„Na­gels­män­ner“noch un­be­siegt

Hof­fen­hei­mer 4:0 ge­gen 1. FC Köln

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Ul­ri­ke John

Durch ein 4:0 (2:0) ge­gen den 1. FC Köln bleibt 1899 Hof­fen­heim in der ak­tu­el­len Sai­son in der Li­ga un­ge­schla­gen und mischt wei­ter mun­ter in der Bel­eta­ge mit. Die Mann­schaft von Trai­ner Ju­li­an Na­gels­mann lan­de­ten den ers­ten Sieg ge­gen die Rhein­län­der seit No­vem­ber 2009 und ver­bes­ser­ten sich in der Ta­bel­le auf Rang vier. San­dro Wa­gner (8. und 67.) ge­lan­gen vor 29 740 Zu­schau­ern in der Sins­hei­mer Rhein-Neckar-Are­na sei­ne Tref­fer Num­mer sechs und sie­ben. Zu­dem durf­ten sich Olym­pia-Teil­neh­mer Je­re­my Tol­jan (39.) und der ge­bür­ti­ge Köl­ner Mark Uth (89.) als Tor­schüt­ze fei­ern las­sen. Hof­fen­heim re­van­chier­te sich auch für die ein­zi­ge Pflicht­spiel­nie­der­la­ge in die­ser Sai­son, das 1:2 in der zwei­ten Run­de des DFB-Po­kals in Köln. Das Team von Chef­coach Pe­ter Stö­ger zog dies­mal den Kür­ze­ren ge­gen ei­ne TSG, die eis­kalt ih­re Chan­cen nutz­te. Nach dem ver­let­zungs­be­ding­ten Aus­fall von Mat­thi­as Leh­mann und Mar­co Hö­ger kam bei den Köl­nern Sa­lih Öz­kan zu sei­nem Start­elf-De­büt. Das 18 Jah­re jun­ge Ei­gen­ge­wächs hat­te bis­her nur fünf Kurz­ein­sät­ze. Die Hof­fen­hei­mer konn­ten wie­der auf den Ab­wehr­chef und ExKöl­ner Ke­vin Vogts zu­rück­grei­fen, es fehl­te aber Mit­tel­feld-Ass Ke­rem De­mir­bay. Ge­gen tief­ste­hen­de Gäs­te tat sich die TSG zu­nächst schwer, kam aber den­noch zur schnel­len Füh­rung: Nach ei­nem Eck­ball köpf­te Ab­wehr­spie­ler Ben­ja­min Hüb­ner an die Lat­te, Wa­gner re­agier­te am schnells­ten und staub­te zum 1:0 ab. In der ab­wechs­lungs­rei­chen An­fangs­pha­se hät­te Köln dann in­ner­halb ei­ner Mi­nu­te den Spiel­stand dre­hen kön­nen: Ant­ho­ny Mo­des­te und Mar­cel Ris­se ka­men frei vor Tor­hü­ter Oli­ver Bau­mann zum Schuss, ver­fehl­ten aber das Tor­ge­häu­se. Die Mann­schaft um Na­tio­nal­spie­ler und Ka­pi­tän Jo­nas Hec­tor ver­schob schnell und ge­schickt und schien vom Rück­stand un­be­ein­druckt. Da­bei muss­ten die Köl­ner nach nur 24 Mi­nu­ten be­reits Ris­se, der sich ei­ne Knie­ver­let­zung zu­zog und zur Un­ter­su­chung ins Kran­ken­haus ge­bracht wur­de, vom Feld neh­men und durch Mar­cel Har­tel er­set­zen. Über­ra­schend fiel dann das 2:0, als Tol­jan nach ei­nem Pass des star­ken Na­diem Ami­ri und ei­nem Stel­lungs­feh­ler von Fre­de­rik Sö­r­en­sen FC-Schluss­mann Tho­mas Kess­ler tun­nel­te. Die Köl­ner ka­men et­was stür­mi­scher aus der Ka­bi­ne. Die TSG woll­te die Füh­rung aber nicht nur ver­tei­di­gen: Na­gels­mann gab mit der Ein­wechs­lung von Mark Uth und Neu­ling Ba­ris Atik nach ei­ner St­un­de ein of­fen­si­ves Si­gnal. Uth schlug dann die Frei­stoß-Flan­ke, die Wa­gner zum 3:0 ein­köpf­te. Da­mit ent­schie­den die „Na­gels­män­ner“schon früh die Par­tie ge­gen ha­dern­de Köl­ner, die auch noch das 0:4 ge­gen Uth hin­neh­men muss­ten.

Dop­pel­pack: San­dro Wa­gner (1899 Hof­fen­heim) er­ziel­te sei­ne Sai­son­to­re sechs und sie­ben. Fo­to: avs

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