Per­fekt: Kallur und Pe­ar­son da­bei

In­door Mee­ting Karls­ru­he – Star­ke Kon­kur­renz über die 60 Me­ter Hür­den

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Pe­ter Tre­bing

Nicht nur das In­door-Mee­ting hat in Karls­ru­he Tra­di­ti­on, auch die Art und Wei­se, wie die Or­ga­ni­sa­to­ren ih­re Ath­le­ten­ver­pflich­tun­gen prä­sen­tie­ren, ist längst zur Ge­wohn­heit ge­wor­den: Mit wohl­do­sier­ten „Häpp­chen“füt­tert das Team um Sport­di­rek­tor Alain Blon­del die Öf­fent­lich­keit mit neu­en Na­men. In der ver­gan­ge­nen Wo­che leg­ten die Ma­cher des Events in der 60-Me­ter-Hür­den-Kon­kur­renz der Frau­en nach und prä­sen­tier­ten mit der Schwe­din Su­san­na Kallur und der Aus­tra­lie­rin Sal­ly Pe­ar­son zwei wei­te­re prominente Star­te­rin­nen, die der Deut­schen Cin­dy Ro­le­der in die­sem Wett­be­werb die Stirn bie­ten sol­len. Kallur ist noch im­mer Hal­te­rin des Hal­len­welt­re­kor­des mit 7,68 Se­kun­den. Ge­lau­fen ist sie die­se Best­mar­ke be­reits am 10. Fe­bru­ar 2008 in der Karls­ru­her Eu­ro­pa­hal­le. Kon­kur­ren­tin Sal­ly Pe­ar­son hat ei­ne per­sön­li­che von 7,73 Se­kun­den in der Hal­le zu bie­ten. Und in punc­to Er­fol­gen ist sie Kallur (Eu­ro­pa­meis­te­rin 2006 über 100 Me­ter Hür­den; Hal­len­welt­meis­te­rin 2005 und 2007 über 60 Me­ter Hür­den) eben­bür­tig: Olym­pia-Gold 2012 in Lon­don, der Welt­meis­ter­ti­tel 2011 und olym­pi­sches Sil­ber 2008 in Pe­king (je­weils über die 100 Me­ter Hür­den). Und auch die Bi­lanz von Cin­dy Ro­le­der ist be­acht­lich: Platz fünf bei den Olym­pi­schen Spie­len 2016 in Rio, WM-Sil­ber 2015 in Pe­king und der Eu­ro­pa­meis­ter­ti­tel 2016 in Ams­ter­dam sind be­mer­kens­wer­te Kar­rie­re­da­ten. Da­zu kommt noch ei­ne EM- Bron­ze­me­dail­le aus dem Jahr 2014 (Zü­rich). Doch auch in an­de­ren Dis­zi­pli­nen hat Sport­di­rek­tor Blon­del die Ver­trä­ge mit et­li­chen Welt­klas­se­ath­le­ten für das Event am Sams­tag, 4. Fe­bru­ar, längst fi­xiert. Et­wa im Hoch­sprung, auf den man in Karls­ru­he lan­ge Zeit ver­zich­tet hat. Nach 18 Jah­ren ge­hört er wie­der zum Pro­gramm. Und mit den Ver­pflich­tun­gen des Deut­schen Ei­ke On­nen, Bron­ze­me­dail­len­ge­win­ner bei der Eu­ro­pa­meis­ter­schaft 2016 in Ams­ter­dam, und der bei­den Bri­ten Ro­bert Grabarz (Olym­pia-Drit­ter 2012, Eu­ro­pa­meis­ter 2012 in Helsinki und Vi­ze­eu­ro­pa­meis­ter 2016) und Chris Ba­ker (Platz vier bei der EM 2016) hat man die Ba­sis für ei­nen span­nen­den Wett­kampf ge­legt. Zur Ka­te­go­rie Welt­klas­se zäh­len aber auch an­de­re Ath­le­tin­nen und Ath­le­ten. Et­wa St­ab­hoch­sprin­ge­rin Li­sa Ry­zih (ABC Lu­dBest­leis­tung wigs­ha­fen), die Vi­ze­eu­ro­pa­meis­te­rin von 2016. Na­tür­lich auch Ku­gel­sto­ße­rin Chris­ti­na Schwa­nitz. Die ist zwei­fa­che Eu­ro­pa­meis­te­rin (2014 und 2016) und Welt­meis­te­rin (2015). Und als „Lo­cal He­ro“hat man er­neut Weit­sprin­ger Ju­li­an Ho­ward ver­pflich­tet. 2015 lag er bei der Pre­mie­re in der Mes­se­hal­le mit sei­nem Sprung auf 8,04 Me­ter bis zum letz­ten Sprung des Spa­ni­ers Eu­se­bio Ca­ce­res auf Sie­ges­kurs. Doch am En­de ver­dräng­te der Spa­nier mit ei­nem ge­wal­ti­gen Sprung auf 8,16 Me­ter Ju­li­an Ho­ward doch noch auf den zwei­ten Rang. Bes­ser mach­te er es im ver­gan­ge­nen Jahr. Mit ei­ner Wei­te von 8,03 Me­ter ent­schied Ho­ward am En­de den Weit­sprung-Wett­be­werb vor dem Bri­ten Dan Bram­ble (7,72 Me­ter) für sich.

Welt­re­kord­hal­te­rin aus Schwe­den ist am Start

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