„Span­nung hoch hal­ten“

TV Sandwei­er spielt bes­te Ober­li­ga-Hin­run­de in der Ver­eins­ge­schich­te

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Ekart Kin­kel

Ein aus­ge­gli­che­nes Punk­te­kon­to nach der Hin­run­de soll­te bei den Hand­bal­lern des Ober­li­gis­ten TV Sandwei­er ei­gent­lich für ei­nen fröh­li­chen Start ins neue Jahr sor­gen. Doch von völ­li­ger Ent­span­nung ist beim Ba­den-Ba­de­ner Stadt­teil­ver­ein in der Win­ter­pau­se nur we­nig zu spü­ren und schon gleich nach den Weih­nachts­fei­er­ta­gen bat Übungs­lei­ter Ralf Lud­wig sei­ne Spie­ler wie­der zum Trai­ning in die Halle. „Wir müs­sen die Span­nung hoch­hal­ten“, sagt Ab­tei­lungs­lei­ter Fa­bi­an Hoch­stuhl, denn trotz der er­folg­reichs­ten Ober­li­ga-Hin­run­de in der jün­ge­ren Ver­eins­ge­schich­te mit 15:15 Punk­ten und Rang acht be­fin­det sich der TVS noch lan­ge nicht im si­che­ren Fahr­was­ser. In der höchs­ten ba­den-würt­tem­ber­gi­schen Spiel­klas­se geht es in die­ser Sai­son näm­lich so eng zu wie schon lan­ge nicht mehr. Den Ta­bel­len­fünf­ten TSV Weins­berg (17:13) und den Viert­letz­ten SG Hei­dels­heim/Helms­heim (11:19) tren­nen ge­ra­de ein­mal sechs Punk­te. Aus­ge­rech­net am letz­ten Spiel­tag vor der Win­ter­pau­se ver­spiel­te Ralf Lud­wigs Trup­pe durch die 27:30-Nie­der­la­ge beim Ta­bel­len­nach­barn TV Blaustein ei­ne noch bes­se­re Aus­gangs­po­si­ti­on. Da­bei hielt Sandwei­er die Par­tie lan­ge of­fen und lag noch zehn Mi­nu­ten vor dem Ab­pfiff mit 25:24 in Front. „Wir ha­ben in der ent­schei­den­den Pha­se ein­fach ein paar Feh­ler zu viel ge­macht“, so Hoch­stuhl, „aber Leis­tung und Ein­stel­lung ha­ben ge­stimmt und des­halb ist die­se Nie­der­la­ge kein Bein­bruch“. Oh­ne­hin sei der TVS nach der Hin­run­de „voll im Soll“und trotz ei­ni­ger Ver­let­zungs­pro­ble­me ha­be die Mann­schaft spie­le­risch bis­lang ab­so­lut über­zeugt. Da­bei wur­den nach dem Run­den­start mit drei Nie­der­la­gen (ge­gen die Meis­ter­schafts­mit­fa­vo­ri­ten H2Ku Her­ren­berg, TSB Schwä­bisch Gmünd und Sa­la­man­der Korn­west­heim) be­reits die ers­ten Un­ken­ru­fe laut. „Aber bei ei­nem Ver­ein, der je­des Jahr den Klas­sen­ver­bleib als Ziel aus­gibt, ge­hört ei­ne solch pes­si­mis­ti­sche Grund­stim­mung im Um­feld of­fen­bar da­zu“, meint Hoch­stuhl. Der Grund­stein für die der­zei­ti­ge Er­folgs­se­rie wur­de oh­ne­hin be­reits in der Som­mer­pau­se ge­legt. Mit Neu­zu­gän­gen wie Tor­hü­ter Do­mi­nic Horn vom ASV Ot­ten­hö­fen, Kreis­läu­fer Ni­ko­laj Un­ser vom Lo­kal­ri­va­len Phö­nix Sinz­heim und Rück­raum­spie­ler Mar­kus Koch von der SG St­ein­bach/Kap­pel­wind­eck wur­de die Mann­schaft ge­zielt ver­stärkt. Und Koch, der auch ab­seits der Hand­ball­hal­len als Speer­wer­fer für sport­li­che Schlagzeilen sorgt (ak­tu­el­le Best­wei­te: 67,60 Me­tern), er­wies sich nach ei­ner über­stan­de­nen Ver­let­zungs­pau­se mit zwei Acht-To­re-Spie­len in Fol­ge als die er­hoff­te Ent­las­tung für Sandwei­ers Top­tor­jä­ger Si­mon Born­häu­ßer. „Wir sind si­cher­lich va­ria­bler ge­wor­den“, sagt Fa­bi­an Hoch­stuhl. „Wenn wir jetzt bis es wie­der los geht gut trai­nie­ren und klei­ne­re Bles­su­ren aus­ku­riert wer­den, ist si­cher­lich noch Luft nach oben.“Dass dann zum Rück­run­den­auf­takt gleich wie­der die drei Top-Te­ams aus Korn­west­heim, Her­ren­berg und Schwä­bisch Gmünd auf den TV Sandwei­er war­ten, sieht Hoch­stuhl recht ent­spannt. „Das sind na­tür­lich gleich ein paar schwe­re Bro­cken“, sagt der Ab­tei­lungs­lei­ter, „aber wir wis­sen, was wir kön­nen und wer­den auch in der Rück­run­de noch ei­ni­ge Spie­le ge­win­nen“.

Die TVS-Hand­bal­ler lie­gen „voll im Soll“

Noch nicht im si­che­ren Fahr­was­ser: Zu Be­ginn der Rück­run­de war­ten auf Hand­ball-Ober­li­gist TV Sandwei­er, hier im An­griff Rück­raum­mann Chris­ti­an Fritz, gleich wie­der ein paar schwe­re Bro­cken. Fo­to: Col­let

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