Sind Sie für mehr Vi­deo-Über­wa­chung?

Der Sonntag (Mittelbaden) - - AKTUELL - er/Fo­tos: Fa­b­ry

„Mo­men­tan eher nicht“, sagt An­ne­ka­rin Mauch (24), Stu­den­tin aus Tri­berg. „Aber wer weiß, was die Zu­kunft bringt. Wenn in Deutsch­land Vi­deo­über­wa­chung nach ame­ri­ka­ni­schem Vor­bild statt­fin­den wür­de, wür­de ich mich be­ob­ach­tet füh­len. Viel mehr Ge­dan­ken ha­be ich mir dar­über aber noch nicht ge­macht.“ „Ja, dort wo die Ge­fahr von Über­grif­fen be­steht“, meint Sa­rah Schorn (23), Stu­den­tin aus Karls­ru­he. „Beim The­ma U-Strab ha­be ich schon dar­über nach­ge­dacht. Vi­deo­ka­me­ras kön­nen ab­schre­ckend wir­ken und bei der Auf­klä­rung hel­fen. An den Sta­tio­nen un­ter der Er­de wür­de man sich dann si­che­rer füh­len.“ „Ja, ich bin für mehr Vi­deo­über­wa­chung“, ant­wor­tet En­ri­que Schä­fer (78), Ta­xi­fah­rer aus Karls­ru­he. „Das ist ei­ne Sa­che des ge­sun­den Men­schen­ver­stands. Die Si­cher­heit ist für mich wich­ti­ger als der Da­ten­schutz – ge­ra­de an Or­ten mit viel Pu­bli­kums­ver­kehr. War­um soll­te ich al­so ge­gen Ka­me­ras sein?“ „Ja, an zen­tra­len Plät­zen“, be­tont Lu­cas Mar­tin (21), Aus­zu­bil­den­der aus Bühl. „Wir sind doch schon glä­ser­ne Men­schen, die frei­wil­lig al­les auf Face­book und Co. preis­ge­ben. Vi­deo­über­wa­chung ist al­so nicht das Pro­blem, zu­mal nur re­le­van­te Da­ten für ei­ne ge­wis­se Zeit ge­spei­chert wer­den soll­ten.“ „Ja, das fin­de ich schon“, er­wi­dert Hel­ga Ro­bin­son (62), ge­bür­ti­ge Pforz­hei­me­rin, die eh­ren­amt­lich in Flens­burg tä­tig ist. „In an­de­ren Län­dern klappt es doch auch, zum Bei­spiel in En­g­land. Wo viel los ist, soll­te man über­wa­chen. Der Da­ten­schutz hat für mich da­bei we­ni­ger Prio­ri­tät als die Si­cher­heit.“ „Ja, an Brenn­punk­ten wie dem Haupt­bahn­hof oder dem Eu­ro­pa­platz“, sagt Wer­ner Beck (65), Rent­ner aus Karls­ru­he. „Es ist gut, dass die Diskussion ge­führt und nach ei­nem Kon­sens ge­sucht wird. Wie sich die Ka­me­ras auf die Si­cher­heit aus­wir­ken, sieht man aber nur, wenn man es aus­pro­biert.“

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.