Wel­lin­ger auf dem Po­dest

Platz drei für den Ski­sprin­ger in Wis­la

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - Erik Roos

Ski­sprin­ger Andre­as Wel­lin­ger ist beim Welt­cup im pol­ni­schen Wis­la erst­mals seit mehr als zwei Jah­ren auf das Po­dest ge­flo­gen. Der 21-Jäh­ri­ge aus Ruh­pol­ding wur­de mit 249,1 Punk­ten Drit­ter. Sei­nen drit­ten Sai­son­sieg fei­er­te Vier­schan­zen­tour­nee-Sie­ger Ka­mil Stoch (268,0 Punk­te) vor dem Ös­ter­rei­cher Ste­fan Kraft (251,7).

Andre­as Wel­lin­ger fei­er­te sei­nen drit­ten Rang wie ei­nen Sieg, als um ihn her­um ei­ne rie­si­ge pol­ni­sche Ski­sprung-Par­ty los­brach. „Das ist ein­fach geil, der Ham­mer“, sag­te der 21-Jäh­ri­ge nach sei­nem ers­ten Po­dest­platz seit mehr als zwei Jah­ren und grins­te zu­frie­den. We­ni­ge Me­ter ent­fernt fei­er­ten die be­geis­ter­ten Fans in Wis­la ih­ren Na­tio­nal­hel­den Ka­mil Stoch, der ei­ne Wo­che nach der Vier­schan­zen­tour­nee auch sein Heim­spiel über­le­gen ge­wann. Wel­lin­ger sprang auf 127,5 und 120,5 Me­ter und muss­te sich mit 249,1 Punk­ten ein­zig dem neu­en Welt­cup-Spit­zen­rei­ter Stoch (268,0 Punk­te) und dem Ös­ter­rei­cher Ste­fan Kraft (251,7) ge­schla­gen ge­ben.

„Na­tio­nal­held“Stoch fei­ert ei­nen Heim­sieg

„Die gu­ten Sprün­ge bei Andre­as wer­den im­mer häu­fi­ger. Ich traue ihm al­les zu“, sag­te auch Bun­des­trai­ner Wer­ner Schus­ter über sei­nen Schütz­ling, der vor Wo­chen­frist in Bi­schofs­ho­fen Schan­zen­re­kord ge­sprun­gen war. Für Wel­lin­ger war es der sieb­te Po­dest­platz sei­ner Kar­rie­re und der ers­te seit No­vem­ber 2014, als er in Klin­gen­thal auf Rang drei ge­flo­gen war. „Als nach mei­nem Sprung die Eins auf­leuch­te­te, war ich ex­trem glück­lich. Jetzt freue ich mich auf die Sie­ger­eh­rung“, sag­te der Bay­er, der im Ja­nu­ar 2014 auf der Adam-Ma­ly­sz-Schan­ze sei­nen bis­lang ein­zi­gen Welt­cup-Sieg ge­fei­ert hat­te: „Auf die­ser An­la­ge funk­tio­niert es bei mir im­mer sehr gut.“Der Tour­nee-Ach­te Mar­kus Ei­sen­bich­ler ret­te­te nach Pro­ble­men mit dem Sprung­schuh zu­min­dest den elf­ten Platz und lag da­mit un­mit­tel­bar vor Richard Frei­tag , der tags zu­vor die Qua­li­fi­ka­ti­on ge­won­nen hat­te. Ei­sen­bich­ler muss­te vor dem Wett­kampf sei­nen Schuh wech­seln, da der Clip ge­bro­chen war. „Gut, dass er das vor­her ge­merkt hat“, sag­te Schus­ter. Ei­sen­bich­ler ha­der­te den­noch: „Ich weiß nicht, was das Schick­sal ge­gen mich hat. Ich kom­me mit die­ser Schan­ze nicht zu­recht.“Der Ös­ter­rei­cher Gre­gor Schlie­renzau­er, mit 53 Sie­gen bes­ter Sprin­ger der Welt­cup-Ge­schich­te, ver­pass­te in sei­nem ers­ten Wett­kampf seit mehr als ei­nem Jahr als 31. den zwei­ten Durch­gang denk­bar knapp. „Es war den­noch wun­der­schön, das hier er­le­ben zu dür­fen“, sag­te der auch von den pol­ni­schen Fans ge­fei­er­te 27-Jäh­ri­ge. Der größ­te Ju­bel der in Scha­ren an die Schan­ze ge­pil­ger­ten An­hän­ger ge­hör­te aber Stoch. Der 29-Jäh­ri­ge ging trotz Knie­schmer­zen an den Start und hol­te mit star­ken Flü­gen auf 133,0 und 124,0 Me­ter sei­nen ers­ten Sieg in Wis­la. In sei­nem Ge­burts­ort Za­ko­pa­ne, wo die pol­ni­sche Par­ty am kom­men­den Wo­che­n­en­de ih­re Fort­set­zung fin­det, hat­te Po­lens Sport­ler des Jah­res 2014 zu­vor schon drei­mal tri­um­phiert. Stoch und das pol­ni­sche Team wa­ren vom pol­ni­schen Prä­si­den­ten An­drzej Du­da zu ei­nem Früh­stück emp­fan­gen wor­den. Stoch, Piotr Zy­la und Ma­ciej Kot hat­ten die Tour­nee auf den Rän­gen eins, zwei und vier ab­ge­schlos­sen.

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