Das Wort zum Sonn­tag

Der Sonntag (Mittelbaden) - - DIE REGION - von Ki­ra Busch-Wa­gner, Pfar­re­rin der Pau­lus­ge­mein­de Ett­lin­gen

Viel­leicht ha­ben Sie die Ge­schen­ke vom Weih­nachts­fest noch gar nicht al­le weg­ge­räumt. Viel­leicht lie­gen selbst jetzt über den Jah­res­wech­sel noch CDs, Fil­me oder Bü­cher, die neue Sto­la oder das Par­füm un­term Baum. Man­cher Wunsch mag jetzt er­füllt sein. Zugleich liegt in den Ga­ben ja neue Ver­hei­ßung: mit dem Buch, dem Film ei­ne un­be­kann­te Welt ent­ste­hen zu las­sen; im neu­en Klei­dungs­stück oder Duft sich groß und schön zu füh­len. Bei den meis­ten Ge­schen­ken geht es nicht dar­um, ein Ding mehr oder we­ni­ger zu ha­ben. Wich­ti­ger noch ist, was ein Ge­schenk er­öff­net, was es ver­heißt, wo­hin es führt. Die öku­me­ni­sche Jah­res­lo­sung für 2017 er­zählt kurz nach Weih­nach­ten fürs neue Jahr auch noch ein­mal von ei­nem Ge­schenk. Ei­nes, das eben­falls ver­hei­ßungs­voll den Ho­ri­zont auf­rei­ßen lässt. Die Lo­sung stammt aus dem Buch des Pro­phe­ten Eze­chiel oder He­se­kiel. Sie lau­tet: „Gott spricht: Ich schen­ke euch ein neu­es Herz und le­ge ei­nen neu­en Geist in euch.“Gott schenkt. Aber man kann das Ge­schenk nicht ein­fach in die Ta­sche ste­cken und da­von mar­schie­ren. Got­tes Ge­schenk ist wirk­sam, le­ben­dig, fol­gen­reich. Mit sei­nen Ge­schen­ken kön­nen wir wei­ter­wir­ken. Kön­nen mit neu­em Her­zen neu wahr­neh­men, neu emp­fin­den, Neu­es er­fah­ren. Und mit neu­em Geist le­ben­dig sein, ver­bun­den, Ver­bun­den mit Gott und den Men­schen. Mö­gen Sie das im­mer wie­der er­le­ben. Mö­gen Sie das wahr ma­chen. Gu­te Ge­schen­ke ha­ben ei­ne lan­ge Wir­kungs­ge­schich­te. Die­se der Jah­res­lo­sung fängt jetzt an.

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