Trump zahlt

25 Mil­lio­nen Dol­lar für En­de von Rechts­streit

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Aktuell - AFP

Teu­res Ein­len­ken von Do­nald Trump im Streit um ei­ne von ihm ge­grün­de­te „Uni­ver­si­tät“. Um ei­nen Pro­zess zu ver­hin­dern, zahlt der künf­ti­ge USPrä­si­dent 25 Mil­lio­nen Dol­lar an ehe­ma­li­ge Stu­den­ten, die ihm Be­trug vor­war­fen. Ein Spre­cher des 70-Jäh­ri­gen be­ton­te, dass die Zah­lung kein Schuld­ein­ge­ständ­nis sei. Trump wol­le sich aber auf sei­nen Ein­zug ins Wei­ße Haus kon­zen­trie­ren. Die Ei­ni­gung in dem Rechts­streit wur­de vom Ge­ne­ral­staats­an­walt von New York, Eric Schnei­der­man, ver­kün­det. Er sprach von ei­nem „groß­ar­ti­gen Sieg für die mehr als 6 000 Op­fer“von Trumps „be­trü­ge­ri­scher“Ein­rich­tung. Trump hat­te „sei­ne Uni­ver­si­tät“im Jahr 2004 ge­grün­det und hielt dar­an ei­nen An­teil von 93 Pro­zent. Die kom­mer­zi­el­le Ein­rich­tung, die nicht of­fi­zi­ell als Hoch­schu­le an­er­kannt war und ih­ren Kun­den an­geb­lich ver­mit­teln soll­te, wie sie im Im­mo­bi­li­en­ge­schäft schnell zu Geld kom­men, mach­te 2011 dicht. Ehe­ma­li­ge Stu­den­ten der Trump Uni­ver­si­ty hat­ten den Ge­schäfts­mann ver­klagt, weil sie sich be­tro­gen fühl­ten. Trump droh­te des­halb ein Pro­zess, dem er mit der nun er­ziel­ten Ei­ni­gung ent­geht. Die Vor­wür­fe ge­gen Trump wa­ren mas­siv: So hat­te der frü­he­re Ver­kaufs­lei­ter der „Uni­ver­si­tät“, Ro­nald Sch­na­cken­berg, die Vor­wür­fe der Ex-Stu­den­ten un­ter­stützt, dass sie von der Ein­rich­tung be­tro­gen wor­den sei­en. Die Trump Uni­ver­si­ty ha­be sich „äl­te­re und un­ge­bil­de­te Men­schen zur Beu­te ge­macht, um sie von ih­rem Geld zu tren­nen“. Die Se­mi­na­re kos­te­ten bis zu 35 000 Dol­lar. In von der USJus­tiz ver­öf­fent­lich­ten In­struk­tio­nen für die An­wer­bung von Stu­den­ten hieß es: „Sagt ih­nen, dass Ihr ei­ne Lö­sung für ih­re Pro­ble­me habt und ei­ne Art und Wei­se kennt, in der sie ihr Le­ben än­dern kön­nen.“Trump hat­te bis zu sei­ner Wahl ei­ne güt­li­che Ei­ni­gung aus­ge­schlos­sen. Noch im Fe­bru­ar hat­te der 70-Jäh­ri­ge er­klärt, sei­ne „Uni­ver­si­tät“ha­be ei­ne 98-pro­zen­ti­ge Zu­stim­mungs­ra­te un­ter den Stu­den­ten und er wer­de sich auf kei­nen Fall auf ei­nen au­ßer­ge­richt­li­chen Ver­gleich ein­las­sen. Ges­tern er­klär­te Trump auf Twit­ter, er ha­be den Streit­fall für ei­ne ver­hält­nis­mä­ßig klei­ne Sum­me bei­ge­legt, „weil ich mich als Prä­si­dent auf un­ser Land kon­zen­trie­ren muss“. Der „ein­zi­ge“Nach­teil an sei­nem Wahl­sieg sei, dass er kei­ne Zeit ge­habt ha­be, sich auf den lan­gen Pro­zess ein­zu­las­sen, aus dem er als Sie­ger her­vor­ge­gan­gen wä­re.

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