Was hal­ten Sie von Hal­lo­ween?

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Aktuell - Er/Fotos: Fa­b­ry

„Für die Nach­bars­kin­der ist es ei­ne Gau­di“, er­klärt And­re Klos­ter­mei­er (44), ge­schäft­lich in Karls­ru­he tä­tig, aus Wer­ne. „Be­vor sie al­lei­ne am Smart­pho­ne oder Ta­blet hän­gen, ist es doch bes­ser, wenn sie ge­mein­sam Spaß ha­ben. Ich bin vor­be­rei­tet: Wenn sie klin­geln, gibt’s na­tür­lich Sü­ßig­kei­ten.“ „Nichts“, sagt Ma­ria Do­na­do­ni­bus (41), selbst­stän­di­ge IT-Be­ra­te­rin aus Bruch­sal. „Auch Fast­nacht ist nicht meins. Das hat viel mit der Um­ge­bung zu tun. Die Leu­te trin­ken und sind völ­lig ent­hemmt. Da­bei kann man doch je­der­zeit und oh­ne Al­ko­hol Spaß ha­ben. Sü­ßig­kei­ten für die Kin­der ha­be ich aber.“ „Das ist ein Sym­bol für al­les Über­flüs­si­ge in un­se­rem Da­sein“, be­tont Mat­thi­as Keh­le (49), Au­tor aus Karls­ru­he. „Für mich steht Hal­lo­ween auf ei­ner Stu­fe mit blin­ken­den und sin­gen­den Scho­ko­la­denWeih­nachts­män­nern – das braucht kein Mensch. Da ge­he ich doch lie­ber in den Ber­gen wan­dern.“ „Ich ha­be ehr­lich ge­sagt Si­cher­heits­be­den­ken“, er­wi­dert Hei­ke Wa­gen­blaß (63), Ver­si­che­rungs­an­ge­stell­te aus Karls­ru­he. „Das geht schon ei­ni­ge Ta­ge so. Die Be­rich­te über die­se Gru­sel­clowns ma­chen mir Angst. Nicht aus­zu­den­ken, wenn so ei­ne dunk­le Gestalt plötz­lich in mei­ner Nä­he auf­tau­chen wür­de.“ „Ich find’s gut und ge­he de­fi­ni­tiv weg“, ant­wor­tet Anna Kloock (24), Lehr­amts­stu­den­tin aus Maul­bronn. „Mit ei­ner Freun­din will ich zu ei­ner gro­ßen Uni-Par­ty. Auch als Kind bin ich um die Häu­ser ge­zo­gen. ,Sü­ßes, sonst gibt’s Sau­res‘ ge­hör­te ein­fach da­zu. Auch heu­te ver­klei­de ich mich noch ein we­nig.“ „Für mich ist das gar kein The­ma“, sagt Jo­na­than Ga­b­ri­el (23), an­ge­hen­der Phy­sio­the­ra­peut aus Karls­ru­he. „Als Christ ist mir ei­ne kla­re Po­si­tio­nie­rung wich­tig. Ich ver­ste­he, dass die Leu­te neu­gie­rig auf Trends sind, fin­de es aber auch trau­rig, da Hal­lo­ween ein Fest mit ok­kul­ten Wur­zeln ist.“

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