CD-Check

Der Sonntag (Mittelbaden) - - TIPPS & THEMEN - Max

Das Quin­tett Fried­rich Sun­light aus Augs­burg gibt es in die­ser Be­set­zung seit et­wa zwei Jah­ren. Ih­re Mu­sik sei ein Ge­gen­ent­wurf zur ly­rik­las­ti­gen deut­schen Dis­kurspop-Szene, sagt die Band über sich selbst: „Wir bin­den un­se­re Tex­te in Me­lo­di­en ein, statt Ge­dich­te zu ver­to­nen“. Das ist den größ­ten­teils live ein­ge­spiel­ten Songs des De­büt­al­bums an­zu­hö­ren: Ent­waff­nen­de Ar­ran­ge­ments und ohr­wurm­taug­li­che Me­lo­di­en tref­fen auf viel­schich­ti­ge Har­mo­nie­ge­sän­ge. Wür­de man 100 zu­fäl­lig aus­ge­wähl­te Mu­sik­ex­per­ten nach ih­rer Mei­nung fragen, fühl­ten sich wahr­schein­lich 50 Pro­zent an die frü­hen Beach Boys, je­weils 24 Pro­zent an die Zom­bies und an Burt Ba­cha­rach und zwei Pro­zent an den jun­gen Man- fred Krug er­in­nert. Wie kommt’s, dass die Band aus Augs­burg mit ih­rem Lob­ge­sang auf die Leich­tig­keit des Seins eher an die West­küs­te der USA als an die Fug­ger­stadt er­in­nert? Es mag auch ein biss­chen an Sän­ger Ken­ji Ki­ta­ha­ma lie­gen. Der näm­lich stammt aus Ka­li­for­ni­en und zog vor acht Jah­ren der Lie­be we­gen nach Bay­ern. Ge­scha­det hat’s nicht, zu­min­dest nicht mu­si­ka­lisch. Denn wie schrieb schon das weg­wei­sen­de ös­ter­rei­chi­sche In­die­pen­dent-Ma­ga­zin „The Gap“über die­ses Al­bum: „Son­nen­strah­len­der Ex­tra­va­ganz-Pop“. Bes­ser könn­te man es nicht aus­drü­cken.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.