Sonn­tags-Cock­tail

Der Sonntag (Mittelbaden) - - WETTER - Avs

Schau­spie­ler Flo­ri­an Da­vid Fitz (41) hat auf der Frank­fur­ter Buch­mes­se sei­ne per­sön­li­che Le­sema­rot­te ver­ra­ten. „Ich le­se im­mer gleich den ers­ten Satz und den letz­ten Satz ei­nes Bu­ches – im­mer“, er­zähl­te Fitz ges­tern. „Und al­le den­ken im­mer, dann weißt du ja das En­de schon, aber: Nie ist der letz­te Satz das En­de. Es ist to­tal span­nend, den letz­ten Satz zu le­sen und ihn noch nicht zu ver­ste­hen, und wenn man dann an­kommt, ver­steht man ihn.“Der be­le­se­ne Ki­no- und Fern­seh­star, der ver­gan­ge­nen Mon­tag als der an­ge­klag­te Pi­lot in „Ter­ror“zu se­hen war, schwärm­te vom Ro­man „Atem­schau­kel“von Li­te­ra­tur­no­bel­preis­trä­ge­rin Her­ta Mül­ler. „Das Buch ist so un­glaub­lich, und ich ha­be es dem denk­bar un­in­tel­lek­tu­ells­ten mei­ner Freun­de wei­ter­ge­ge­ben und der hat es so ge­liebt.“Fitz war zum ers­ten Mal auf der Frank­fur­ter Buch­mes­se und lös­te ei­nen An­sturm weib­li­chen Pu­bli­kums am Ar­te-Stand aus.

Der deut­sche Youtu­ber Flu­la Borg hat in Hol­ly­wood ei­nen neu­en Ver­trag in der Ta­sche. Für das Stu­dio Li­ons­ga­te, das Block­bus­ter wie „Die Tri­bu­te von Pa­nem“pro­du­zier­te, soll das 34-jäh­ri­ge Mul­ti­ta­lent aus Er­lan­gen zwei Spiel­film­pro­jek­te rea­li­sie­ren. „Das ist ni­gel­na­gel­neu aus­ge­han­delt“, er­zählt Borg. Es sei wie ein Lot­to­ge­winn, er kön­ne es im­mer noch nicht glau­ben. Sei­nen bis­her größ­ten Film­auf­tritt hat­te Borg an der Sei­te von An­na Kend­rick in der Mu­sik­ko­mö­die „Pitch Per­fect 2“. Mehr als 300 Witz-Vi­de­os hat der Youtu­ber und DJ schon ins Netz ge­stellt. Auf der Vi­deo­platt­form hat er knapp 800 000 Abon­nen­ten, bei Twit­ter fast 89 000 Fol­lo­wer.

DJ Bo­bo (48) hat­te in sei­ner Pop­star-Kar­rie­re nie das Be­dürf­nis nach Es­ka­pa­den mit Al­ko­hol, Dro­gen und Frau­en. „Wenn ich Kol­le­gen ge­se­hen ha­be, die nach Kon­zer­ten zu­ge­dröhnt und dum­mes Zeug la­bernd in der Ecke la­gen, hat mich das eher ab­ge­turnt. Ich fin­de das men­schen­un­wür­dig, und ich mag kei­nen Kon­troll­ver­lust“, sag­te der Schwei­zer ges­tern auf der Frank­fur­ter Buch­mes­se. Er sei auch noch nie in sei­nem Le­ben be­trun­ken ge­we­sen. „Aber nicht, weil ich Al­ko­hol ver­ab­scheue, son­dern weil mir Al­ko­hol ein­fach nicht schmeckt. Und mit 48 muss man da­mit auch nicht mehr an­fan­gen.“DJ Bo­bo ali­as Re­né Bau­mann stell­te in Frank­furt sei­ne Au­to­bio­gra­fie „Pop­star. Der ganz nor­ma­le Wahn­sinn“vor.

Eva Pad­berg ist nicht nur Top-Mo­del, son­dern auch Unicef-Bot­schaf­te­rin. Nach Be­su­chen in Flücht­lings­la­gern na­he der um­kämpf­ten ira­ki­schen Stadt Mos­sul hat sie zu Spen­den auf­ge­ru­fen. „Müt­ter sind hier nach ei­nem zwölf­stün­di­gen Fuß­marsch mit klei­nen Kin­dern an­ge­kom­men, das Jüngs­te war vier Mo­na­te alt“, be­rich­te­te Eva Pad­berg nach ei­nem drei­tä­gi­gen Be­such im Flücht­lings­la­ger De­ba­ga. Sehr na­he ge­gan­gen sei ihr die Be­geg­nung mit ei­nem klei­nen Mäd­chen, sag­te sie: „Das Kind hat an mei­nem Ho­sen­bein ge­zupft, weil es mir ei­ne selbst ge­bas­tel­te Hals­ket­te schen­ken woll­te. Da hat­te ich ei­nen Kloß im Hals. Denn man kann nur ah­nen, was die­ses Mäd­chen durch­ge­macht und ver­lo­ren hat – und trotz­dem woll­te es mir sei­ne Ket­te schen­ken“. Ei­nen Mo­ment ha­be sie über­legt, ob sie das Ge­schenk über­haupt an­neh­men sol­le. Eva Pad­berg ha­be dem Mäd­chen dann ei­nen Ball ge­schenkt – und sich für die Ket­te be­dankt. „Ich tra­ge sie jetzt die gan­ze Zeit. Sie ist mein Glücks­brin­ger, denn es war wirk­lich ein be­son­de­rer Mo­ment.“

Top-Mo­del und Unicef-Bot­schaf­te­rin Eva Pad­berg be­such­te Flücht­lings­la­ger. Fo­to: avs

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