OBER­LIN

Der Sonntag (Mittelbaden) - - DIE REGION -

Jo­hann Fried­rich Ober­lin, ge­bo­ren 1740 in Straß­burg, gilt als Be­grün­der der or­ga­ni­sier­ten Klein­kin­der­für­sor­ge in Eu­ro­pa. Als 27-Jäh­ri­ger wur­de er Pfar­rer von Wal­ders­bach im St­ein­tal. 1768 hei­ra­te­te er, sei­ne Frau Sa­lo­me ge­bar ihm neun Kin­der. Sie wirk­te bei der Aus­bil­dung von Er­zie­he­rin­nen für Klein­kin­der­schu­len mit. Ober­lin grün­de­te land­wirt­schaft­li­che Ver­ei­ne und führ­te mo­der­ne An­bau­me­tho­den ein. Für die Ide­en der Fran­zö­si­schen Re­vo­lu­ti­on war er auf­ge­schlos­sen. Nicht ak­zep­tie­ren woll­te er aber das Ver­bot von Got­tes­diens­ten. Un­ter dem Deck­man­tel von Club­ver­an­stal­tun­gen or­ga­ni­sier­te er re­li­giö­se Ver­samm­lun­gen. Zeit­wei­se saß er in Haft. Ober­lin, der ab 1795 wie­der of­fi­zi­ell als Pfar­rer tä­tig war, starb 1826 in Wal­der­bach.

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