Frei­er Ein­tritt zum Ge­burts­tag

Ka­na­da wird 150 / Be­son­de­res An­ge­bot für die 47 Na­tio­nal­parks

Der Sonntag (Mittelbaden) - - REISE & URLAUB -

Sma­ragd­grü­ne Se­en, end­lo­se Wäl­der, schnee­be­deck­te Ber­ge: Das ist Ka­na­da, Sehn­suchts­ziel für Wohn­mo­bi­lis­ten und Na­tur­freun­de. Ih­nen al­len macht das rie­si­ge Land zu sei­nem 150. Ge­burts­tag am 1. Ju­li ein be­son­de­res Ge­schenk: Das gan­ze Jahr über gibt es frei­en Ein­tritt in al­le 47 Na­tio­nal­parks und 168 his­to­ri­schen Aus­flugs­zie­le von Parks Ca­na­da. Frei ist üb­ri­gens nicht nur der Ein­tritt. Zu­sätz­lich be­kommt je­der Gast noch ei­ne sonst kos­ten­pflich­ti­ge Ak­ti­vi­tät kos­ten­los. Dar­un­ter sind zum Bei­spiel ei­ne Scho­ko­la­den­ver­kos­tung in der Fe­s­tung von Louis­bourg und ein Bad in den Hot Springs der ka­na­di­schen Ro­ckies. Wir stel­len acht Na­tio­nal­parks von Küs­te zu Küs­te vor, die un­be­dingt auf der Rou­te lie­gen soll­ten.

Ca­pe-Bre­ton

Ele­gant schwingt sich die Pan­ora­ma­stra­ße „Ca­bot Trail“über das Hoch­land der In­sel Ca­pe Bre­ton im Nor­den No­va Sco­ti­as, und nach je­der Kur­ve will man von Neu­em an­hal­ten, weil es ein­fach zu schön ist: Die grü­nen Wäl­der bis hin­un­ter zum At­lan­tik, die men­schen­lee­ren Buch­ten und die Bran­dung an den Fels­klip­pen. Ad­ler krei­sen über den Wel­len, gan­ze Ru­del von Wa­len schie­ßen ih­re Fon­tä­nen in die Luft. Der Ca­bot Trail ist als Rund­kurs an­ge­legt und ver­läuft auf 300 Ki­lo­me­tern zwi­schen Ingo­nish und Che­ti­camp. Star un­ter den 26 Wan­der­we­gen des Ca­pe-Bre­ton-High­land-Na­tio­nal­parks ist der Sky­line Trail. Die­se leich­te Rou­te führt et­wa zwei Fuß­stun­den über Berg­wie­sen hin­auf auf ein Kliff mit Pa­ra­de­blick auf den Sankt-Lo­renz-Strom.

Gros-Mor­ne-Na­tio­nal­park

Im Gros-Mor­ne-Na­tio­nal­park im Wes­ten von Neu­fund­land wur­de Erd­ge­schich­te ge­schrie­ben. Dort stie­ßen vor Mil­lio­nen von Jah­ren zwei Kon­ti­nen­te auf­ein­an­der, und es ent­stand ei­ne ein­zig­ar­ti­ge Land­schaft: die kar­gen Ta­b­le­lands – Tei­le des Erd­man­tels, die bei dem gi­gan­ti­schen Zu­sam­men­stoß nach oben ver­scho­ben wur­den. Im Dis­co­very Cent­re von Gros Mor­ne wird das Phä­no­men in­ter­ak­tiv ver­ständ­lich ge­macht.

Fo­ril­lon-Na­tio­nal­park

Fast senk­recht ra­gen die Klip­pen über dem Sankt-Lo­renz-Golf bis in 200 Me­ter Hö­he: Mit dem Fo­ril­lon-Na­tio­nal­park an ih­rer öst­li­chen Spit­ze en­det die Gas­pé-Halb­in­sel in Qué­bec, der fran­zö­sisch­spra­chi­gen Pro­vinz in Ka­na­das Os­ten. Wild, ma­jes­tä­tisch, rau ist die Land­schaft aus Meer, Steil­küs­te, schnell flie­ßen­den Flüs­sen und Was­ser­fäl­len. Be­su­cher wer­den im­mer wie­der von atem­be­rau­ren Aus­sichts­punk­ten über­rascht. Ganz be­son­ders kom­men Vo­gel­lieb­ha­ber auf ih­re Kos­ten: 225 Land­vo­gel­ar­ten und je­de Men­ge See­vö­gel – Kor­mo­ra­ne, See­schwal­ben und Pa­pa­gei­en­tau­cher zum Bei­spiel – le­ben und nis­ten hier.

Prinz-Al­bert-Na­tio­nal­park

Stil­ler geht es im Prinz-Al­bert Na­tio­nal­park in Sas­kat­che­wan zu: 200 Ki­lo­me­ter nörd­lich der Pro­vinz­haupt­stadt Sas­ka­toon sa­gen sich Ko­jo­te, Ot­ter, Dachs, Luchs und Fuchs gu­te Nacht. Be­son­der­heit in der Pr­ä­rie­land­schaft des Parks sind al­ler­dings die Büf­fel: Prinz Al­bert schützt als ein­zi­ges ka­na­di­sches Schutz­ge­biet ei­ne wild­le­ben­de Bi­son­her­de. Hun­der­te von Tei­chen, Se­en und Was­ser­läu­fen la­den zu ge­mäch­li­chen Ta­ges- oder Mehr­ta­ges­tou­ren per Ka­nu ein.

Banff-Na­tio­nal­park

In Al­ber­tas be­kann­tes­tem Schutz­ge­biet, dem Banff Na­tio­nal­park, sind Be­geg­nun­gen mit Bä­ren an der Ta­ges­ord­nung. Un­ge­zähm­te Flüs­se, kal­ben­de Glet­scher, schrof­fe Berg- rie­sen und tür­kis­far­be­ne See­ju­we­len sind das Mar­ken­zei­chen die­ses Parks in den Ro­cky Moun­ta­ins. Banff, quir­li­ger Haupt­ort im Park, und der sma­ragd­far­be­ne La­ke Loui­se sind im Som­mer Be­su­cher­ma­gne­te.

Jas­per-Na­tio­nal­park

Schon die An­rei­se ist spek­ta­ku­lär: Der Ice­field Park­way gilt zu Recht als Ame­ri­kas schöns­te Pan­ora­ma­stra­ße. Über 230 Ki­lo­me­ter führt die Fahrt von La­ke Loui­se nach Jas­per durch ei­ne ma­jes­tä­ti­sche Berg­welt, de­ren blau schim­mern­de Glet­scher zum Teil bis an den Stra­ßen­rand rei­chen. Im Park selbst gibt es Groß­horn­scha­fe und Hir­sche vom Au­to aus zu be­wun­dern, mit et­was Glück auch Berg­zie­gen und Schwarz­bä­ren. Top-At­trak­ti­on des Parks sind ge­führ­te Tou­ren in die bi­zar­re Eis­welt des Co­lum­bia Ice­fiel­ds.

Pa­ci­fic-Rim-Na­tio­nal­park

600 Jah­re al­te Baum­rie­sen re­cken sich in die Luft, hüft­ho­he Farn­bü­sche und mit Moos be­wach­se­ne Wur­zel­gi­gan­ten wu­chern zu ih­ben­den Fü­ßen. Bis di­rekt an den lan­gen, hel­len Sand­strand streckt der Ur­wald sei­ne grü­nen Fin­ger im Pa­ci­fic-Rim-Na­tio­nal­park an der West­küs­te von Van­cou­ver Is­land in Bri­ti­schKo­lum­bi­en. Treib­holz über­sät den Strand, bei Eb­be zei­gen sich Mu­scheln, See­ster­ne und See­ane­mo­nen in den Prie­len.

Klua­ne-Na­tio­nal­park

Glet­scher, Gip­fel und Grizz­lies: Der Klua­neNa­tio­nal­park an der Gren­ze zu Alas­ka ist halb so groß wie die Schweiz und da­bei völ­lig un­be­wohnt. Ge­mäch­lich fließt ei­ner der größ­ten nicht ark­ti­schen Glet­scher der Welt, das bis zu 1000 Me­ter mäch­ti­ge Klua­ne Ice­field lang­sam auf den Pa­zi­fik zu. Aus dem zu 80 Pro­zent von Eis be­deck­ten Na­tio­nal­park ragt fast 6000 Me­ter hoch Ka­na­das höchs­ter Berg, der Mount Lo­gan. Die kal­te Ma­gie der bis ins Unend­li­che rei­chen­den Eis­fel­der samt Ame­ri­kas viel­fäl­tigs­ter Braun­bä­ren­po­pu­la­ti­on lässt sich am bes­ten auf ei­nem der zahl­rei­chen Wan­der­we­ge be­wun­dern – oder mit ei­nem Busch­flug­zeug über die be­ein­dru­cken­de Glet­scher­welt.

Wild­nis, Wei­te, wil­de Tie­re: Ka­na­das Na­tio­nal­parks fei­ern 2017 ih­ren 150. Ge­burts­tag mit ei­nem Ge­schenk an die Be­su­cher: Der Ein­tritt ist das gan­ze Jahr lang frei. Fo­to: Tou­rism Jas­per

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