Vie­le Fra­gen noch of­fen

Der Sonntag (Mittelbaden) - - ERSTE SEITE -

Auch am Tag nach Be­kannt­wer­den des mut­maß­li­chen An­schlags­ver­suchs ei­nes Zwölf­jäh­ri­gen in Lud­wigs­ha­fen blie­ben ges­tern vie­le Fra­gen of­fen. Es las­se sich nichts Neu­es sa­gen, be­ton­te ei­ne Spre­che­rin der Bun­des­an­walt­schaft in Karls­ru­he. Die Be­hör­de hat­te am Frei­tag Er­mitt­lun­gen we­gen des Bom­ben­fun­des be­stä­tigt. Der in Lud­wigs­ha­fen ge­bo­re­ne Jun­ge soll Kon­takt zu ra­di­ka­len Is­la­mis­ten ge­habt ha­ben. Die Ge­werk­schaft der Po­li­zei (GdP) sieht in den mut­maß­li­chen An­schlags­plä­nen des Zwölf­jäh­ri­gen ei­ne neue Di­men­si­on der Skru­pel­lo­sig­keit des „Is­la­mi­schen Staa­tes“(IS). GdP-Chef Oli­ver Mal­chow sag­te der Neu­en Os­na­brü­cker Zei­tung, es sei „er­schre­ckend, aber nicht über­ra­schend“, dass der IS auch Kin­der re­kru­tie­re. Für die Fahn­der stel­le sich das Pro­blem, ra­di­ka­li­sier­te Tä­ter zu er­ken­nen. „Bei solch ei­nem Jun­gen ist das ganz schwie­rig: Der sitzt in sei­nem Kin­der­zim­mer vor dem Rech­ner und hat Kon­takt mit den Is­lam­lis­ten“. Des­halb müs­se die Su­che nach po­ten­zi­el­len Tä­tern im In­ter­net in­ten­si­viert wer­den. Der GdPVor­sit­zen­de wies dar­auf hin, dass auch Kin­der bei ent­spre­chen­der Ge­fähr­lich­keit in ge­schlos­se­nen Ju­gend­ein­rich­tun­gen un­ter­ge­bracht und da­mit aus dem Ver­kehr ge­zo­gen wer­den kön­nen.

Zwölf­jäh­ri­ger un­ter Ver­dacht

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