Mo­de­be­wuss­te ti­cken klas­sisch

Auch Arm­band­uh­ren für jun­ge Leu­te ge­fal­len jetzt ver­mehrt in eher tra­di­tio­nel­len For­men

Der Sonntag (Mittelbaden) - - MODE & STIL -

Lan­ge Zeit wa­ren Uh­ren von den meis­ten Hand­ge­len­ken ver­schwun­den. Das Han­dy gibt ja auch die Zeit vor. Doch lang­sam kom­men die Arm­band­uh­ren wie­der zu­rück – als mo­di­sche Ac­ces­soires, als stil­vol­le Be­kennt­nis­se und auch als Sta­tus­sym­bol. Was liegt da­bei der­zeit im Trend? Die Ant­wort dar­auf weiß Joa­chim Dün­kel­mann vom Bun­des­ver­band der Ju­we­lie­re, Schmuck- und Uh­ren­fach­ge­schäf­te: „Der Trend bei Uh­ren geht ganz ein­deu­tig in Rich­tung Klas­sik – selbst bei Mo­del­len für jun­ge Leu­te setzt sich die­se Ten­denz durch“, sagt er. Wo­bei es ein Zei­chen der Mo­de ist, dass es selbst in­ner­halb der klas­si­schen Gestal­tun­gen Trend­ent­wick­lun­gen gibt. Der­zeit be­liebt sind schlicht ge­hal­te­ne Mo­del­le mit fla­chem Zif­fer­blatt. Die­se Uh­ren müs­sen nicht un­be­dingt teu­er sein. Al­ler­dings, so sagt Joa­chim Dün­kel­mann auch: „Vie­le Lu­xus-Mar­ken ha­ben ih­re klas­si­schen Mo­del­le neu auf­ge­legt.“Die­se Rück­kehr zu al­ten Wer­ten füh­re da­zu, „dass Ma­te­ria­li­en wie Weiß- und Ro­sé­gold zur­zeit ein Come­back fei­ern“. Und wie se­hen ak­tu­ell an­ge­sag­te Arm­bän­der aus? Das Le­der­arm­band legt im Zu­ge der Rück­kehr zu klas­si­schen Uh­ren eben­falls ein Come­back hin. Das be­ob­ach­tet Al­bert Fi­scher, Vi­ze­prä­si­dent des Zen­tral­ver­bands für Uh­ren, Schmuck und Zeit­mess­tech­nik. Da­bei ste­hen vor al­lem Rep­ti­li­en­prä­gun­gen hoch im Kurs. Wer je­doch Me­tall be­vor­zugt, muss nicht dar­auf ver­zich­ten: „Stahl- und vor al­lem Mi­la­nai­se-Arm­bän­der blei­ben eben­falls ge­fragt“, sagt Fi­scher. Letz­te­re be­ste­hen aus dün­nen, ge­floch­te­nen Me­tall­fä­den. Und wel­ches Uhr­werk soll es sein – mecha­nisch oder Quarz? Das ist ei­ne wich­ti­ge Fra­ge beim Kauf von Uh­ren. „Hier hat sich her­aus­ge­stellt, dass Frau­en eher Quarz­uhr­wer­ke be­vor­zu­gen“, sagt Gui­do Groh­mann vom Bun­des­ver­band Schmuck, Uh­ren, Sil­ber­wa­ren und ver­wand­te In­dus­tri­en. „Das liegt pri­mär dar­an, dass die­se prak­ti­scher sind als me­cha­ni­sche Wer­ke.“Die­se Uhr­wer­ke sind eher Män­ner­sa­che – schlicht und ein­fach, „weil die­se ein Fai­b­le für die Tech­nik ha­ben“, wie Groh­mann die ge­schlechts­spe­zi­fi­schen Un­ter­schie­de er­klärt. Der Un­ter­schied zwi­schen ei­nem me­cha­ni­schen und ei­nem Quarz-Uhr­werk ist schnell er­klärt: Ei­ne me­cha­ni­sche Uhr wird per Hand auf­ge­zo­gen, bei Quarz­uh­ren über­nimmt das ein Quarz­kris­tall. Wo­zu ra­ten die Uh­ren­ex­per­ten bei der Aus­wahl ei­nes Uh­ren­ge­schen­kes? „Na­tür­lich soll­te man sich vor dem Ver­schen­ken ei­ner Uhr auch fra­gen, wann sie ge­tra­gen wer­den soll“, meint Al­bert Fi­scher. „So stellt sich für Her­ren die Fra­ge: Zum An­zug oder zum sport­li­chen Out­fit? Bei Letz­te­rem kä­me dann auch ein Chro­no­graph in­fra­ge.“Auch die­ser Uh­ren­typ mit Stopp­funk­ti­on bleibt in Mo­de. Eben­so wie die Smart­watch. Und bei weib­li­chen Uh­ren­trä­ge­rin­nen soll­te man im­mer auch die Schmuck­funk­ti­on der Arm­band­uhr im Au­ge be­hal­ten – die Arm­band­uhr soll­te sti­lis­tisch mit an­de­ren Schmuck­stü­cken, die die Frau trägt, har­mo­nie­ren. Was ist mit den Far­ben – spie­len die ak­tu­ell über­haupt ei­ne Rol­le? Uh­ren in auf­fäl­li­gen Far­ben wa­ren lan­ge Zeit ein Ver­kaufs­hit. Und es gilt wei­ter­hin: Wie bei an­de­ren Ac­ces­soires gibt es auch bei Uh­ren stets sai­so­na­le Trend­far­ben. „Im hoch­prei­si­gen Seg­ment ist bei­spiels­wei­se ein kraft­vol­les Blau ein gro­ßes The­ma“, sagt Gui­do Groh­mann. „An­sons­ten sind zar­te Pa­s­tel­le wie Ro­sa oder Tür­kis nach wie vor an­ge­sagt.“Doch die Klas­si­ker un­ter den Arm­band­uh­ren sind eher de­zent – oder eben aus Gold. mag

Me­cha­ni­sche Uhr­wer­ke sind eher Män­ner­sa­che

Fo­to/Mo­del­le: s.Oli­ver ti­me

Die der­zeit an­ge­sag­ten Uh­ren­mo­del­le sind eher klas­sisch ge­stal­tet – und wer­den oft mit ei­nem Le­der­arm­band ge­tra­gen.

Fo­to/Mo­dell: Ice-Watch

Fo­to/Mo­dell: Tho­mas Sabo

Fo­to/Mo­dell: Jung­hans

Fo­to/Mo­dell: Da­ni­el Wel­ling­ton

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