Buch-Tipps

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SONNTAGSKINDER -

Ver­blüfft mus­tern El­la und Paul ih­re Um­ge­bung. Ge­ra­de wa­ren sie noch in Opas Gar­ten und ha­ben mit ei­nem al­ten Re­gen­schirm ge­spielt, den Mia in der Ab­stell­kam­mer ent­deckt hat. Als El­la ihn auf­spann­te, er­fass­te ein star­ker Wind­stoß den Schirm samt der Ge­schwis­ter. Jetzt sind sie zwar noch im­mer in ih­rer Stadt – aber die steht Kopf! Statt Hun­de füh­ren die Men­schen Scha­fe an der Lei­ne Gas­si, statt mit „Gu­ten Tag!“be­grü­ßen sie sich mit „Auf Wie­der­se­hen!“. Und die La­sa­gne schmeckt statt nach To­ma­ten­so­ße nach Mar­me­la­de. Paul isst sie trotz­dem. Mia denkt in­des scharf nach: Hat es et­was mit dem Schirm zu tun, dass die Welt ver­rückt spielt? Und wie kom­men sie und ihr Bru­der wie­der nach Hau­se? Weil die neue Kin­der­buch­rei­he von Sa­rah Storm den Ti­tel „Der fa­bel­haf­te Re­gen­schirm“hat, ist klar, dass es mit dem un­ge­wöhn­li­chen „Flug­ob­jekt“auf Rei­sen geht. Für Erst­le­ser und für Fans der Er­folgs­rei­he „Das ma­gi­sche Baum­haus“eig­net sich die mun­ter er­zähl­te, über­sicht­li­che Ge­schich­te pri­ma. Und die Idee ist auch toll. kat Sa­rah Storm, Der fa­bel­haf­te Re­gen­schirm. Band 1: Die ver­rück­te Stadt, Loewe, 128 Sei­ten ge­bun­den, 3,99 Eu­ro; als Hör­buch (1 CD), 6,99 Eu­ro. Wenn Er­wach­se­ne Kin­der nicht ernst neh­men, ist das är­ger­lich. Sie sind zwar klei­ner und jün­ger, aber sie ver­ste­hen die Welt – und kön­nen sie ret­ten, so wie Leo, Max und Ju­li­us. Die drei Freun­de sind ei­nem Ent­füh­rer auf den Fer­sen, der Max’ Va­ter ge­kid­nappt hat. Sei­nen ge­nia­len Er­fin­dun­gen ver­dan­ken die Jungs et­li­ches „Werk­zeug“, das sie bei ih­ren Er­mitt­lun­gen ein­set­zen. Bei­spiel: Die Su­per­bril­len. Wer sie auf­setzt, geht als Er­wach­se­ner durch. Auch wenn er erst elf Jah­re alt ist. Da­mit, nicht mehr ernst ge­nom­men zu wer­den, ist Schluss! Auf der Jagd nach Fies­ling Rupert von Raff­zahn nut­zen Leo, Max und Ju­li­us aber noch ein Schmuck­stück aus der Er­fin­der­werk­statt: Ein U-Boot, das sich schrump­fen lässt. So klein, dass die drei Ju­ni­or-Agen­ten Raff­zahn buch­stäb­lich auf den Leib rü­cken kön­nen! Tho­mas Krü­ger ist ein hun­dert­pro­zen­ti­ges Jungs­buch ge­lun­gen, das durch sei­ne co­mich­af­te Gestal­tung und die wit­zi­gen Ein­fäl­le in der Ge­schich­te selbst den größ­ten Le­se­muf­fel be­geis­tert vom Ho­cker reißt. Ei­ne Stu­fe ra­san­ter als die Drei-Fra­ge­zei­chen-Klas­si­ker, da­für we­ni­ger un­heim­lich und da­durch auch für jün­ge­re Le­ser zu emp­feh­len! Ein­zi­ges Man­ko: Die Spitz­na­men der Nach­wuchsA­gen­ten, Chip, Kis­te und Nu­del, ver­wir­ren un­nö­tig! kat Tho­mas Krü­ger, Die drei Su­per­bril­len im La­by­rinth des Rupert von Raff­zahn. Cbt, 208 Sei­ten ge­bun­den, 12,99 Eu­ro, als E-Book 9,99 Eu­ro.

Ab 10 Jah­re

Ab 8 Jah­re

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