Go­mez zeigt sei­ne Klas­se

VfL Wolfs­burg siegt 3:0 in Frei­burg

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Mat­thi­as Jung

An­ge­führt von Na­tio­nal­stür­mer Ma­rio Go­mez hat der VfL Wolfs­burg sei­ne sport­li­che Tal­fahrt ge­stoppt und den ers­ten Sieg un­ter In­te­rims­trai­ner Valé­ri­en Is­maël ge­fei­ert. Dank des ver­dien­ten 3:0 (1:0) in ei­ner se­hens­wer­ten Par­tie beim Auf­stei­ger SC Frei­burg ver­lie­ßen die zu­vor acht­mal in Serie sieg­lo­sen Nie­der­sach­sen den Re­le­ga­ti­ons­platz und kön­nen in der Län­der­spiel­pau­se wie­der et­was op­ti­mis­ti­scher in die Zu­kunft se­hen. Trotz des Dop­pel­packs von Go­mez in der 41. und 53. Mi­nu­te und ei­nes ver­wan­del­ten Foul­elf­me­ter von Ri­car­do Ro­d­ri­guez (86.) kann sich Is­maël wohl nicht all­zu viel Hoff­nung auf ei­ne Wei­ter­be­schäf­ti­gung als Chef­coach des letzt­jäh­ri­gen Cham­pi­ons-Le­ague-Teil­neh­mers ma­chen. In Wolfs­burg kur­siert be­reits der Na­me von Bru­no Lab­ba­dia als Nach­fol­ger des vor knapp drei Wo­chen be­ur­laub­ten Die­ter He­cking. Is­maëls Zwi­schen­bi­lanz in der Bun­des­li­ga liegt nun bei ei­nem Sieg und zwei Nie­der­la­gen, da­zu kommt ein DFB-Po­kal­er­folg bei Zweit­li­gist Hei­den­heim. Mit dem zwei­ten Aus­wärts­sieg der Sai­son be­en­de­te der VfL vor 23 500 Zu­schau­ern die Heim­se­rie von Gast­ge­ber Frei­burg, der zu­vor al­le vier Sai­son­spie­le und sai­son­über­grei­fend zehn Par­ti­en nach­ein­an­der im Schwarz­wald­sta­di­on ge­won­nen hat­te. Die Süd­ba­de­ner blie­ben trotz­dem im si­che­ren Mit­tel­feld der Ta­bel­le, ver­lo­ren aber Ver­tei­di­ger Chris­ti­an Günter mit Rot (Not­brem­se/85.). Wäh­rend beim Sport­club An­grei­fer Ka­rim Guédé (In­nen­ban­d­an­riss im Knie) aus­fiel, fehl­ten bei den Gäs­ten Na­tio­nal­spie­ler Ju­li­an Drax­ler (Mus­kel­fa­ser­riss) und In­nen­ver­tei­di­ger Ro­bin Kno­che (Ober­schen­kel­zer­rung). Da­für über­nahm Jef­frey Bru­ma nach ei­ner Rot­sper­re wie­der sei­nen Platz in der In­nen­ver­tei­di­gung, auf der rech­ten Ab­wehr­sei­te kehr­te Chris­ti­an Träsch nach ei­ner Sprung­ge­lenks­ver­let­zung auf den Platz zu­rück. Zu­dem stand Re­gis­seur Da­ni­el Di­da­vi erst­mals nach ei­ner Knie­ver­let­zung Mit­te Sep­tem­ber wie­der im Ka­der, saß aber zu­nächst auf der Bank. Frei­burg hat­te in der Be­geg­nung bei ei­nem Schuss von Vin­cen­zo Grifo die ers­te Tor­chan­ce (2.). Dann über­nahm Wolfs­burg bei strö­men­dem Re­gen das Kom­man­do. Die bes­te Ge­le­gen­heit ver­gab Go­mez, des­sen Schuss aus kur­zer Dis­tanz SC-Kee­per Alex­an­der Schwo­low glän­zend pa­rier­te (16.). Zwar setz­ten die ag­gres­siv auf­tre­ten­den VfL-Pro­fis die Gast­ge­ber un­ter Druck, die hiel­ten je­doch mit ge­fähr­li­chen Kon­tern da­ge­gen. Grifo ver-

„Wöl­fe“ef­fi­zi­en­ter als glück­lo­se Breis­gau­er

gab aber er­neut in aus­sichts­rei­cher Po­si­ti­on (21.). Da­nach ver­lo­ren die Wolfs­bur­ger et­was den Fa­den und ge­rie­ten ge­gen die spiel­star­ken Frei­bur­ger mehr­fach ins Schwim­men. Dann aber zeig­te Go­mez sei­ne Klas­se: Nach ei­ner Flan­ke von Ri­car­do Ro­d­ri­guez traf er un­halt­bar per Kopf zum 0:1. Im Un­ter­schied zum 1:2 ge­gen Bay­er Le­ver­ku­sen, als der VfL nach der Pau­se ein­brach, hielt er Ein­satz und Tem­po die­ses Mal auch in der zwei­ten Halb­zeit hoch. Der Lohn folg­te prompt: Go­mez schloss ei­nen Kon­ter nach ei­nem Pass von Träsch kalt­schnäu­zig zum 2:0 ab. Zwar blieb Frei­burg wei­ter ge­fähr­lich, doch als der ein­ge­wech­sel­te Di­da­vi im Straf­raum von Günter per Not­brem­se ge­stoppt wur­de, ver­wan­del­te Ri­car­do Ro­d­ri­guez den Elf­me­ter sou­ve­rän zum End­stand.

Es war kein gu­ter Tag für SC-Kee­per Alex­an­der Schwo­low. Drei Tref­fer kas­sier­te der Frei­bur­ger bei der ers­ten Heim­nie­der­la­ge sei­nes Clubs nach zehn Sie­gen in Serie vor ei­ge­nem Pu­bli­kum. Fo­to: avs

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