Tor­los aber hoch­zu­frie­den

KSC ge­gen Braun­schweig das bes­se­re Team / Tor­res pro­vo­ziert Kwas­ni­ok

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Ha­rald Lin­der

Als sich die KSC-Fa­mi­lie ges­tern Abend im „Cra­zy Pa­lace“zur Weih­nachts­fei­er traf, herrsch­te trotz der Null­num­mer ge­gen Ein­tracht Braun­schweig ei­ne recht ent­spann­te Stim­mung. Die Mann­schaft von In­te­rims­trai­ner Lu­kas Kwas­ni­ok war ge­gen den Ta­bel­len­füh­rer vor of­fi­zi­ell 12 096 Zu­schau­ern zwar über die ge­sam­te Spiel­zeit die bes­se­re Mann­schaft. Den­noch hat­ten die BlauWei­ßen Glück, dass sie nicht als Ver­lie­rer vom Platz gin­gen, denn als Sau­lo De­car­li in der 65. Mi­nu­te mit ei­nem Frei­stoß die Lat­te traf und Ken Rei­chel den Ab­pral­ler im KSC-Tor un­ter­brach­te, ent­schied Schieds­rich­ter Flo­ri­an Bad­stüb­ner auf Ab­seits. Es blieb beim 0:0. Es war das vor­erst letz­te Spiel von Lu­kas Kwas­ni­ok als Chef­trai­ner des KSC. Im neu­en Jahr kehrt er wie­der zur U 19 zu­rück. Auch, weil er noch kei­ne Li­zenz als Fuß­ball­leh­rer hat. Dass der 35-Jäh­ri­ge der Mann­schaft in den letz­ten zwei Wo­chen nach der Ent- von To­mas Oral wie­der Le­ben ein­ge­haucht hat, war ge­gen die Nie­der­sach­sen von der ers­ten Mi­nu­te an zu se­hen. Die Drei­er­ket­te mit Den­nis Kem­pe, dem wie­der ge­ne­se­nen Bjar­ne Tho­el­ke und ei­nem er­neut sehr sou­ve­rä­nen Jor­di Fi­gueras als Ab­wehr­chef, die bei geg­ne­ri­schem Ball­be­sitz durch Mat­thi­as Ba­der und Cha­r­al­am­pos Mavri­as zu ei­ner Fün­fer-Ab­wehr­rei­he wur­de, ließ fast nichts zu und im Mit­tel­feld setz­te ein bä­ren­star­ker Hi­ro­ki Ya­ma­da sei­ne Mit­spie­ler im­mer wie­der in Sze­ne. So auch nach ei­nem Frei­stoß in der 38. Spiel­mi­nu­te, als Gri­scha Prö­mel in aus­sichts­rei­cher Po­si­ti­on zum Schuss kam, aber die­se Chan­ce nicht nut­zen konn­te. Auch im zwei­ten Spiel­ab­schnitt blieb der KSC feld­über­le­gen und als Mar­vin Meh­lem in der 55. Mi­nu­te von Jim­my Hof­fer frei­ge­spielt wur­de und aus et­wa zwölf Me­tern schoss, hat­ten die Zu­schau­er schon den Tor­schrei auf den Lip­pen. Doch der Ball flog knapp über das Braun­schwei­ger Ge­häu­se. Am En­de blieb es beim 0:0, das dem KSC zwar nur ei­nen Punkt, aber neu­en Mut für die Rück­run­de brin­gen soll­te, wie Kwas­ni­ok mein­te, der nach dem Schluss­pfiff von den Fans ge­fei­ert wur­de. „Ich muss das Kom­pli­ment an die Mann­schaft wei­ter­ge­ben. Die Spie­ler wa­ren in den zwei Wo­chen, die ich jetzt mit ih­nen ar­bei­ten durf­te, to­tal en­ga­giert und ha­ben auch heu­te wie­der al­les ge­ge­ben. Wenn das Team so wei­ter­macht, wo­von ich über­zeugt bin, wird es da un­ten raus kom­men“, mein­te er. Für Bjar­ne Tho­el­ke und Ma­nu­el Tor­res en­las­sung de­te das Spiel ge­gen Braun­schweig nicht wie ge­wünscht. Tho­el­ke muss­te aus­ge­wech­selt wer­den, weil ihm die ge­gen Fürth er­lit­te­ne Kopf­ver­let­zung zu schaf­fen mach­te und Tor­res ver­hielt sich bei sei­ner ge­plan­ten Ein­wechs­lung der­ma­ßen lust­los, dass ihn Kwas­ni­ok so­fort wie­der auf die Bank be­or­der­te und da­für Yann Rolim brach­te.

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