Sonn­tags-Cock­tail

Der Sonntag (Mittelbaden) - - WETTER - avs

Der Rap­per Kol­le­gah (32) will ju­gend­li­chen Fans in sei­nen Tex­ten mitt­ler­wei­le auch Vor­bild sein – und nicht im­mer nur Mu­sik über Ge­walt und Dro­gen ma­chen. „Es wird viel dar­über ge­rappt, wie man Jo­ints dreht und Fla­schen im Club leert, und ich fin­de es nicht schlecht, wenn ich den Leu­ten ein biss­chen mehr mit­ge­be für ein sau­be­res und er­folg­rei­ches Le­ben“, sag­te Kol­le­gah. Kör­per und Geist zu trai­nie­ren, sich Zie­le zu set­zen und sie ge­dul­dig um­zu­set­zen – das sei der Schlüs­sel zum Er­folg. „Sol­che Grund­wer­te ver­su­che ich in mei­ne Mu­sik im­mer mehr ein­flie­ßen zu las­sen, um even­tu­ell auch ei­nen po­si­ti­ven Ein­fluss auf die ju­gend­li­che Zu­hö­rer­schaft aus­zu­üben.“

Re­gis­seur Paul Ver­hoeven („Ba­sic In­stinct“, „Ro­boCop“) wird Ju­ry-Prä­si­dent der 67. Ber­li­na­le (9. bis 19. Fe­bru­ar 2017). Der 78-jäh­ri­ge Nie­der­län­der wer­de das Gre­mi­um lei­ten, das über die Ge­win­ner des Gol­de­nen und der Sil­ber­nen Bä­ren ent­schei­det. Das teil­ten die In­ter­na­tio­na­len Film­fest­spie­le Ber­lin mit. „Mit Paul Ver­hoeven ha­ben wir ei­nen Re­gis­seur als Ju­ry-Prä­si­den­ten, der in den un­ter­schied­lichs­ten Gen­res so­wohl in Eu­ro­pa als auch in Hol­ly­wood ge­ar­bei­tet hat“, er­klär­te Fes­ti­val­chef Die­ter Kosslick.

Re­gis­seur Ste­ven Spiel­berg hat­te wäh­rend der Ar­beit an sei­nem Sci­ence-Fic­tion-Film „E.T.“aus dem Jahr 1982 erst­mals den Wunsch nach ei­ge­nen Kin­dern. „Erst „E.T.“hat da­zu ge­führt, dass ich Va­ter wer­den woll­te“, sag­te der 69-Jäh­ri­ge dem „Ham­bur­ger „Abend­blatt“. „Die Film-Kin­der sind mir beim Dreh sehr ans Herz ge­wach­sen, be­son­ders Drew Barrymore. Als der Dreh vor­bei war, ha­be ich ei­ne Wo­che ge­lit­ten und hat­te den Blues.“Da sei ihm klar ge­wor­den, dass er ei­ge­nen Nach­wuchs woll­te, sag­te der Re­gis­seur und Pro­du­zent. Dies sei „das größ­te Ge­schenk“, das „E.T.“ihm ge­macht ha­be, „nicht der kom­mer­zi­el­le Er­folg“. Ste­ven Spiel­berg wird am 18. De­zem­ber 70 Jah­re alt. Er hat sie­ben Kin­der, da­von drei Ad­op­tiv­kin­der.

Fuß­ball­ma­na­ger Uli Ho­en­eß (64) hat im Ge­fäng­nis meh­re­re tau­send Brie­fe er­hal­ten – fast al­le wa­ren nach sei­nen Wor­ten freund­lich. „Ich bin ja auch in die­ser schwie­ri­gen Zeit un­glaub­lich ge­tra­gen wor­den von den Leu­ten“, sag­te Ho­en­eß der „Bild“-Zei­tung über die knapp zwei Jah­re sei­ner Haft. „Bei den 5 500 Brie­fen, die ich wäh­rend der Haft­zeit be­kom­men ha­be, wa­ren viel­leicht fünf schlech­te.“Das Münch­ner Land­ge­richt hat­te den Prä­si­den­ten des FC Bay­ern Mün­chen im Jahr 2014 we­gen Steu­er­hin­ter­zie­hung von 28,5 Mil­lio­nen Eu­ro zu drei­ein­halb Jah­ren Frei­heits­stra­fe ver­ur­teilt. Nach 21 Mo­na­ten in Haft war Ho­en­eß auf Be­wäh­rung vor­zei­tig nach Hau­se ent­las­sen wor­den. In sei­ner Zeit im Straf­voll­zug ha­be er, wo es mög­lich war, an­de­ren Men­schen Hil­fe­stel­lung ge­leis­tet. „Ich war ei­ne Zeit lang auf der Kran­ken­sta­ti­on, und wenn ei­ner Ma­gen­schmer­zen hat­te, dann ist er eben zu mir ge­kom­men, und ich ha­be dann ver­sucht zu hel­fen“, er­zähl­te Ho­en­eß im „Bild“-In­ter­view. „Und mei­nen Job in der Klei­der­kam­mer ha­be ich ge­nutzt, um den In­sas­sen mög­lichst neue Klei­der aus­zu­ge­ben, wenn ih­re An­ziehsa­chen ab­ge­nutzt wa­ren. Da­mit sie zu­min­dest ein biss­chen ih­rer Wür­de be­hal­ten, wenn sie mor­gens in den Spie­gel schau­en.“

Fo­to: avs

Viel zu le­sen hat­te Uli Ho­en­eß im Ge­fäng­nis: Er er­hielt et­wa 5 500 Brie­fe.

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