Was er­war­ten Sie von Do­nald Trump?

Der Sonntag (Mittelbaden) - - AKTUELL - Er/Fo­tos: Fa­b­ry

„Vor al­lem Pro­tek­tio­nis­mus“, sagt Uwe Bet­ten­dorf (49), Jour­na­list aus Ba­denBa­den. „Ich er­war­te zu­dem nichts Gu­tes, was das in­ter­na­tio­na­le Kli­ma­schutz­ab­kom­men und die Be­zie­hun­gen zwi­schen den USA und Eu­ro­pa be­trifft. Um Ge­naue­res sa­gen zu kön­nen, muss man aber ab­war­ten, bis sein Ka­bi­nett steht.“ „Das ist schwie­rig zu sa­gen“, meint Jo­han­nes Reiß (27), Stu­dent aus Ett­lin­gen. „Es wird ver­mut­lich nicht so schlimm, wie die Me­di­en be­haup­ten. In sei­ner An­tritts­re­de wirk­te er schon we­sent­lich di­plo­ma­ti­scher als im Wahl­kampf. Jetzt ist er ja Prä­si­dent und könn­te in man­chen Din­gen zu­rück­ru­dern.“ „Es wird schon kein Welt­un­ter­gang“, be­tont Ju­li­an Bruns (28), Dok­to­rand aus Karls­ru­he. „Zu­mal Cl­in­ton als Al­ter­na­ti­ve auch nicht be­rau­schend ge­we­sen wä­re. Kri­ti­scher als Trumps Wahl se­he ich die Tat­sa­che, dass nun mehr Re­pu­bli­ka­ner in zen­tra­len Gre­mi­en wie dem Obers­ten Ge­richts­hof sit­zen wer­den.“ „Gar nichts“, äu­ßert Ka­trin Eis­mann (37), Bahn-An­ge­stell­te aus Jock­grim. „Schon über sei­ne Kan­di­da­tur war ich ent­setzt. Es ist zu be­fürch­ten, dass er al­les, was Oba­ma er­reicht hat, wie­der zu­nich­te­macht. Ich hof­fe, dass er sich än­dert und die ras­sis­ti­schen und se­xis­ti­schen Äu­ße­run­gen ein­stellt.“ „Er­hof­fen oder er­war­ten?“über­legt Co­si­ma Lau­be (33), Soft­ware-Ent­wick­le­rin aus Tett­nang. „Ver­mut­lich wird Trump wei­ter ver­su­chen, sei­ne In­ter­es­sen durch­zu­set­zen. Ich hof­fe aber, dass er sei­nen Blick wei­tet. Ge­ne­rell bin ich aber zu we­nig im The­ma drin, um ei­ne fun­dier­te Ant­wort ge­ben zu kön­nen.“ „Dass er die Wirt­schaft för­dert“, sagt Ul­la Pit­ter­mann (42), Au­dio En­gi­neer aus Karls­ru­he. „Zu­dem er­war­te ich, dass er sich für Frie­den ein­setzt und At­ten­ta­te ver­hin­dert. Die schon im Wahl­kampf ge­zeig­te Stand­haf­tig­keit soll­te er nun da­für nut­zen, al­les auf ei­nen gu­ten Weg zu brin­gen.“

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