Sonn­tags-Cock­tail

Der Sonntag (Mittelbaden) - - WETTER -

Die Va­ti­ka­ni­schen Mu­se­en wer­den dem­nächst zum ers­ten Mal in ih­rer Ge­schich­te von ei­ner Frau ge­lei­tet: Papst Fran­zis­kus er­nann­te die bis­he­ri­ge Vi­ze-Di­rek­to­rin Bar­ba­ra Jat­ta zur neu­en Di­rek­to­rin. Die 54-jäh­ri­ge Ita­lie­ne­rin über­nimmt den re­nom­mier­ten Pos­ten am 1. Ja­nu­ar von An­to­nio Pao­luc­ci. Der frü­he­re ita­lie­ni­sche Kul­tur­mi­nis­ter lei­te­te die Va­ti­ka­ni­schen Mu­se­en seit 2007. Die Va­ti­ka­ni­schen Mu­se­en be­her­ber­gen ei­ne der größ­ten Kunst­samm­lun­gen der Welt, dar­un­ter Meis­ter­wer­ke von Mi­che­lan­ge­lo und Raf­fa­el. Die Mu­se­en, zu de­nen auch die welt­be­rühm­te Six­ti­ni­sche Ka­pel­le ge­hört, zie­hen jähr­lich mehr als vier Mil­lio­nen Be­su­cher an.

US-Sän­ger Ja­mes Tay­lor hat ein ge­plan­tes Kon­zert auf den Phil­ip­pi­nen ab­ge­sagt, um ge­gen die Tö­tung tau­sen­der mut­maß­li­cher Dro­gen-Kri­mi­nel­ler zu pro­tes­tie­ren. Er hal­te sei­ne Mu­sik nicht für be­son­ders po­li­tisch, „aber manch­mal muss man ein­fach po­li­tisch Stel­lung be­zie­hen“, schrieb der Gram­my-ge­krön­te Song­wri­ter auf sei­ner Face­book-Sei­te und auf Twit­ter. Be­rich­te über die wahl­lo­se Tö­tung Ver­däch­ti­ger oh­ne Ge­richts­ver­fah­ren sei­en „zu­tiefst be­un­ru­hi­gend und in­ak­zep­ta­bel“.

Schrift­stel­le­rin Ju­li Zeh fän­de es gut, wenn An­ge­la Mer­kel (CDU) wei­ter Bun­des­kanz­le­rin bleibt. „Lasst uns die­ses Mut­ti-Boll­werk ein­fach noch vier Jah­re auf­recht er­hal­ten“, sag­te Zeh an­ge­sichts der be­weg­ten Er­eig­nis­se in die­sem Jahr dem „Stern“: „Wenn die jetzt geht, dre­hen al­le end­gül­tig durch.“Zeh steht ei­gent­lich der SPD na­he und mach­te 2009 für die Par­tei Wahl­kampf.

TV-Kri­ti­ker Oli­ver Kalk­ofe (51) hält Ein­schalt­quo­ten für über­schätzt. „Die Quo­te ist die Wur­zel al­len Übels, weil sie nicht die Rea­li­tät ab­bil­det!“, sag­te Kalk­ofe im In­ter­view mit dem „Münch­ner Mer­kur“. Ers­tens wer­de da­für das Fern­seh­ver­hal­ten von nur 6 000 Men­schen ge­mes­sen. „Da schnei­den die klei­nen Sen­der per se schlecht ab.“Wenn fünf oder zehn Leu­te, die ei­ne Sen­dung üb­li­cher­wei­se ein­schal­te­ten, mal nicht da sei­en, sei das be­reits ein De­sas­ter für den Markt­an­teil. „Zwei­tens wird heu­te auf an­de­re Art fern­ge­se­hen als frü­her, näm­lich über Me­dia­the­ken, über Strea­m­ing­diens­te und nicht mehr nur live im Wohn­zim­mer“, sag­te Kalk­ofe. Das flie­ße je­doch nicht in die Mes­sung ein. „Und drit­tens spielt es da kei­ne Rol­le, wie in­ten­siv in den so­zia­len Netz­wer­ken über ei­ne Sen­dung dis­ku­tiert wird. ,Strom­berg‘ oder Ha­rald Schmidt hat­ten nie ei­ne gu­te Quo­te, aber ei­ne un­fass­ba­re Re­le­vanz.“

Folk­sän­ge­rin Jo­an Ba­ez und die Grun­geRo­cker von Pe­arl Jam wer­den im kom­men­den Jahr in die Rock and Roll Hall of Fa­me auf­ge­nom­men. Wie das be­rühm­te Mu­se­um in Cleve­land mit­teil­te, kommt auch Gangs­ter-Rap­per Tu­pa Sha­kur post­hum in die Ruh­mes­hal­le des Rock – mehr als 20 Jah­re nach sei­nem ge­walt­sa­men Tod 1996. Wei­te­re Geehr­te sind die US-Rock­band Jour­ney so­wie die bri­ti­schen Rock­bands Yes und Electric Light Orches­tra (ELO) mit Jeff Lyn­ne. Da­ge­gen ging die Dis­co-Band Chic trotz ih­rer elf­ten No­mi­nie­rung im Ok­to­ber er­neut leer aus. Nur ihr Mit­grün­der, der Mu­sik­pro­du­zent Ni­le Rod­gers, wur­de in der Ne­ben­ka­te­go­rie „Her­aus­ra­gen­de mu­si­ka­li­sche Qua­li­tät“ge­ehrt.

Fo­to: So­ny

Das wur­de auch Zeit: Jeff Lyn­ne und ELO kom­men in die Ruh­mes­hal­le der Mu­sik.

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