Neue Zeit­rech­nung ein­ge­läu­tet

Top-Ver­die­ner im Spit­zen­sport: Cris­tia­no Ro­nal­do hat das meis­te Geld ge­schef­felt

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Sid

Ti­ger Woods? Floyd May­wea­ther? Cris­tia­no Ro­nal­do! Der por­tu­gie­si­sche Fuß­ball-Su­per­star in Di­ens­ten von Re­al Ma­drid hat mit sei­nen Ein­nah­men ei­ne neue Zeit­rech­nung ein­ge­läu­tet. 88 Mil­lio­nen Dol­lar (83,1 Mil­lio­nen Eu­ro) strich CR7 zwi­schen Ju­ni 2015 und Ju­ni 2016 ein – erst­mals seit 15 Jah­ren heißt der Top-Ver­die­ner da­mit we­der Woods noch May­wea­ther. Dass Ro­nal­do sei­nen ewi­gen Ki­cker-Ri­va­len Lio­nel Mes­si (81,4/76,9) vom FC Bar­ce­lo­na auf den zwei­ten Platz ver­wies und auch viel mehr kas­sier­te als Bas­ket­ball-Gi­gant LeBron Ja­mes (77,2/72,9), hat laut ei­ner Ana­ly­se des US-Wirt­schafts­ma­ga­zins For­bes meh­re­re Grün­de. Aus­schlag­ge­bend sind in ers­ter Li­nie zwar die sport­li­chen Fä­hig­kei­ten des 31-Jäh­ri­gen, gleich­zei­tig nutzt er sei­ne Po­pu­la­ri­tät aber auch für Wer­be­zwe­cke oder So­ci­al-Me­dia-Auf­trit­te. „Ro­nal­do ist ei­ne Mar­ke“, heißt es bei For­bes pas­send. Der drei­ma­li­ge Welt­fuß­bal­ler, der im Ja­nu­ar bei der FIFA-Ga­la in Zü­rich ziem­lich si­cher zum vier­ten Mal aus­ge­zeich­net wird, pro­fi­tier­te bei sei­ner Ero­be­rung der Spit­zen­po­si­ti­on al­ler­dings auch von den (Zwangs-)Pau­sen der Vor­gän­ger. Golf­star Woods kehr­te nach Rü­cken­pro­ble­men erst kürz­lich auf die Grüns zu­rück, mit 45,3 Mil­lio­nen Dol­lar (42,8 Mil­lio­nen Eu­ro) – haupt­säch­lich Wer­be­ein­nah­men – ran­giert der 40-Jäh­ri­ge ak­tu­ell auf dem zwölf­ten Platz der Geld­rang­lis­te. Und „Mo­ney“ May­wea­ther, der mit sei­nen Ein­nah­men von 300 Mil­lio­nen Dol­lar im Vor­jahr den al­ten Re­kord von Woods (115 Mil­lio­nen) noch pul­ve­ri­siert hat­te, be­stritt in den ver­gan­ge­nen zwölf Mo­na­ten nur ei­nen Kampf und häng­te da­nach die Box­hand­schu­he an den Na­gel. Den­noch strich er noch im­mer 44 Mil­lio­nen Dol­lar (41,6 Mil­lio­nen Eu­ro) ein, wo­mit er auf Rang 16 lan­de­te. Ge­ne­rell sind die ins­ge­samt 3,15 Mil­li­ar­den (2,98 Mil­li­ar­den Eu­ro) schwe­ren „Top 100“bunt ge­mischt. 23 Na­tio­nen aus zehn Sport­ar­ten sind ver­tre­ten, am häu­figs­ten US-Ame­ri­ka­ner (65) und Base­ball­spie­ler (26). Frau­en ha­ben es hin­ge­gen of­fen­bar schwer, das ganz gro­ße Geld zu schef­feln. Die Ten­nis-Stars Se­re­na Wil­li­ams (28,9/27,3) auf Platz 40 und Ma­ria Scha­ra­powa (21,9/20,7) auf Po­si­ti­on 88 sind die ein­zi­gen weib­li­chen Groß­ver­die­ner. Spit­zen­rei­ter aus deut­scher Sicht ist wie im Vor­jahr For­mel-1-Pi­lot Se­bas­ti­an Vet­tel. Der Hep­pen­hei­mer Fer­ra­ri-Star kas­sier­te 41,0 Mil­lio­nen Dol­lar (38,8) und fuhr da­mit auf den 19. Rang. Die Po­le Po­si­ti­on un­ter den Renn­fah­rern nimmt Mer­ce­des-Pi­lot Le­wis Ha­mil­ton (46,0/43,5) als Elf­ter ein. Des­sen Team­kol­le­ge Ni­co Ros­berg, der nach dem WM-Tri­umph sei­ne Kar­rie­re auf dem Hö­he­punkt be­en­det hat­te, schaff­te es als 98. mit 21 Mil­lio­nen Dol­lar (19,9 Mil­lio­nen Eu­ro) ge­ra­de noch so un­ter die bes­ten 100. Un­ter den Top-100 fin­det sich auch Fuß­bal­lWelt­meis­ter Bas­ti­an Schwein­stei­ger wie­der, der mit sei­nen Ein­nah­men von 22,4 Mil­lio­nen Dol­lar (21,1) den 81. Platz be­legt. Au­ßer dem Trio Vet­tel, Schwein­stei­ger und Ros­berg ist aber kein wei­te­rer deut­scher Sport­ler un­ter den Top-100.

Floyd May­wea­ther und Ti­ger Woods ver­drängt

Reichs­ter Sport­ler: Cris­tia­no Ro­nal­do. Nach 15 Jah­ren, in de­nen ent­we­der ein Golf-Pro­fi oder ein Pro­fi-Bo­xer die Rang­lis­te des best­be­zahl­ten Sport­lers an­ge­führt hat, steht nun „CR7“ganz oben. Fo­to: avs

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