Ein Bon­bon für den SSC

„Traum­los“VfB Fried­richs­ha­fen für Karls­ru­her Vol­ley­ball-Dritt­li­gist

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Pe­ter Tre­bing

Ei­ne vol­le „Hüt­te“ist am Mitt­woch ga­ran­tiert, wenn der Vol­ley­ball-Dritt­li­gist SSC Karls­ru­he im Ach­tel­fi­na­le des DVVPo­kals den deut­schen Re­kord­meis­ter VfB Fried­richs­ha­fen in der Ett­lin­gen Alb­gau­hal­le zu Gast hat (Spiel­be­ginn: 20 Uhr). Wie es mo­men­tan aus­sieht, dürf­ten Ti­ckets für die Par­tie je­den­falls kaum noch zu krie­gen sein. Falls doch, will man dies auf der ei­ge­nen Home­page aber ent­spre­chend kom­mu­ni­zie­ren, ver­spricht Ab­tei­lungs­lei­ter Philipp Schätz­le, der ge­gen die „Häf­ler“zwei Flie­gen mit ei­ner Klap­pe schla­gen kann. Un­ter wirt­schaft­li­chem Aspekt ist die Be­geg­nung na­tür­lich ein will­kom­me­nes Bon­bon. Aber au­ßer­dem sieht Schätz­le, der auch Te­am­ma­na­ger des Dritt­li­gis­ten ist, das Spiel als „Chan­ce, um auf uns auf­merk­sam zu maDass chen. Wir wol­len zei­gen, welch tol­le Sport­art Vol­ley­ball ist und sind mit dem Hit ge­gen Fried­richs­ha­fen auch da­für be­lohnt wor­den, dass wir uns da­zu ent­schlos­sen ha­ben, die­sen Sport hoch­klas­sig in Karls­ru­he zu eta­blie­ren.“ Auf dem Weg da­hin könn­te ein en­ga­gier­ter und gu­ter Auf­tritt ge­gen den 13-fa­chen Po­kal­sie­ger sehr hilf­reich sein. Da­bei will es SSC-Coach Die­go Ron­co­ni aber ei­gent­lich nicht be­wen­den las­sen. „Wir wol­len die nicht är­gern, wir wol­len ge­gen sie ge­win­nen“, ar­ti­ku­liert er lä­chelnd sei­nen nicht ganz un­be­schei­de­nen Wunsch. Was er aber selbst wie­der mit der Aus­sa­ge re­la­ti­viert, dass er als Trai­ner ge­ne­rell je­des Spiel ge­win­nen will: „Das ist der ers­te An­trieb, den ich im­mer ha­be. Na­tür­lich will ich den Er­folg. Aber klar ist doch auch, dass un­se­re rea­lis­ti­sche Chan­ce ge­gen solch ein Spit­zen­team nur im ein­pro­zen­ti­gen Be­reich lie­gen kann.“Trotz­dem hat Ron­co­ni sei­ne Haus­auf­ga­ben ge­macht und den 3:0-Sieg des VfB Fried­richs­ha­fen im Su­per­cup-Fi­na­le ge­gen die nach sei­ner Mei­nung „gru­se­lig spie­len­den“BR Vol­leys aus Berlin be­reits per Vi­deo ana­ly­siert. Klar ist für ihn: „Wenn der Ball auf un­se­rer Sei­te ist und wir die Kon­trol­le ha­ben, dann müs­sen wir kon­zen­triert un­se­re Chan­ce su­chen. Die ent­schei­den­de Fra­ge wird sein: Wie oft ha­ben wir den Ball auf un­se­rer Sei­te?“ der VfB Fried­richs­ha­fen den Dritt­li­gis­ten un­ter­schät­zen könn­te, glaubt der SSCCoach auf je­den Fall nicht. „Die las­sen nichts an­bren­nen. Auch weil die Mann­schaft to­tal um­ge­baut wur­de und mit Vi­tal Heynen ein neu­er Trai­ner auf der Bank sitzt, wird der VfB ge­gen uns kein Ri­si­ko ein­ge­hen wol­len.“Und so könn­te Ron­co­nis Mot­to vor der Spiel ge­gen den fa­vo­ri­sier­ten Bun­des­li­gis­ten vi­el­leicht so lau­ten: Re­spekt ja – Angst nein! Denn: „Mei­ne Jungs zei­gen ei­ne au­ßer­ge­wöhn­lich gu­te Ein­stel­lung im Trai­ning, die mich fas­zi­niert.“Des­halb kommt Ron­co­nis Ant­wort auf sein Wun­sch­er­geb­nis la­chend und spon­tan: „Na­tür­lich 3:0 für uns. Al­les an­de­re wä­re doch sinn­los.“

Heim­spiel im Po­kal ge­gen Re­kord­meis­ter

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