Por­tu­gal ver­liert Ma­rio So­a­res

Der Sonntag (Mittelbaden) - - ERSTE SEITE -

Por­tu­gals frü­he­rer Prä­si­dent Ma­rio So­a­res ist tot. Der So­zia­list, der als Va­ter der por­tu­gie­si­schen De­mo­kra­tie gilt und jahr­zehn­te­lang füh­ren­de Pos­ten in Staat und Re­gie­rung be­klei­de­te, starb ges­tern im Al­ter von 92 Jah­ren, wie ein Kran­ken­haus­spre­cher in Lis­s­a­bon mit­teil­te. Der po­li­ti­sche Auf­stieg des Ju­ris­ten be­gann nach dem Sturz der rechts­ge­rich­te­ten Sa­la­zar-Dik­ta­tur in der „Nel­ken­re­vo­lu­ti­on“1974. Von 1976 bis 1978 war der volks­tüm­li­che Po­li­ti­ker erst­mals Mi­nis­ter­prä­si­dent, zwi­schen 1983 und 1985 hat­te er den Pos­ten noch ein­mal in­ne. Zu den gro­ßen Themen die­ser Zeit zähl­ten die Ent­las­sung der por­tu­gie­si­schen Afri­ka-Ko­lo­ni­en in die Un­ab­hän­gig­keit und die Aus­rich­tung des Lan­des nach We­st­eu­ro­pa. Von 1986 bis 1996 war So­a­res Por­tu­gals Prä­si­dent. 1973 grün­de­te er in Deutsch­land mit po­li­ti­schen Weg­ge­fähr­ten die So­zia­lis­ti­sche Par­tei sei­nes Lan­des, de­ren ers­ter Ge­ne­ral­se­kre­tär er wur­de.

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