Sonn­tags-Cock­tail

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Wetter - Avs/AFP

Mo­ritz Bleib­treu, 45-jäh­ri­ger Schau­spie­ler, hat schon früh ei­nen Ord­nungs-Tick ent­wi­ckelt. „Ich bin ein sehr or­ga­ni­sier­ter Mensch und has­se Un­ord­nung“, sag­te Bleib­treu der „Neu­en Os­na­brü­cker Zei­tung“. Der Ab­wasch ste­he nicht ein­mal fünf Mi­nu­ten her­um. „Ei­ne un­auf­ge­räum­te Woh­nung er­tra­ge ich auch nicht lan­ge“, so Bleib­treu wei­ter. „Und dre­cki­ge Au­tos has­se ich wie die Pest. Da muss im­mer al­les schön sau­ber sein. Selbst der Aschen­be­cher.“„Das liegt wahr­schein­lich dar­an, dass ich in re­la­tiv chao­ti­schen Um­stän­den groß ge­wor­den bin“, er­klär­te Bleib­treu. „Das Le­ben in mei­ner Kind­heit war nicht ge­ra­de ge­ord­net. Ich ha­be sehr früh so ei­nen Ord­nungs-Tick ent­wi­ckelt“, sag­te er.

Die Bel­gi­er, für ih­re Lust auf Pom­mes be­kann­te Leu­te, ha­ben im EU-Ver­gleich ei­nen Spit­zen­platz beim Obst- und Ge­mü­se­ver­zehr. Rund 84 Pro­zent der Men­schen ab 15 Jah­ren aßen dort 2014 täg­lich Pro­duk­te wie To­ma­ten, Äp­fel und Möh­ren, wie die EU-Sta­tis­tik­be­hör­de Eu­ro­s­tat mit­teil­te. Da­mit lag Bel­gi­en deut­lich über dem Schnitt: Rund je­der drit­te EU-Bür­ger aß näm­lich nicht täg­lich Ge­mü­se oder Obst. In Ru­mä­ni­en und Bul­ga­ri­en ver­zehr­ten zwei von drei Men­schen nicht je­den Tag sol­che Nah­rung. Auch 45 Pro­zent der Deut­schen ta­ten dies nicht. Ge­ne­rell aßen Frau­en et­was häu­fi­ger Ge­mü­se als Män­ner.

Har­dy Krüger, Film­star, Schrift­stel­ler so­wie Wel­ten­bumm­ler und in­zwi­schen 88 Jah­re alt, hält viel von Na­tio­nal­be­wusst­sein – wenn man es im gu­ten Sin­ne ver­steht. „Ich ha­be mir stets ge­dacht, wenn ich die al­ten Na­zis – münd­lich – an­grei­fe, und das ha­be ich seit 1957 ge­macht, dann muss ich Deut­scher sein“, sag­te Krüger. So sei er nach wie vor deut­scher Staats­bür­ger und nie Ame­ri­ka­ner ge­wor­den, ob­wohl er seit Lan­gem auch in Ka­li­for­ni­en le­be. „Au­ßer­dem will ich dar­an mit­wir­ken, dass es nie wie­der Na­zis bei uns gibt, kei­nen Rechts­ra­di­ka­lis­mus und kei­ne Frem­den­feind­lich­keit“, füg­te der ge­bo­re­ne Ber­li­ner hin­zu. In Ham­burg, wo er mit sei­ner ame­ri­ka­ni­schen Ehe­frau Ani­ta Park ei­ne Woh­nung be­sitzt, warb Krüger für sein Buch „Was das Le­ben sich er­laubt. Mein Deutsch­land und ich“, das im Ver­lag Hoff­mann und Cam­pe er­schie­nen ist. Der Au­tor er­in­nert sich dar­in an sei­ne Ju­gend als glü-

hen­der Hit­ler-An­hän­ger und wie ihm der UFA-Star Hans Söhn­ker 1943 die Au­gen ge­öff­net hat.

DJ Bo­Bo, Schwei­zer Pop­star (48), küsst nach ei­ge­nen Wor­ten je­den Tag zwei Bäu­me. Sei­ne Mut­ter ha­be ihm den Re­spekt vor der Na­tur mit­ge­ge­ben, sag­te der Mu­si­ker dem Ra­dio­sen­der hr1. Er hal­te sich in sei­ner Frei­zeit sehr ger­ne drau­ßen auf und ha­be ein ganz be­son­de­res Ri­tu­al: „Ich ge­he zu den bei­den Bäu­men, die für un­se­re Kin­der ge­pflanzt wur­den, und ich küs­se je­den Tag die­se bei­den Bäu­me.“Das ge­be ihm ein gu­tes Ge­fühl. Dass er in sei­nem Hei­mat­land nicht so po­pu­lär sei wie in Deutsch­land, er­klär­te er mit der Schwei­zer Ba­sis­de­mo­kra­tie. Die di­rek­te De­mo­kra­tie ha­be den Schwei­zern bei­ge­bracht, dass al­le gleich sei­en. Zu Stars aus den USA wür­den sei­ne Lands­leu­te auf­schau­en, aber: „Bei ei­nem Men­schen aus dem ei­ge­nen Land geht das nicht, weil er ja aus der ei­ge­nen Kul­tur kommt“, sag­te er in dem Ra­di­oIn­ter­view.

Hat viel Re­spekt vor der Na­tur und küsst so­gar Bäu­me in sei­nem Gar­ten: DJ Bo­Bo. Fo­to: avs

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