Do­ra­do für Ak­tiv­ur­lau­ber

Auf Gran Ca­na­ria ste­hen Tau­chen und Se­geln hoch im Kurs

Der Sonntag (Mittelbaden) - - REISE & URLAUB - Mag

Bei Gran Ca­na­ria den­ken die meis­ten nur an Pau­schal­tou­ris­mus, Bet­ten­bur­gen und Par­ty­mei­len an der Pla­ya del In­glés. Doch das heißt noch lan­ge nicht, dass man auf Gran Ca­na­ria nichts er­le­ben kann. So­gar im tou­ris­ti­schen Sü­den der In­sel kom­men Ak­tiv­ur­lau­ber auf ih­re Kos­ten – vor al­lem Was­ser­sport­ler. Die Ka­na­ren­in­sel ge­hört zu den bes­ten Sur­fre­vie­ren Eu­ro­pas. Auch der ehe­ma­li­ge deut­sche Wind­surf-Pro­fi Björn Dun­ker­beck hat in Pla­ya del In­glés ei­ne ei­ge­ne Surf­schu­le. Am Agui­la-Strand kön­nen An­fän­ger und Fort­ge­schrit­te­ne 220 Ta­ge im Jahr sur­fen. Kön­ner ver­schlägt es an die Nord­küs­te zwi­schen Las Pal­mas und Gáldar oder an die win­di­ge Ost­küs­te nach Po­zo Iz­quier­do, Var­gas und Ari­na­ga. Die Wind- und Wet­ter­be­din­gun­gen ma­chen Gran Ca­na­ria auch zu ei­nem erst­klas­si­gen Se­gel­re­vier, ins­be­son­de­re die Süd­west­küs­te zwi­schen Ar­gui­ne­gu­in und Pu­er­to de MoMe­ter gán. Nicht sel­ten kön­nen Seg­ler dort Del­fi­ne und so­gar Wa­le be­ob­ach­ten. Jer­ry O’Con­nor be­treibt seit 1998 sei­ne Tauch­ba­sis Ca­na­ry Di­ving Ad­ven­tures am Tau­ri­to-Strand ganz in der Nä­he von Pu­er­to de Mo­gán. Er taucht heu­te die „Cer­mo­nia II“an. Nur we­ni­ge Hun­dert Me­ter vom Strand ent­fernt liegt das knapp 36 Me­ter lan­ge Boot auf dem san­di­gen Mee­res­grund. Trom­pe­ten­fi­sche, Sar­di­nen und Bo­gas ha­ben im Wrack ihr zu Hau­se ge­fun­den. „Na­tür­lich ist das hier we­der mit den Ma­le­di­ven noch mit dem Ro­ten Meer zu ver­glei­chen. Aber lass dich doch ein­fach mal über­ra­schen“, sagt Ge­org Wolf, be­vor er zum nur we­ni­ge Me­ter ent­fern­ten Wrack der „Al­le­gran­za“ab­taucht. Schon seit mehr als 24 Jah­ren lebt der Lei­ter der deut­schen Ex­tra Di­vers Tauch­ba­sis in Pu­er­to de Mo­gán. Und da kommt auch schon die Über­ra­schung: ein U-Boot. Qu­ietsch­gelb nä­hert es sich mit ei­nem lei­sen Sur­ren und ist ei­gent­lich auch der Grund, war­um das knapp 40 lan­ge Fi­scher­boot „Al­le­gran­za“hier vor dem Ha­fen von Pu­er­to de Mo­gán über­haupt ver­senkt wur­de. Das U-Boot-Un­ter­neh­men hat gleich meh­re­re al­te Schif­fe in der Ge­gend un­ter­ge­hen las­sen, um sei­ne Tou­ren noch aben­teu­er­li­cher zu ma­chen. Bei der mit 45 Me­ter sehr tief lie­gen­den „Blue Bird“kön­nen Tau­cher im Blau­was­ser so­gar Ma­kre­len und Thun­fi­sche beim Ja­gen be­ob­ach­ten. Am Tauch­s­pot El Per­chel ge­nießt man im Strö­mungs­tauch­gang die Fels­land­schaft ein­fach im Vor­bei­trei­ben. Am Mo­gán West und El Ma­na­ti­al sind die vul­ka­ni­schen Fel­sen und Grot­ten nicht min­der schön. Ei­ner der viel­leicht be­kann­tes­ten Tauch­plät­ze auf Gran Ca­na­ria ist al­ler­dings El Ca­b­rón im gleich­na­mi­gen Ma­ri­ne­schutz­ge­biet von Ari­na­ga an der Ost­küs­te. Rie­si­ge Fisch­schwär­me tum­meln sich hier. Die meis­ten Tauch­s­pots fin­det man aber vor Pu­er­to de Mo­gán.

Sand so­weit das Au­ge blickt: Die Dü­nen von Mas­pa­lo­mas sind ei­ne At­trak­ti­on, die Ur­lau­ber mit der Ka­na­ren­in­sel Gran Ca­na­ria ver­bin­den. Fo­to: Mey­er

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