Frei­burg setzt Heim­se­rie fort

Zehn­ter „Drei­er“in Fol­ge zu Hau­se

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Alex­an­der Sar­ter

Noch weit nach dem Ab­pfiff dis­ku­tier­te Chris­ti­an Streich im klei­nen Kreis mit Jour­na­lis­ten, rühr­te Zu­cker in sei­nen Es­pres­so und ver­such­te mit ein we­nig Kof­f­e­in im Blut, die zwei Ge­sich­ter sei­ner Mann­schaft zu er­klä­ren. „Es gibt ei­nen Un­ter­schied, der ist aber ganz klein. Es ist ganz eng. Es ist nicht so, wie die Er­geb­nis­se aus­se­hen“, sag­te der Trai­ner des SC Frei­burg im An­schluss an das 2:1 (0:0) ge­gen den FC Augs­burg. Den­noch es sind ge­nau die­se Re­sul­ta­te, die nach acht Bun­des­li­ga-Spiel­ta­gen stut­zig ma­chen. Zu Hau­se hat der Auf­stei­ger sai­son­über­grei­fend zehn Spie­le in Fol­ge ge­won­nen, aus­wärts da­ge­gen al­le vier bis­he­ri­gen Par­ti­en ver­lo­ren. Ei­ne Re­gel will Streich trotz die­ses ein­deu­ti­gen Trends nicht dar­aus ab­lei­ten. „Durch die vie­len Er­folgs­er­leb­nis­se in der Zwei­ten Li­ga ist das Ver­trau­en zu Hau­se da“, er­klär­te der Coach: „Und trotz­dem: Wenn es blöd läuft, ver­lie­ren wir ge­gen Augs­burg. An­de­rer­seits hät­ten wir aus­wärts schon punk­ten kön­nen, hat­ten aber ein biss­chen Pech.“Pech hat­te auch der Fra­ge­stel­ler, der von Streich wis­sen woll­te, ob ihm die Heim­se­rie nicht lang­sam un­heim­lich wer­de. Schließ­lich ern­te­te der Trai­ner mit sei­ner Ant­wort zahl­rei­che La­cher auf Kos­ten des Me­di­en­ver­tre­ters. „Wenn man im­mer ge­winnt, wird es ei­nem nicht un­heim­lich“, sag­te der 51-Jäh­ri­ge: „Wenn man im­mer ver­liert, dann wird es ei­nem un­heim­lich.“Ei­ne Nie­der­la­ge hät­te der SC ge­gen den FCA zwar nicht ver­dient ge­habt, der „Drei­er“vor 24 000 Zu­schau­ern im aus­ver­kauf­ten Schwarz­wald­sta­di­on war den­noch schmei­chel­haft. Nach­dem Ma­xi­mi­li­an Philipp (66.) und Jo­ker Nils Pe­ter­sen (78.) die Gast­ge­ber in Füh­rung ge­bracht hat­ten, ver­kürz­te Ha­lil Alt­in­top (84.). Die Gäs­te hat­ten in der Schluss­pha­se noch ei­ni­ge Chan­cen auf den Aus­gleich, der in Ord­nung ge­we­sen wä­re. So sah es auch FCA-Ma­na­ger Stefan Reu­ter. „Ein Punkt wä­re ver­dient ge­we­sen. Des­halb ist es ex­trem är­ger­lich und ent­täu­schend“, sag­te der Welt­meis­ter von 1990, der mit sei­nem Club am Mitt­woch im DFB-Po­kal auf sei­nen frü­he­ren Ar­beit­ge­ber Bay­ern München trifft: „Na­tür­lich sind die Bay­ern Fa­vo­rit. Aber wir wol­len im­mer für ei­ne po­si­ti­ve Über­ra­schung sor­gen.“Ge­nau das pla­nen auch die Breis­gau­er – und zwar mit ei­nem Er­folgs­er­leb­nis am Sams­tag.

Auf­stei­ger SC schlägt den FC Augs­burg 2:1

Bei Wer­der Bremen – aus­wärts. „Wir sind Pro­fis, wir wer­den gut be­zahlt. Des­halb müs­sen wir aus­wärts mal die Är­mel hoch­krem­peln, sonst ste­hen wir im­mer zu Hau­se un­ter Zug­zwang“, sag­te Tor­schüt­ze Nils Pe­ter­sen: „Es wä­re schön, wenn wir den Spieß um­dre­hen könn­ten.“Pe­ter­sens Team­kol­le­ge Onur Bu­lut hält al­ler­dings auch ei­ne an­de­re Stra­te­gie für mög­lich. „Wenn wir zu Hau­se im­mer ge­win­nen, dann un­ter­schrei­be ich ger­ne, dass wir aus­wärts al­le Spie­le ver­lie­ren“, sag­te der Mit­tel­feld­spie­ler mit ei­nem Au­gen­zwin­kern: „Im Fuß­ball gibt es manch­mal Din­ge, die nicht zu er­klä­ren sind – un­se­re Se­ri­en ge­hö­ren wohl da­zu.“Vor der Be­geg­nung in Bremen steht für den SC Frei­burg am Di­ens­tag üb­ri­gens noch der DFB-Po­kal auf dem Pro­gramm. Ge­gen den Zweit­li­gis­ten SV Sand­hau­sen. Zu Hau­se.

Der SC-Jo­ker hat wie­der ge­sto­chen: In der 55. Mi­nu­te wur­de Nils Pe­ter­sen ein­ge­wech­selt, in der 78. Mi­nu­te dreh­te der Mann mit der Tor­ga­ran­tie nach sei­nem Tref­fer zum 2:0 ju­belnd ab. Fo­to: avs

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