Sonn­tags-Cock­tail

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Wetter - Avs

Don­na Le­on, 74-jäh­ri­ge ame­ri­ka­ni­sche Best­sel­ler-Au­to­rin, schätzt am Äl­ter­wer­den, dass sie auf­hört, Ge­gen­stän­de be­sit­zen zu wol­len. „Ab ei­nem ge­wis­sen Zeit­punkt im Le­ben be­merkst du: Ich be­sit­ze ge­nug Sa­chen. Ich will nicht mehr da­von“, sag­te sie der „Neu­en Osnabrücker Zei­tung“. „Das ist, als ob man am En­de ei­nes Me­nüs sagt: Nein, dan­ke. Ich möch­te kein Des­sert mehr. Ich bin satt. Ei­nen Kaf­fee vi­el­leicht, aber kein Des­sert, weil ich ge­nug ha­be. Die­sen Punkt ha­be ich jetzt er­reicht.“Nur bei Mu­sik­auf­nah­men macht die Opern­lieb­ha­be­rin nach ei­ge­nen Wor­ten ei­ne Aus­nah­me. Die Schrift­stel­le­rin ist vor al­lem mit ih­rem Ve­ne­zia­ni­schen Com­mis­sa­rio Bru­n­et­ti be­rühmt ge­wor­den. Sei­nen 25. Fall lös­te er in die­sem Jahr in dem Kri­mi „Ewi­ge Ju­gend“.

Wolf­gang Nie­de­cken (65) kann sich ein Le­ben oh­ne Fuß­ball nicht vor­stel­len. „Als ich den Schlag­an­fall hat­te, ha­ben die in der Kli­nik da­für ge­sorgt, dass ich Fuß­ball gu­cken konn­te“, sag­te der BAP-Sän­ger dem „Köl­ner Stadt-An­zei­ger“. „Da konn­te ich noch nicht wie­der re­den, mein Arm war ge­lähmt. Und dann hing in der Süd­kur­ve die­ses Trans­pa­rent: „Weed flöck wid­der je­sund, Wolf­gang“(Werd schnell wie­der ge­sund).“Und das, ob­wohl die­se FC-Köln-Fans ein Drit­tel so alt sei­en wie er selbst: „Da ha­be ich schon ein Trän­chen ver­drückt.“Im üb­ri­gen gel­te für ihn: „Auf der Büh­ne kann ich ent­span­nen. Und so ist das auch, wenn ich den FC gu­cke.“Zur­zeit ist Nie­de­cken auf ei­ner Tour­nee zum 40-jäh­ri­gen Be­ste­hen von BAP.

Pi­ko­ta­ro, ja­pa­ni­scher Ko­mi­ker, (53), hat es mit ei­nem 45 Se­kun­den lan­gen Non­sen­sSong nicht nur in die Top 100 der US-Bill­board-Charts ge­schafft, son­dern auch ins Guin­ness-Buch der Re­kor­de: Sein „Pen-Pi­ne­app­le-App­le-Pen“ist der kür­zes­te Song, der je­mals in den Charts lan­de­te. In dem Vi­deo tanzt der in ei­nen selt­sa­men Py­ja­ma mit Schlan­gen­druck ge­klei­de­te Ko­mi­ker nach Art von Gangnam Style und singt da­bei sinn­freie Tex­te wie: „Ich ha­be ei­nen Stift. Ich ha­be ei­nen Ap­fel. Ap­fel-Stift.“Al­ler­dings er­hielt der 53-Jäh­ri­ge un­ver­hofft Un­ter­stüt­zung von Jus­tin Bie­ber: Nach­dem der ka­na­di­sche Sän­ger den Clip als sein „Lieb­lings­vi­deo im In­ter­net“be­zeich­net hat­te, star­te­te Pi­ko­ta­ro erst rich­tig durch. „Oh­ne Jus­tin wä­ren nur vier Leu­te ge­kom­men“, wit­zel­te der Ko­mi­ker auf ei­ner Pres­se­kon­fe­renz. Jetzt plant er nach ei­ge­nen An­ga­ben ei­ne „Welt­tour­nee“und „neue Spaß­lie­der“.

Bill und Tom Kau­litz (27), die ehe­ma­li­gen Te­e­nie-Stars von To­kio Ho­tel, wol­len nicht er­wach­sen wer­den – zu­min­dest nicht, was ihr ge­plan­tes Al­bum an­geht. „Wir ver­su­chen gar nicht ver­nünf­tig oder er­wach­sen zu sein oder et­was zu ma­chen, was sich er­wach­sen an­fühlt“, sag­te Bill in ei­nem In­ter­view. Die Band ma­che heu­te nur noch das, „was sich für uns na­tür­lich an­fühlt“. Wich­tig sei, dass man Spaß dar­an ha­be. „Es gibt auch über­haupt kei­ne stra­te­gi­schen Ent­schei­dun­gen mehr. Wir ge­hen über­haupt nicht ins Stu­dio und füh­len uns zu ir­gend­was ver­pflich­tet, dass wir den­ken, wir müss­ten un­be­dingt ei­nen Rie­sen­hit schrei­ben“, sagt Bill. Über ihr neu­es Al­bum woll­ten die Zwil­lin­ge aus Mag­de­burg nichts ver­ra­ten. „Wir sind per­ma­nent im Stu­dio. „Dream Ma­chi­ne“wird auf je­den Fall auch der Na­me des nächs­ten Al­bums sein.

Will auch mit dem neu­en Al­bum über­haupt nicht er­wach­sen wer­den: Bill Kau­litz. Fo­to: avs

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