Oral glaubt an die Wen­de

KSC ver­liert mit 1:2 beim 1. FC Hei­den­heim

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Ha­rald Lin­der

Als Mo­ritz Stop­pel­kamp ges­tern zum Trai­ning im Wild­park er­schien, ent­sprach sei­ne Stim­mung dem reg­ne­ri­schen No­vem­ber­tag. Das aber hat­te we­ni­ger mit dem Wetter zu tun, son­dern in ers­ter Li­nie mit der 1:2 (1:1)-Nie­der­la­ge sei­ner Mann­schaft am Frei­tag in Hei­den­heim. „Wir ha­ben sie ei­ne Halb­zeit lang do­mi­niert. Dann wird ein Elf­me­ter ge­gen uns ge­pfif­fen, den die meis­ten als Stür­mer­foul ge­se­hen ha­ben und am En­de ste­hen wir mit lee­ren Hän­den da“är­ger­te er sich über ei­ne Nie­der­la­ge, durch die der KSC wei­ter im Ta­bel­len­kel­ler steht. Da­bei sah es zu Be­ginn des Spiels ganz da­nach aus, als kön­ne der KSC auf der Ost­alb drei Punk­te ho­len. Die auf fünf Po­si­tio­nen ge­gen­über dem Stutt­gart Spiel ver­än­der­te

KSC-Coach sieht kei­nen Grund zur Re­si­gna­ti­on

Mann­schaft spiel­te forsch, zeig­te ein schnel­les und va­ria­bles An­griffs­spiel, bei dem nur die letz­te Prä­zi­si­on manch­mal fehl­te. Die 1:0Füh­rung durch ein Kopf­ball­tor von Hi­ro­ki Ya­ma­da war mehr als ver­dient. Dann al­ler­dings in­ter­pre­tier­te Schieds­rich­ter Sven Ja­blon­ski ei­nen Zwei­kampf im KSC-Straf­raum zwi­schen Ma­nu­el Tor­res und Tim Skar­ke als Foul­spiel des Spa­ni­ers und ent­schied auf Elf­me­ter für Hei­den­heim. Den nutz­te Marc Schnat­te­rer zum Aus­gleich. Ab da war es vor­bei mit der KSC-Herr­lich­keit. Lan­ge sah es aus, als wür­de es beim 1:1 blei­ben, bis Hei­den­heims Gries­beck in der 82. Mi­nu­te der Ball nach ei­ner Ecke von Schnat­te­rer ans Schien­bein und von dort ins Tor von Re­né Voll­ath prall­te. Hei­den­heim brach­te den Sieg glück­lich über die Zeit und der KSC ver­lor er­neut, was für Trai­ner To­mas Oral zwar „ex­trem bit­ter, aber kein Grund zur Re­si­gna­ti­on ist“, wie er sagt. „Die Mann­schaft wird zu­neh­mend bes­ser und wir wer­den da un­ten raus kom­men“, ist Oral da­von über­zeugt, die Wen­de zu schaf­fen, weil be­son­ders die jun­gen Spie­ler sich sei­ner Mei­nung nach gut ent­wi­ckeln. „Un­se­re Vie­rer­ket­te war ja in der zwei­ten Halb­zeit, als Yl­li Sal­lahi für Den­nis Kem­pe kam, mit Bjar­ne Tho­el­ke, Da­ni­el Kin­som­bi und Mat­thi­as Ba­der ei­ne ge­fühl­te U 20. Und sie ha­ben ih­re Sa­che gut ge­macht“, lob­te Oral be­son­ders Mat­thi­as Ba­der, der für den ver­letz­ten En­ri­co Va­len­ti­ni in die Mann­schaft kann und sich als „coo­le So­cke“er­wies, wie Oral mein­te. Der freu­te sich zwar über das Lob sei­nes Trai­ners, war aber den­noch ent­täuscht, „dass wir ver­lo­ren ha­ben“. Doch auch Ba­der ist da­von über­zeugt, „dass wir die Kur­ve krie­gen wer­den“. Dies wird in den nächs­ten Wo­chen aber oh­ne Den­nis Kem­pe der Fall sein müs­sen. Der Ab­wehr­spie­ler zog sich ein Mus­kel­fa­ser­riss im Ober­schen­kel zu und fällt wohl für den Rest der Vor­run­de aus.

Wir­kungs­los blieb auch der ein­ge­wech­sel­te Er­win „Jim­my“Hof­fer nach sei­ner Ein­wechs­lung. Ge­gen­spie­ler Ma­thi­as Wit­tek hat­te ihn im wah­ren Sinn des Wor­tes „im Griff“. Fo­to: GES

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