Heu und Geld un­ter der De­cke

Der Sonntag (Mittelbaden) - - DIE REGION -

„Weih­nach­ten läuft bei mir tat­säch­lich Jahr für Jahr ex­akt gleich ab. Es fängt da­mit an, dass mein Va­ter und ich im­mer zu spät die Tan­ne kau­fen und zit­tern müs­sen, ob es noch ei­nen schö­nen Baum gibt! Aber der schöns­te war­tet im­mer ir­gend­wo ver­las­sen in der Ecke und lä­chelt uns an! Der Weih­nachts­baum sorgt für die ge­müt­li­che At­mo­sphä­re und muss strah­len wie ei­ne Prin­zes- sin! :) Für das Schmü­cken (dau­ert cir­ca vier St­un­den) bin ich ver­ant­wort­lich. Im­mer am Abend vor Hei­lig­abend. Tra­di­tio­nell gibt es in Po­len an Hei­lig­abend zwölf Ge­rich­te, die an die An­zahl der Mo­na­te so­wie die zwölf Apos­tel er­in­nern. Au­ßer­dem wird an dem ge­deck­ten Tisch im­mer ein Tel­ler für ei­nen un­er­war­te­ten Gast be­reit­ge­stellt, un­ter die Tisch­de­cke legt man sym­bo­lisch Heu und Geld. Wir ver­brin­gen Hei­lig­abend im­mer im Krei­se der Fa­mi­lie. Es wird er­zählt, ge­sun­gen und stun­den­lang ge­ges­sen. Üb­ri­gens erst dann, wenn der ers­te Stern am Him­mel er­leuch­tet. Um Mit­ter­nacht ge­hen wir zur Christ­met­te und fei­ern die nächs­ten zwei Ta­ge dann aus­gie­big mit Freun­den und Nach­barn! Ich lie­be Weih­nach­ten!“

Fo­to: avs

Die Schau­spie­le­rin Na­ta­lia Ave­lon wur­de in Bres­lau (Po­len) ge­bo­ren und wuchs in Ett­lin­gen auf. Sie wur­de be­rühmt durch den Film „Das wil­de Le­ben“.

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