Bri­git­te Gla­ser: Ein Denk­mal für die „Büh­ler­hö­he“

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - Tho­mas Liebs­cher

Die Re­gi­on

Nach­dem mein Ro­man er­schie­nen war, ha­be ich über­rascht re­gis­triert, wie vie­len Men­schen in Deutsch­land der Ort Büh­ler­hö­he ver­traut ist“, er­zählt Bri­git­te Gla­ser. Die in Achern auf­ge­wach­se­ne Köl­ner Schrift­stel­le­rin hat dem No­bel­ho­tel wie der nä­he­ren Um­ge­bung an der Schwarz­wald­hoch­stra­ße sehr er­folg­reich ein li­te­ra­ri­sches Denk­mal ge­setzt. Rund um ei­nen der tat­säch­lich statt­ge­fun­de­nen Ur­lau­be von Bun­des­kanz­ler Kon­rad Ade­nau­er er­fand Gla­ser ei­ne span­nen­de Ge­schich­te um ei­nen ge­hei­men Auf­trag. Die für den is­rae­li­schen Ge­heim­dienst ar­bei­ten­de Ro­sa Sil­ber­mann soll mit da­zu bei­tra­gen, dass die Wie­der­gut­ma­chung ge­gen­über Is­ra­el nicht tor­pe­diert wird. Mit der Hel­din kom­men im Jahr 1952 il­lus­tre und merk­wür­di­ge Gäs­te mit Ho­tel­be­schäf­tig­ten zu­sam­men, die eben­falls dramta­ti­sche Schick­sa­le hin­ter sich ha­ben. Die BNN dru­cken den Ro­man „Büh­ler­hö­he“der­zeit in Fort­set­zun­gen ab. „Mein ers­ter Ti­tel­vor­schlag war ,Der 6. Mann‘, weil es sich um ei­ne Agen­ten­ge­schich­te han­delt“, ver­rät Bri­git­te Gla­ser. Ein Jahr lang schrieb sie an die­sem gro­ßen Werk, die zu­nächst dün­nen und dann im­mer sta­bi­le­ren Mo­tiv­fä­den ih­res ers­ten gro­ßen Ro­mans spann sie meh­re­re Jahr lang. „Oh­ne die Schu­le des Kri­mi­sch­rei­bens hät­te ich das nicht ge­schafft“, be­kennt die vor 15 Jah­ren zur Au­to­rin ge­wor­de­ne So­zi­al­päd­ago­gin. Ei­ni­ge Ju­gend­bü­cher hat sie ver­fasst und ih­re Kri­mi-Hel­din Kat­ha­ri­na Schwei­zer, ei­ne gro­ße, rot­haa­ri­ge Kö­chin, lässt sie in Köln wie der ba­di­schen Hei­mat agie­ren. Das nächs­te Buch der Rei­he han­delt vom Heil­fas­ten im Murg­tal und heißt au­gen­zwin­kernd „Saus und Braus.“Schwarz­wald und Rhein­land in­spi­rie­ren Gla­ser glei­cher­ma­ßen. „In Köln ha­be ich ei­ne Wahl­hei­mat ge­won­nen, wo al­les schnel­ler ab­läuft und ich den Wort­witz schät­ze. Ich fin­de es toll, mich mit zwei Ge­gen­den so ver­bun­den zu füh­len“, meint Gla­ser. Vor zwei Jah­ren hat sie die Kri­mi­ta­ge „Achern im Vi­sier“mit aus der Tau­fe ge­ho­ben. Mit Le­sun­gen aus der „Büh­ler­hö­he“kommt die Frau, de­ren Lei­den­schaft für Li­te­ra­tur be­reits in der Schu­le be­stand, im Früh­jahr in un­se­re Re­gi­on. Sie kommt am 2. Fe­bru­ar nach Bruch­sal, am 20. März in Ett­lin­gens Stadt­bü­che­rei und ei­nen Tag spä­ter in der Max-Grun­dig-Kli­nik ih­rem Rom­an­schau­platz ganz nah. Auch die Karls­ru­her Kri­mi­ta­ge wer­den be­rei­chert. Ei­nen Sonn­tag zu Hau­se be­ginnt Gla­ser am liebs­ten mit ei­nem Fa­mi­li­en­früh­stück plus Kon­zert vom Ra­dio­pro­gramm WDR3. Spa­zie­rend oder jog­gend schafft sich die Au­to­rin ei­nen frei­en Kopf, wenn Sie wie­der lan­ge über ei­ner Sto­ry saß. Ge­schich­ten lässt sie sich in sol­chen Pha­sen am liebs­ten un­ge­druckt prä­sen­tie­ren: Bri­git­te Gla­ser liebt es, ins Ki­no zu ge­hen.

Sie setz­te der „Büh­ler­hö­he“ein li­te­ra­ri­sches Denk­mal. Bri­git­te Gla­ser wuchs in Achern auf. Die So­zi­al­päd­ago­gin zog 1980 er Lie­be we­gen nach Köln und wur­de dort zur Schrift­stel­le­rin. Fo­to: Mey­er-Ori­gi­nals

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