Tau­chen mit Crocs

Der Sonntag (Mittelbaden) - - REISE & URLAUB -

Das Kro­ko­dil war­tet schon im Was­ser. Sechs Me­ter ist es lang. Ein Rie­se aus der Ur­zeit. Der Zwei­bei­ner steigt in den glä­ser­nen Tank und setzt die Schwimm­bril­le auf. Ein letz­tes Ni­cken zum Be­cken­rand, lang­sam geht es hin­ab. Der Tank wird nach un­ten ge­las­sen und füllt sich mit Was­ser. Dann taucht das „Croc“auf, schaut den Ein­dring­ling bö­se an, so als hät­te es Hun­ger und der Mensch sei die per­fek­te Nach­spei­se. Gän­se­h­aut­ge­fühl un­ter aus­tra­li­scher Son­ne. In der Cro­co­sau­rus Co­ve im nord­aus­tra­li­schen Dar­win kann man welt­weit ein­ma­lig zum Plan­schen mit ei­nem Kro­ko­dil ins Was­ser stei­gen. Ge­schützt im Glas­kä­fig. Dem Gru­se­lef­fekt tut das kei­nen Ab­bruch. Denn das Me­ga-Kro­ko­dil scheint zum Grei­fen nah. Und wer weiß, ob der Glas­tank im Fall des Fal­les den Bei­ßern des Rie­sen stand­hal­ten wür­de? „De­ath Ca­ge“nennt man den Kas­ten, ver­mut­lich nicht oh­ne Grund. Um Kro­ko­di­le zu se­hen, muss man in Dar­win aber nicht un­be­dingt in ei­nen Kro­ko­dil­park ge­hen. Die Haupt­stadt des Nort­hern Ter­ri­to­ry ist gleich­zei­tig die Welt­haupt­stadt der Kro­ko­di­le. In der Um­ge­bung der Stadt le­ben tau­sen­de der rie­si­gen Rep­ti­li­en. Seit 1971 die Jagd auf sie ver­bo­ten wur­de, nimmt der Be­stand stän­dig zu. 3 000 Kro­ko­di­le leb­ten da­mals in frei­er Wild­bahn in Aus­tra­li­en, heu­te sind es mehr als 150 000. Das ist kein Wun­der, denn so­bald sie dem Te­e­nie-Al­ter ent­wach­sen sind, ha­ben die Groß­mäu­ler kei­ne Fein­de mehr.

Kein Spa­zier­gang: Der Berg Le Mor­ne ist die mar­kan­tes­te Er­he­bung von Mau­ri­ti­us. Hier sol­len sich einst ge­flo­he­ne Skla­ven ver­steckt ha­ben. Wer den Gip­fel er­rei­chen möch­te, muss gut zu Fuß sein. Denn wenn sich das Wet­ter än­dert, sind et­li­che Par­ti­en ziem­lich rut­schig. Fo­to: Mau­ri­ti­us Tou­rism Pro­mo­ti­on/Bam­ba Sourang

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