ich war ein ech­ter Hin­gu­cker.“ „Das kommt dar­auf an“, äu­ßert Cla­ra-The­re­sa Kle­ver (22), Lehr­amts­stu­den­tin aus Karls­ru­he. „Je nach­dem, was es ist und wo am Kör­per, kann es sehr hübsch aus­se­hen oder fast schon or­di­när. Ich ha­be auch schon mal mit dem Ge­dan­ken ge­spielt, die Idee aber ver­wor­fen. Zu mir passt das nicht, den­ke ich.“ „War­um nicht, wenn es nicht über­hand­nimmt“, er­wi­dert Tho­mas Mül­ler (63), Rent­ner aus Karls­ru­he. „Die­se Mo­de hält sich nicht um­sonst schon sehr lan­ge. Auch in mei­nem Um­feld gibt es ei­ni­ge Leu­te mit Tat­toos und Pier­cings. Mich reizt das nicht, aber das bleibt dem Ein­zel­nen über­las­sen.“

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