Im zwei­ten Sprung ging nichts

DSV-Ad­ler Frei­tag ver­gibt sei­ne Füh­rung aus dem ers­ten Durch­gang

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Erik Roos

Richard Frei­tag ließ ent­täuscht die Schul­tern hän­gen, Se­ve­rin Freund rang sich zu­min­dest ein klei­nes Lä­cheln ab: Die deut­schen Ski­sprin­ger sind beim Welt­cup in En­gel­berg am Po­dest vor­bei­ge­flo­gen, mehr als der sieb­te Platz durch den er­neut bes­ten DSV-Ad­ler Mar­kus Ei­sen­bich­ler war in der Schweiz nicht zu ho­len. Sei­nen ers­ten Sai­son­sieg fei­er­te der Ös­ter­rei­cher Micha­el Hay­böck vor Welt­cup-Spit­zen­rei­ter Do­men Pre­vc aus Slo­we­ni­en und Andre­as Kof­ler (Ös­ter­reich). Al­len vor­an für Frei­tag war auf der letz­ten Sta­ti­on vor der Vier­schan­zen­tour­nee mehr drin. Der 25-Jäh­ri­ge aus Aue stand im ers­ten Durch­gang mit 140,0 Me­ter den wei­tes­ten Satz des Ta­ges und lag zur Halb­zeit hin­ter Hay­böck so­gar auf Rang zwei. „Das war mein bes­ter Sprung der Sai­son“, sag­te der Sach­se, der 2014 in En­gel­berg ge­won­nen hat­te und dort nun zum sechs­ten Mal in Fol­ge in den Top Ten lan­de­te. Im zwei­ten Durch­gang reich­te es aber nur noch zu 126,5 Me­ter und am En­de zum ach­ten Platz. Der lan­ge ver­letz­te Welt­meis­ter Se­ve­rin Freund ver­bes­ser­te sich auf der um­ge­bau­ten Tit­lis-Schan­ze vom 20. auf den zehn­ten Rang, be­fin­det sich zwölf Ta­ge vor dem Tour­nee-Auf­takt in Oberst­dorf aber noch im­mer von sei­ner Best­form ent­fernt. „Ich muss die Her­aus­for­de­rung an­neh­men und bes­ser wer­den“, sag­te Freund, der im ers­ten Durch­gang wie zahl­rei­che pro­mi­nen­te Mit­strei­ter Pech mit dem Wind hat­te. Bes­ter Deut­scher war so­mit zum vier­ten Mal in Fol­ge Mar­kus Ei­sen­bich­ler. Ei­ne Wo­che nach sei­nem drit­ten Rang in Lil­le­ham­mer be­leg­te der 25-Jäh­ri­ge nach dem ers­ten Sprung nur den 23. Rang, roll­te im zwei­ten Durch­gang mit der dritt­bes­ten Wei­te von 137,0 Me­ter aber das Feld von hin­ten auf. „Ich bin hier nicht gut rein­ge­kom­men, aber im zwei­ten ha­be ich ge­merkt: Okay, jetzt ist das Ge­fühl wie­der da“, sag­te Ei­sen­bich­ler. Im Ge­samt­welt­cup führt der 17 Jah­re al­te Do­men Pre­vc mit 440 Punk­ten nun deut­lich vor dem Nor­we­ger Da­ni­el And­re Tan­de (358), der Rang vier be­leg­te. Drit­ter ist Ste­fan Kraft aus Ös­ter- reich (271), Freund fiel mit 259 Zäh­lern auf den fünf­ten Rang zu­rück. Vier­schan­zen­tour­nee-Sie­ger Pe­ter Pre­vc (24), der im Vor­jahr bei­de Wett­be­wer­be in En­gel­berg ge­won­nen hat­te, stürz­te zum zwei­ten Mal in die­ser Sai­son nach der Lan­dung und be­leg­te nur den 27. Rang, Ce­ne Pre­vc (20) sam­mel­te als 30. noch ei­nen Punkt. Erst­mals wa­ren al­le drei Brü­der ge­mein­sam bei ei­nem Welt­cup am Start – bes­ter war aber er­neut Te­enager Do­men, der im­mer mehr zum Tour­nee­Fa­vo­ri­ten Num­mer eins wird.

Bes­ter im ers­ten Durch­gang: Richard Frei­tag konn­te sich lan­ge Zeit Hoff­nung auf ei­nen Po­dest­platz beim Welt­cup in En­gel­berg ma­chen. Im zwei­ten Durch­gang schaff­te er nur noch 126,5 Me­ter und lan­de­te im Ge­samt­er­geb­nis auf dem ach­ten Rang. Fo­to: avs

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