Neu­reu­ther und Dop­fer op­ti­mis­tisch

Aber die Aus­gangs­la­ge vor dem heu­ti­gen Sla­lom in Le­vi ist für das DSV-Duo un­ter­schied­lich

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Ma­xi­mi­li­an Haupt

Der Sai­son­start soll für Felix Neu­reu­ther und Fritz Dop­fer beim ers­ten Welt­cup-Sla­lom des WM-Win­ters kei­ne Rol­le mehr spie­len – we­der po­si­tiv noch ne­ga­tiv. Dar­in sind sich Deutsch­lands bes­te Ski­renn­fah­rer vor dem heu­ti­gen Tor­lauf im fin­ni­schen Le­vi ei­nig. „Si­cher ha­be ich in Söl­den ge­merkt, dass ich schon schnell fah­ren kann“, hat­te Neu­reu­ther nach Rang drei im Rie­sen­sla­lom ge­sagt. „Aber das be­deu­tet nicht, dass ich auch in Le­vi schnell sein wer­de.“Neu­reu­ther will die Er­war­tun­gen brem­sen – Dop­fer sich vom ent­täu­schen­den Auf­takt vor drei Wo­chen mit Platz 27 nicht un­ter Druck set­zen las­sen. „Söl­den ist auf­ge­ar­bei­tet. Un­ter­stüt­zend hilft, dass es ei­ne an­de­re Dis­zi­plin ist“, sag­te der 29-Jäh­ri­ge nach viel­ver­spre­chen­den Trai­nings im Sla­lom. „Das sub­jek­ti­ve Emp­fin­den ist wirk­lich po­si­tiv. Na­tür­lich wä­re es schön – da müs­sen wir uns nichts vor­ma­chen – wenn das in Le­vi auch mit ei­ner gu­ten Leis­tung be­stä­tigt wird.“Denn ein wei­te­res Re­sul­tat mit gro­ßem Rück­stand auf die Spit­ze wür­de dem Kopf­men­schen Dop­fer arg zu schaf­fen ma­chen. Zu­min­dest Sla­lom-Über­flie­ger Hen­rik Kristof­fer­sen wird ihn si­cher nicht de­klas­sie­ren – der Nor­we­ger ver­zich­tet im Zu­ge ei­nes Spon­so­ren-Streits mit sei­nem Ver­band frei­wil­lig auf den Wett­kampf nörd­lich des Po­lar­krei­ses. „Ich ken­ne die Hin­ter­grün­de nicht, aber das ist schon ei­ne Ent­schei­dung, die ich nur schwer nach­voll­zie­hen kann“, sag­te Dop­fer zu dem über­ra­schen­den Ent­schluss des Ge­s­amt-Sla­lom-Sie­gers der ver­gan­ge­nen Sai­son. Für Neu­reu­ther ist der Ver­zicht ei­ne gro­ße Chan­ce, gleich beim ers­ten von zehn Sla­lom-Ren­nen ein Punk­te-Pols­ter auf Kristof­fer­sen an­zu­le­gen. Denn in den Au­gen des fünf­ma­li­gen Ge­samt­welt­cup­sie­gers Mar­cel Hir­scher ist der 22 Jah­re al­te Nor­we­ger in­zwi­schen Neu­reu­thers größ­tes Hin­der­nis bei der Er­fül­lung des lan­ge ge­heg­ten Traums. „Jetzt wird sein Weg zur Sla­lom-Ku­gel de­fi­ni­tiv über Hen­rik Kristof­fer­sen und nicht über mich füh­ren“, sag­te Ös­ter­reichs „Sport­ler des Jah­res“der „Sport Bild“und müh­te sich da­bei in Un­der­state­ment. Groß be­schäf­ti­gen woll­te sich Felix Neu­reu­ther mit Kristof­fer­sens Ab­sa­ge in­des nicht. „Das ist mir re­la­tiv egal. Ich schau da nicht groß­ar­tig auf die an­de­ren, das ist sei­ne Sa­che“, be­ton­te der 32-Jäh­ri­ge nach gu­ten Trai­nings­ta­gen in Schwe­den. Kör­per­lich ge­he es ihm gut, und er sei wei­ter im Plan, im De­zem­ber dann bei sei­ner vol­len Leis­tungs­fä­hig­keit an­zu­kom­men.

Will nicht groß­ar­tig auf die an­de­ren schau­en: SkiRenn­läu­fer Felix Neu­reu­ther ist gut drauf. Fo­to: avs

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