Sonn­tags-Cock­tail

Der Sonntag (Mittelbaden) - - WETTER - avs

De­si­gner Ha­rald Glööck­ler (51) könn­te sich nach der Gestal­tung ei­nes Bi­bel-Schmuck­schu­bers vor­stel­len, noch mal et­was für die Kir­che zu ma­chen. „Als Ma­ler fän­de ich es schön, ein Kir­chen­fens­ter zu de­si­gnen“, sag­te Glööck­ler, der schon zahl­rei­che Ge­mäl­de pro­du­ziert hat. „Aber da­zu ge­hö­ren ja auch wie­der zwei. Zu­erst müss­te ei­ne An­fra­ge kom­men.“Glööck­ler war – wie an­de­re Pro­mi­nen­te auch – von der Deut­schen Bi­bel­ge­sell­schaft ge­fragt wor­den, ob er ei­nen Buch­schu­ber für die Lu­ther­bi­bel 2017 ge­stal­ten will. Das Er­geb­nis prä­sen­tier­te er vor we­ni­gen Wo­chen. „Ich sah das als wun­der­vol­le und eh­ren­vol­le Auf­ga­be für ei­nen Künst­ler an“, er­in­nert sich Glööck­ler, der nach ei­ge­nen An­ga­ben evan­ge­lisch und gläu­big ist.

Der tsche­chi­sche Prä­si­dent Mi­los Ze­man (72) wünscht den Men­schen in sei­nem Land zum Jah­res­wech­sel „ein ge­fähr­li­ches Le­ben, ein Le­ben vol­ler Ri­si­ken und Kämp­fe“. Nur tra­di­ti­ons­ge­mäß „Ge­sund­heit, Glück und ein lan­ges Le­ben zu wün­schen, wä­re zu un­ori­gi­nell und ei­ne rei­ne Phra­se“, be­grün­de­te das Staats­ober­haupt im Ra­dio­sen­der Frek­vence 1 den ei­gen­tüm­li­chen Neu­jahrs­wunsch. Na­tür­lich wün­sche er den Men­schen Sie­ge und Er­fol­ge, sag­te Ze­man. „Aber wenn Sie kei­ne Kämp­fe aus­fech­ten, kön­nen sie auch nicht ge­win­nen und er­folg­reich sein“, er­klär­te der Prä­si­dent, der selbst im­mer wie­der mit kon­tro­ver­sen Äu­ße­run­gen für Zünd­stoff in der tsche­chi­schen Po­li­tik sorgt.

TV-Koch Stef­fen Hens­s­ler hat für das kom­men­de Jahr ei­ne neue Show an­ge­kün­digt. „Neu­es Re­stau­rant, neue Fern­seh­show und vor­her schön Ur­laub ma­chen“, be­schrieb der 44-Jäh­ri­ge sei­ne Plä­ne für das neue Jahr in ei­nem In­ter­view von Ra­dio SAW. „Noch ein ti­cken we­ni­ger ko­chen und biss­chen mehr es­sen“wol­le er in der neu­en Sen­dung. Mehr ver­riet Hens­s­ler zu dem neu­en For­mat nicht.

Kunst­samm­ler Frie­der Bur­da (80) könn­te sich vie­les leis­ten – doch Geld al­lein macht nicht glück­lich. „Ich ken­ne sehr vie­le un­zu­frie­de­ne Rei­che“, sagt der Grün­der des Mu­se­ums Frie­der Bur­da und Stifter des Fest­spiel­hau­ses Ba­den-Ba­den. Dass er den­noch „durch und durch zu­frie­den“ist, hat viel mit sei­ner Fa­mi­lie, sei­ner Lie­be zur Kunst und mit Freun­den wie Ger­hard Rich­ter und Ge­org Ba­se­litz zu tun. Wenn er sich et­was gön­nen will, macht der Mä­zen am liebs­ten noch im­mer ei­nes: „Dann kau­fe ich mir ein Bild.“

Die Schau­spie­le­rin Mar­ga­ri­ta Broich („Tat­ort“) wird in Deutsch­land auf der Stra­ße zwar nur sel­ten von Fans an­ge­spro­chen, von deut­schen Tou­ris­ten im Aus­land aber häu­fig er­kannt. „Ich war mit mei­nem äl­tes­ten Sohn auf Ruck­sack-Tour in Chi­na. Auf der Chi­ne­si­schen Mau­er bin ich in zehn Mi­nu­ten be­stimmt 20 Mal an­ge­spro­chen wor­den“, sag­te sie. Ge­stört ha­be sie das nicht. Das Ge­se­hen­wer­den ge­hö­re zum Be­ruf. „Als le­ben­di­ger Ge­heim­tipp her­um­zu­lau­fen, ist auch nichts.“Die 56-Jäh­ri­ge fo­to­gra­fiert viel auf Rei­sen. Oft nutzt die ge­lern­te Fo­to­gra­fin da­für ihr Smart­pho­ne. Ih­re liebs­ten Mo­ti­ve sind Men­schen und Din­ge. „Ich bin nun zum Selbst­aus­lö­ser über­ge­gan­gen, da­mit ich auch mal mit auf dem Bild bin.“Ih­re pro­fes­sio­nell auf­ge­nom­me­nen Fo­tos hat sie schon in meh­re­ren Ausstellungen ge­zeigt.

Fo­to: avs

Möch­te nicht als „le­ben­di­ger Ge­heim­tipp“her­um­lau­fen: Mar­ga­ri­ta Broich.

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