„Kein Spiel wie je­des an­de­re“

Ein Der­by vol­ler Emo­tio­nen im Wild­park

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Ha­rald Lin­der

Als KSC-Prä­si­dent In­go Wel­len­reu­ther am 3. Au­gust an­läss­lich der Pres­se­kon­fe­renz zur Sai­son­er­öff­nung, nach sei­nen Er­war­tun­gen für die neue Spiel­zeit be­fragt wur­de, nann­te er un­ter an­de­rem als Ziel, dass man „al­le Du­el­le ge­gen die ba­den­würt­tem­ber­gi­schen Teams für sich ent­schei­den wol­le, auch das ge­gen die Mann­schaft aus der Lan­des­haupt­stadt“. Heu­te (13.30 Uhr) kommt es im mit 27 600 Zu­schau­ern aus­ver­kauf­ten Karls­ru­her Wild­park­sta­di­on al­so zu der Be­geg­nung ge­gen das be­sag­te „Team aus der Lan­des­haupt­stadt“und es wird sich zei­gen, ob der KSC den Wunsch sei­nes Prä­si­den­ten in die Tat um­set­zen und das Du­ell ge­gen den Erst­li­ga-Ab­stei­ger aus Stutt­gart für sich ent­schei­den kann. Fa­vo­rit in die­ser Be­geg­nung ist der VfB Stutt­gart, des­sen Ziel der so­for­ti­ge Wie­der­auf­stieg in die ers­te Li­ga ist. Rund 15 Mil­lio­nen Eu­ro wur­den im Som­mer in Neu­zu­gän­ge in­ves­tiert, al­ler­dings auch Pro­fis im Wert von rund 40 Mil­lio­nen Eu­ro ab­ge­ge­ben. Mit ei­nem Bud­get von rund 25 Mil­lio­nen Eu­ro, dem Top-Etat der Zwei­ten Li­ga (KSC: 9,5 Mil­lio­nen Eu­ro), ist der ei­gent­lich Pflicht für die Mann­schaft von Trai­ner Han­nes Wolf, dem Nach­fol­ger von Jos Lu­hu­kay. Der hat­te schon nach vier Spiel­ta­gen we­gen Dif­fe­ren­zen mit VfB-Sport­chef Jan Schin­del­mei­ser sei­nen Rück­tritt er­klärt. Seit­her zeigt die Ten­denz der Schwa­ben ein­deu­tig nach oben, trotz der 0:5-Klat­sche bei Dy­na­mo Dres­den vor zwei Wo­chen. Es war die ein­zi­ge Nie­der­la­ge in den ver­gan­ge­nen sechs Spie­len, aus de­nen Stutt­gart 13 Punk­te hol­te und sich da­mit auf Platz vier vor­schob. KSC-Trai­ner To­mas Oral kennt die Bi­lanz des heu­ti­gen Geg­ners und weiß auch um des­sen Top­ka­der, der mit ei­nem Markt­wert von knapp 44 Mil­lio­nen Eu­ro (Qu­el­le: trans­fer­markt.de) fast drei­mal so hoch ist, wie der des KSC. „Das Der­by ist na­tür­lich kein Spiel wie je­des an­de­re, aber wenn wir kühl bis in die Herz­spit­zen blei­ben, sind wir kei­nes­wegs chan­cen­los“sagt Oral und ver­weist auf den 2:0-Sieg in Würz­burg, „wo wir ei­ne hoch­kon­zen­trier­te Leis­tung ab­ge­ru­fen und ab­so­lut ver­dient ge­won­nen ha­ben“. Auch wenn sei­ne Mann­schaft im Spiel bei Uni­on Ber­lin und der un­glück­li­chen Nie­der­la­ge ge­gen Nürn­berg sie­ben Ge­gen­to­re kas­siert ha­be, wür­den die le­dig­lich vier Ge­gen­to­re aus den rest­li­chen acht Be­geg­nun­gen für ei­ne ge­wis­se Sta­bi­li­tät sei­nes Teams spre­chen, mein­te der KSC-Übungs­lei­ter. Die­se Sta­bi­li­tät sei auch heu­te er­for­der­lich, um die star­ke VfB-Of­fen­si­ve zu stop­pen. „Und dann müs­sen wir un­se­re Mög­lich­kei­ten, die wir be­kom­men wer­den nut­zen, dann ist auch der VfB zu schla­gen“, hat Oral ei­gent­lich kei­ne Ver­an­las­sung, sein in Würz­burg er­folg­rei­ches Team zu än­dern. Dies gilt auch für Tor­wart Re­ne Voll­ath, der nach sei­ner Ver­let­zung zwar wie­der fit ist, doch ge­gen Stutt­gart wird heu­te Dirk Or­lis­hau­sen im KSC-Tor ste­hen.

Heu­te, 13.30 Uhr: KSC – VfB Stutt­gart

Auf­stei­gen­de Form: Der Ja­pa­ner Hi­ro­ki Ya­ma­da dürf­te heu­te in der Start­elf des KSC ste­hen, wenn es im Wild­park­sta­di­on ge­gen den Auf­stiegs­fa­vo­ri­ten VfB Stutt­gart geht. Fo­to: GES/Prang

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