Sonn­tags-Cock­tail

Der Sonntag (Mittelbaden) - - WETTER -

Die Pro­test-Le­ser: Ein har­scher Kom­men­tar des künf­ti­gen US-Prä­si­den­ten Trump über die an­geb­lich schlech­te Wirt­schafts­la­ge des Ma­ga­zins „Va­ni­ty Fair“hat die­sem ei­nen Re­kord an Neu-Abon­nen­ten be­schert. Trump hat­te sich er­bost über die Zeit­schrift ge­äu­ßert, nach­dem dort ei­ne schlech­te Kri­tik zu ei­nem sei­ner Re­stau­rants er­schie­nen war. „Hat sich ir­gend­wer die rich­tig schlech­ten Ver­kaufs­zah­len vom @Va­ni­ty­Fair Ma­ga­zi­ne an­ge­se­hen?“, frag­te Trump in Twit­ter. Aus­ge­löst wur­de Trumps Wu­t­aus­bruch durch ei­ne Re­stau­rant­kri­tik, in der das Bis­tro „Trump Grill“in New York das „wo­mög­lich schlech­tes­te Re­stau­rant Ame­ri­kas“ge­nannt wur­de. Dem Ma­ga­zin brach­te die Re­ak­ti­on Trumps al­lein in 24 St­un­den 13 000 neue Abon­nen­ten, wie ei­ne Spre­che­rin sag­te. Auf der Web­site wirbt „Va­ni­ty Fair“nun mit dem Spruch für sich, es sei das „Ma­ga­zin, von dem Trump nicht will, dass Sie es le­sen“. AFP

Schau­spie­ler Se­bas­ti­an Koch („Das Le­ben der An­de­ren“) mag Weih­nach­ten vor al­lem als Fa­mi­li­en­fest. „Man kocht zu­sam­men und man hat ein­fach be­sinn­li­che St­un­den. Das ist schön“, sag­te der aus Karls­ru­he stam­men­de Schau­spie­ler dem Hes­si­schen Rund­funk. Auf dem Spei­se­plan an Hei­lig­abend ste­hen bei dem 54-Jäh­ri­gen Nürn­ber­ger Rost­brat­würst­chen mit schwä­bi­schem Kar­tof­fel­sa­lat, Feld­sa­lat und Bier. „Al­so ganz sim­pel ei­gent­lich.“Vor­weih­nacht­li­che Hek­tik ver­sucht Koch zu ver­mei­den. „Die­ses Ge­schen­ke kau­fen, und dann auf den letz­ten Drü­cker, da hab ich mich seit ein paar Jah­ren aus­ge­klinkt.“

Eck­art von Hirsch­hau­sen (49) hält „Su­per­food“für über­flüs­sig. „Su­per­food ist Su­per­mar­ke­ting! Go­ji­bee­ren und Chi­a­sa­men sind bei­na­he ge­nau­so ge­sund wie Pa­pri­ka, Brok­ko­li oder Lein­sa­men“, sag­te der Me­di­zi­ner und Buch­au­tor „Der Welt“. „Aber weil sie teu­rer und exo­ti­scher sind, glau­ben wir ger­ne, die kön­nen et­was Be­son­de­res.“Hirsch­hau­sen fragt: „Wem ist denn in den letz­ten Jahr­zehn­ten ein An­ge­hö­ri­ger an Skor­but, sprich Vit­amin-C-Man­gel, ge­stor­ben? Nie­man­dem? Über­ra­schung!“Wer sich aus­ge­wo­gen er­näh­re, brau­che we­der Su­per­food noch Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel. Ihn är­ge­re, dass ge­schätzt ei­ne Mil­li­ar­de Eu­ro al­lein für Vit­amin­prä­pa­ra­te aus­ge­ge­ben wür­den, die „nach­weis­lich nichts nut­zen und in hö­he­ren Do­sen so­gar scha­den“. Ein paar tau­send Ki­lo­me­ter wei­ter er­blin­de­ten Kin­der, weil ih­nen tat­säch­lich Vit­ami­ne fehl­ten, „und sie könn­ten für zwei Eu­ro im Jahr ge­nug be­kom­men“, sag­te der Arzt. Er spen­de ei­nen Teil des Er­lö­ses sei­nes Bu­ches („Wun­der wir­ken Wun­der“) an die Welt­hun­ger­hil­fe, da­mit in Sim­bab­we vit­amin­hal­ti­ges Ge­mü­se an­ge­baut wer­den kann. „Das ist Su­per­food, wo es ge­braucht wird.“

Die fran­zö­si­sche Sän­ge­rin Patri­cia Kaas

(50) hat einst für Ge­or­ge Cloo­ney ge­schwärmt und ei­ne Chan­ce ver­passt. Sie ha­be den US-Schau­spie­ler auf ei­ner Par­ty aus Ver­se­hen ge­rem­pelt und nichts au­ßer „Ent­schul­di­gung“her­vor­ge­bracht, sag­te Kaas der „Süd­deut­schen Zei­tung“. „So was Idio­ti­sches. Ge­or­ge Cloo­ney! Da­nach woll­te ich vor Wut in mei­ne Hand­ta­sche bei­ßen. Wä­re ich nur ein­fach fre­cher ge­we­sen.“Aber sie ha­be sich nicht ge­traut: „Viel­leicht wä­re das jetzt an­ders, aber nun ist es eh zu spät, Herr Cloo­ney ist ja ver­hei­ra­tet“, sag­te die Sän­ge­rin, die auf ih­rer Welt­tour­nee 2017 auch nach Deutsch­land kommt. avs

Fo­to: avs

Vor Wut hät­te sie ein­mal fast in ih­re Hand­ta­sche ge­bis­sen: Patri­cia Kaas.

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