Nie­der­la­ge und zwei Ver­letz­te

Ge­brauch­ter Tag für den SC Frei­burg

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Lars Rein­feld

Das Süd­west-Du­ell beim FSV Mainz 05 wur­de für den SC Frei­burg zu ei­nem ganz bit­te­ren Tag. Nicht nur dass der Auf­stei­ger wei­ter auf den ers­ten Bun­des­li­gaSieg bei den Rhein­hes­sen war­ten muss. Nach dem 2:4 (0:2) in Mainz hat­ten die Breis­gau­er zu­dem noch zwei ver­letz­te Spie­ler zu be­kla­gen. Für An­grei­fer Ma­xi­mi­li­an Phil­ipp war die Be­geg­nung be­reits nach ei­ner Vier­tel­stun­de mit ei­nem Bän­der­riss im rech­ten Sprung­ge­lenk be­en­det. Das 22-jäh­ri­ge Top-Ta­lent, um das sich ei­ni­ge Spit­zen­clubs der Fuß­ball­Bun­des­li­gis­ten be­mü­hen sol­len, wird ei­ni­ge Wo­chen feh­len. Gro­ße Sor­gen gab es im La­ger

2:4 – beim FSV Mainz ein­fach nichts zu ho­len

der Gäs­te um Caglar Söyün­cü. Der 20 Jah­re al­te Tür­ke zog sich in der Schluss­pha­se bei ei­nem Zu­sam­men­prall ei­ne Kopf­ver­let­zung zu und muss­te mit dem Ret­tungs­wa­gen ins Kran­ken­haus ge­bracht wer­den. Söyün­cü hat­te aber Glück im Un­glück. Der In­nen­ver­tei­di­ger er­litt bei dem Zu­sam­men­prall mit dem Main­zer Andre Ra­mal­ho „nur“ei­ne Ge­hirn­er­schüt­te­rung, nicht die zu­nächst be­fürch­te­ten Kno­chen­brü­che im Ge­sicht. Söyün­cü konn­te mit dem Mann­schafts­bus die Heim­rei­se an­tre­ten. „Wir ha­ben zwei ver­letz­te Spie­ler und die Par­tie ver­lo­ren. Das ist das Er­geb­nis die­ses Ta­ges“, sag­te Streich nach der tur­bu­len­ten Par­tie in der Opel Are­na. Dass sein Team drei Ge­gen­to­re nach Stan­dards kas­siert hat­te und die Gäs­te sich bei zwei Straf­sto­ßent­schei­dun­gen be­nach­tei­ligt fühl­ten, run­de­te den ge­brauch­ten Tag für den SCF-Übungs­lei­ter ab. „Das darf uns nicht pas­sie­ren. Du kannst nicht da­von aus­ge­hen, dass du in Mainz fünf To­re schießt“, mein­te Chris­ti­an Streich und füg­te hin­zu: „Auch wenn es heute mög­lich ge­we­sen wä­re.“Weil sei­ne Mann­schaft hin­ten patz­te und vor­ne nur zwei­mal traf, setz­te es ei­ne un­glück­li­che Nie­der­la­ge für Streich und sei­ne Schütz­lin­ge. Der SC Frei­burg bleibt da­mit der Lieb­lings­geg­ner des FSV Mainz 05, der da­heim in der Ers­ten Bun­des­li­ga noch nie ge­gen die Breis­gau­er ver­lo­ren hat. Vor 26 573 Zu­schau­ern brach­ten Ni­ko Bun­gert (15. Mi­nu­te) und Yu­nus Mal­li per Foul­elf­me­ter (20.) die Platz­her­ren vor der Pau­se in Füh­rung. Nach dem Sei­ten­wech­sel ge­lang Vin­cen­zo Grifo der An­schluss­tref­fer für die Gäs­te (67.), ehe Ste­fan Bell (82.) den al­ten Zwei-To­re-Ab­stand für die Main­zer wie­der her­stell­te. Nils Pe­ter­sen (85.) brach­te den SC Frei­burg zwar noch ein­mal her­an, doch Ka­rim Oni­si­wo mach­te dann in der Nach­spiel­zeit für den FSV 05 al­les klar. „Der Sieg war sehr wich­tig. Das Team, das heute ge­winnt, schafft den An­schluss ans obe­re Ta­bel­len­mit­tel­feld, das war vor­her klar“, sag­te der Main­zer Trai­ner Martin Schmidt. „Ich bin froh, dass wir das wa­ren“, mach­te der Schwei­zer deut­lich. Die Rhein­hes­sen tank­ten da­mit auch Selbst­ver­trau­en für das wich­ti­ge Eu­ro­pa-Le­ague-Spiel beim fran­zö­si­schen Ver­tre­ter AS St. Eti­en­ne am kom­men­den Don­ners­tag. Dort muss der FSV un­be­dingt ge­win­nen, um noch ei­ne Chan­ce auf das Wei­ter­kom­men zu ha­ben. „Ab mor­gen gilt der Fo­kus voll dem Spiel in St. Eti­en­ne“, sag­te Schmidt.

Är­gert sich über ei­ne ver­ge­be­ne Chan­ce: Frei­burgs Ma­xi­mi­li­an Phil­ipp bei der 2:4-Nie­der­la­ge in Mainz. Viel schwe­rer wiegt aber, dass der SC-Stür­mer ei­nen Bän­der­riss im rech­ten Sprung­ge­lenk er­litt. Fo­to: avs

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