Es geht müh­sam vor­an

Fort­schrit­te in den Sta­di­onge­sprä­chen zwi­schen dem KSC und der Stadt

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Ha­rald Lin­der

Das Wort, das Ober­bür­ger­meis­ter Frank Men­trup und KSC-Prä­si­dent In­go Wel­len­reu­ther zu­letzt im Zu­sam­men­hang mit den Ver­hand­lun­gen um die Sta­di­on­ver­trä­ge oft stra­pa­zie­ren muss­ten, heißt „müh­sam“. Und dies pass­te auch zur Ver­hand­lungs­run­de am Frei­tag, als sich die bei­den Par­tei­en sechs St­un­den lang dar­um be­müh­ten, in den Punk­ten wei­ter­zu­kom­men, die noch nicht so kon­kret be­spro­chen wer­den konn­ten, um den von der städ­ti­schen Wild­park-Kom­mis­si­on ver­lang­ten Notar­ter­min En­de Ok­to­ber ein­hal­ten zu kön­nen. Die­ser zeit­li­che Druck scheint al­ler­dings zu­nächst aus­ge­räumt. Nach­dem am Frei­tag ei­ne Rei­he die­ser bis­lang noch un­kla­ren Punk­te be­spro­chen wur­den, hofft man jetzt bis Mit­te No­vem­ber zum No­tar ge­hen zu kön­nen. Ein bis­lang we­sent­li­cher Hin­de­rungs­grund wa­ren zum Bei­spiel die Be­wer­tungs­sti­tut für die Aus­schrei­bung. Die­se wa­ren in dem Ver­trags­ent­wurf wohl so for­mu­liert, dass im Rah­men des 74,5 Mil­lio­nen Eu­roBud­gets, das für den Sta­di­on­kör­per be­schlos­sen ist, auf je­den Fall der bil­ligs­te An­bie­ter den Zu­schlag er­hal­ten muss. Un­ge­ach­tet des­sen, ob dann be­stimm­te Be­rei­che in die­sem Bau­werk even­tu­ell nicht der Qua­li­tät ent­spre­chen wür­den, die für die ent­spre­chen­de Nut­zung er­for­der­lich ist. Die­se 74,5 Mil­lio­nen wer­den an­geb­lich vom KSC nicht in Fra­ge ge­stellt. Der Ver­ein er­war­tet aber of­fen­sicht­lich, dass auch das Kri­te­ri­um Qua­li­tät bei der Aus­schrei­bung im Rah­men die­ser Sum­me be­rück­sich­tigt wird. In Karls­ru­he ha­be man schon die Er­fah­rung ma­chen müs­sen, dass „bil­lig“nicht un­be­dingt „preis­wert“heißt. In die­sem Punkt soll es aber eben­so ei­ne An­nä­he­rung ge­ge­ben ha­ben, wie bei der Fra­ge der Grund­steu­er. Die soll ei­gent­lich schon vor ei­ni­ger Zeit im Bei­sein von IHK-Prä­si­dent Wolf­gang Gren­ke, der auch am Frei­tag als Me­dia­tor an­we­send war, schrift­lich ver­ein­bart wor­den sein. Da­nach soll­te der KSC an­geb­lich pro Jahr 60 000 Eu­ro zah­len. Die­se Ei­ni­gung soll aber laut Me­dien­be­rich­ten in der ver­gan­ge­nen Wo­che, von der Stadt wie­der in Fra­ge ge­stellt wor­den sein, soll­ten sich die ge­setz­li­chen Vor­aus­set­zun­gen da­für än­dern. Auch hier scheint man auf dem Weg zu ei­ner Lö­sung zu sein. Die gilt auch beim Nut­zungs­recht für das Park­haus mit den 1 000 Stell­plät­zen, für das die Stadt Grund­stü­cke vom Land er­wor­ben hat­te. Das Land ha­be sich da­für ei­ne so­ge­nann­te „Bau­last“ein­räu­men las­sen, wo­durch der KSC das Park­haus nur an Spiel­ta­gen ex­klu­siv hät­te nut­zen dür­fen. An an­de­ren Ta­gen wür­de es bei­spiels­wei­se Mit­ar­bei­tern und Stu­den­ten des KIT (Karls­ru­her In­kri­te­ri­en für Tech­no­lo­gie) zur Ver­fü­gung ste­hen. Die­ses Park­haus ist aber Teil des Sta­di­on­kör­pers für den der KSC Pacht zah­len muss. Der aber will of­fen­sicht­lich nicht ak­zep­tie­ren, dass man zwar für das Ob­jekt Park­haus Mie­te zahlt, es aber bei­spiels­wei­se nicht da­für nut­zen könn­te, ei­ge­ne Kun­den und Part­ner bei Ver­an­stal­tun­gen au­ßer­halb des Spiel­be­triebs un­ter­zu­brin­gen. Was even­tu­ell auch für die Stadt ein Nach­teil sein könn­te, denn der KSC hat­te sich ver­pflich­tet, für Ver­an­stal­tun­gen ne­ben dem Spiel­be­trieb ei­ne Pau­scha­le von 100 000 Eu­ro im Jahr zu zah­len. Auch die­ses The­ma wur­de am Frei­tag er­ör­tert. Nach In­for­ma­tio­nen des SONN­TAG ha­ben die Ver­hand­lungs­part­ner be­schlos­sen, die nun ge­trof­fe­nen Ver­ein­ba­run­gen ver­trag­lich zu fi­xie­ren, so dass man den Sta­di­on­ver­trag bis Mit­te No­vem­ber bei ei­nem No­tar hin­ter­le­gen kann.

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