Rei­se­mo­sa­ik

Der Sonntag (Mittelbaden) - - REISE & URLAUB - Mag

Tou­ris­ten­flau­te in Tu­ne­si­en: Die Zahl der deut­schen Ur­laubs­gäs­te in Tu­ne­si­en war in der Sai­son 2016 wei­ter rück­läu­fig. Von Ja­nu­ar bis Sep­tem­ber zähl­te das Land 94971 deut­sche Gäs­te – ein Mi­nus von 47 Pro­zent im Ver­gleich zum ent­spre­chen­den Vor­jah­res­zeit­raum, wie Zah­len des tu­ne­si­schen Frem­den­ver­kehrs­am­tes zei­gen. Da­bei war der Tou­ris­mus be­reits 2015 we­gen An­schlä­gen in Tunis und Port El-Kan­taoui mit vie­len To­ten stark ein­ge­bro­chen: Im Jahr 2014 ka­men noch 425648 deut­sche Tou­ris­ten, 2015 nur noch 218 403.

Neu­es Pas­sa­gier­schiff: Mehr­mals täg­lich fährt ein Pas­sa­gier­schiff zwi­schen den Städ­ten Hai­fa und Ak­ko, teilt das Is­rae­li­sche Ver­kehrs­bü­ro mit. Die Über­fahrt dau­ert 45 Mi­nu­ten und bie­tet Aus­bli­cke auf das Kar­mel­ge­bir­ge und Fi­scher­hä­fen in der Bucht. Ei­ne ein­fa­che Fahrt kos­tet um­ge­rech­net rund sie­ben Eu­ro, ein Ti­cket für Hin- und Rück­fahrt liegt bei et­wa zwölf Eu­ro.

Un­ter den Fern­rei­se­zie­len wa­ren zu­letzt vor al­lem die Ka­ri­bik mit der Do­mi­ni­ka­ni­schen Re­pu­blik und Ku­ba ge­fragt. Auch Süd­afri­ka, Na­mi­bia und Ke­nia zo­gen wie­der deut­lich mehr deut­sche Tou­ris­ten an. Die Emi­ra­te am Per­si­schen Golf leg­ten leicht zu. Das zei­gen GfK-Zah­len, die der Deut­sche Rei­se­ver­band (DRV) prä­sen­tiert hat. Die USA, Thai­land und die Ma­le­di­ven wur­den we­ni­ger ge­bucht. Die See­rei­se auf ei­nem Kreuz­fahrt­schiff wird bei deut­schen Ur­lau­bern eben­falls zu­neh­mend be­lieb­ter – ein Trend, der sich seit Jah­ren fort­setzt. Die Ver­an­stal­ter er­ziel­ten bei Kreuz­fahr­ten zu­letzt ein Um­satz­plus im ho­hen ein­stel­li­gen Pro­zent­be­reich, so der DRV. Un­ter den klas­si­schen Ba­de­zie­len ver­lo­ren vor al­lem die Tür­kei, Ägyp­ten und Tu­ne­si­en vie­le deut­sche Gäs­te. Mehr Ur­lau­ber als im ver­gan­ge­nen Jahr reis­ten da­ge­gen nach Spa­ni­en, Grie­chen­land, Por­tu­gal und Bul­ga­ri­en. Auch Ur­laub in Deutsch­land war be­liebt.

Der pri­va­te Au­to­zug­an­bie­ter Eu­ro-Ex­press hat 2017 ei­ne neue Ver­bin­dung von Düsseldorf nach Li­vor­no in der Tos­ka­na im Pro­gramm. Das zur Mül­ler-Tou­ris­tik-Grup­pe ge­hö­ren­de Un­ter­neh­men bie­tet im Ju­li und Au­gust neun Ter­mi­ne auf die­ser Stre­cke an. Vom Mai 2017 an wer­den au­ßer­dem Ver­bin­dun­gen zwi­schen Düsseldorf und Ve­ro­na an­ge­bo­ten. Die ge­plan­ten Zie­le Vil­lach in Ös­ter­reich und Koper in Slo­we­ni­en nimmt Eu­ro- Ex­press hin­ge­gen wie­der aus dem Pro­gramm her­aus. Ge­plant sei aber, bei­de Zie­le im Jahr 2018 ins Pro­gramm auf­zu­neh­men, wenn Bau­ar­bei­ten auf der Stre­cke be­en­det sind, so ein Spre­cher.

Durch Prio­ri­ty Bo­ar­ding kom­men El­tern mit klei­nen Kin­dern nicht schnel­ler ins Flug­zeug – und zwar dann, wenn ein Bus die Fa­mi­lie zur Ma­schi­ne fährt. „Aus dem Zu­brin­ger­bus stei­gen sie dann als Letz­te aus und dür­fen sich mit Kind und Hand­ge­päck auf dem Arm durch vol­le Sitz­rei­hen quet­schen“, er­läu­tert Fa­mi­li­en­buch-Au­to­rin Jen­ny Men­zel. Da­bei soll das Prio­ri­ty Bo­ar­ding Fa­mi­li­en ei­gent­lich mehr Zeit ge­ben, um im Flug­zeug den Kin­der­sitz in­stal­lie­ren zu kön­nen.

Un­ter Win­ter­sport­lern in den Al­pen ist Zer­matt wei­ter­hin das be­lieb­tes­te Ski­ge­biet. Das er­gab ei­ne Be­fra­gung von rund 49000 Ski- und Snow­board­fah­rern in 54 aus­ge­wähl­ten Ski­ge­bie­ten, mit der al­le zwei Jah­re das „Best Ski Re­sort“ge­kürt wird. Be­reits 2014 er­reich­te Zer­matt die bes­ten Um­fra­ge­wer­te. Auf Platz zwei lan­de­te Li­vi­gno in der Lom­bar­dei in Nord­ita­li­en. Auf Rang drei kam Ser­faus-Fiss-La­dis in Ti­rol. Da­nach fol­gen Kron­platz, Saas-Fee, Grö­den/Val Gar­de­na, Adel­bo­den-Lenk, Al­ta Ba­dia, Aletsch Are­na und Ober­gur­glHoch­gurgl, teilt das Be­ra­tungs­un­ter­neh­men Moun­tain Ma­nage­ment mit, das Her­aus­ge­ber der Stu­die ist. Die Be­deu­tung der Ski­ge­biets­grö­ße und des Pis­ten­an­ge­bots sind im Ver­gleich zur vor­he­ri­gen Be­fra­gung leicht ge­sun­ken – gleich­wohl ist es wei­ter das wich­tigs­te Kri­te­ri­um für Win­ter­sport­ler. Grö­den/Val Gar­de­na liegt hier auf Platz eins. Der Fak­tor Schnee­si­cher­heit ist Win­ter­sport­lern wich­ti­ger ge­wor­den: Saas-Fee punk­tet hier am meis­ten.

Bei Um­fra­gen spit­ze: Zer­matt mit dem be­rühm­ten Mat­ter­horn hat un­ter Win­ter­sport­lern den bes­ten Ruf im Al­pen­raum. Fo­to: Swiss image

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