Du­ell auf Au­gen­hö­he

Bun­des­li­ga Frau­en: SC Sand heu­te beim 1. FFC Frankfurt

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Udo Küns­ter

Der SC Sand hat mit 17 Punk­ten nach zehn Spiel­ta­gen der Frau­en-Bun­des­li­ga schon so vie­le Punk­te auf dem Kon­to wie zu Be­ginn der Win­ter­pau­se in der ver­gan­ge­nen Sai­son. Heu­te um 14 Uhr kann die­se Bi­lanz beim Ta­bel­len­nach­barn 1. FFC Frankfurt nicht nur ver­bes­sert, son­dern ein un­mit­tel­ba­rer Kon­kur­rent auf Ab­stand ge­hal­ten wer­den. Für Sands Trai­ner Co­lin Bell, der im De­zem­ber vor ei­nem Jahr nach dem Ge­winn des DFB-Po­kals 2014 und der Cham­pi­ons Le­ague 2015 vom FFC zum nor­we­gi­schen Erst­li­gaAuf­stei­ger Avalds­nes IL wech­sel­te, ist es die Rück­kehr in die ehe­ma­li­ge sport­li­che Hei­mat. Seit die­sem Som­mer ist der En­g­län­der in der Or­ten­au im Ein­satz. Sei­ne neue Mann­schaft wird auf ein Team tref­fen, in dem noch sie­ben Spie­le­rin­nen aus sei­ner Zeit in Frankfurt ste­hen. Und man be­geg­net sich auf Au­gen­hö­he. Sand ist als Sechs­ter ei­nen Punkt und Ta­bel­len­platz bes­ser als der 1. FFC. Doch Co­lin Bell will mehr. „Wir spie­len im­mer um drei Punk­te, um so ei­nen wei­te­ren Schritt nach vor­ne zu ma­chen. Auch wenn es nor­mal wä­re, wenn wir in Frankfurt nichts ho­len“, sagt Sands Trai­ner. Mit nur fünf Ge­gen­to­ren ge­hört sei­ne Mann­schaft zu den ab­wehr­stärks­ten Teams der Li­ga. Ihm ist be­wusst, dass nur dann et­was Zähl­ba­res in Frankfurt zu ho­len ist, wenn die Kom­pakt­heit be­ste­hen bleibt: „Wenn wir ge­gen Frankfurt die Räu­me öff­nen, dann wer­den wir über­rollt.“Dies sei Bo­rus­sia Mön­chen­glad­bach beim 0:8 im ers­ten Sai­son­spiel in Frankfurt eben­so pas­siert wie Es­sen und Jena, die bei­de ei­nen Sieg aus der Hand ga­ben. Was aber auch funk­tio­nie­ren muss, ist die Ef­fek­ti­vi­tät beim Tor­ab­schluss. Im Heim­spiel ge­gen Jena ha­be man es ver­säumt, das Spiel vor­zei­tig zu ent­schei­den. Auch die Spie­le in Pots­dam, ge­gen Bay­ern Mün­chen und in Frei­burg hät­ten an­ders ver­lau­fen kön­nen. Zu­min­dest lich­tet sich der­zeit das La­za­rett. Jo­va­na Dam­nja­no­vic be­kam schon ge­gen Jena ei­ne kur­ze Ein­satz­zeit und die ExFrank­fur­te­rin Sil­va­na Cho­j­now­ski ist im Trai­ning wie­der voll be­last­bar. Ein­zig bei In­nen­ver­tei­di­ge­rin Lau­ra Vet­ter­lein, die eben­falls wie­der mit der Mann­schaft trai­niert, möch­te Co­lin Bell die Win­ter­pau­se ab­war­ten. Wie die Start­elf letzt­end­lich aus­sieht, wird Co­lin Bell erst kurz vor dem Spiel ent­schei­den. Wich­tig sei, dass al­le ein­ge­setz­ten Spie­le­rin­nen 90 Mi­nu­ten Gas ge­ben und sich für die Leis­tun­gen der Vor­run­de be­loh­nen. Mit 20 Punk­ten im Rü­cken könn­te man in der Rück­run­de um ei­ne noch bes­se­re Plat­zie­rung kämp­fen.

Co­lin Bell: Wir spie­len im­mer um drei Punk­te

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